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Säugethiere.
Lnßerlicki ohne Halsbildnng mit dem Rumpf zusam-men. Der Rumpf zerfällt iu Brust u. Bauch. AlsFortsetzung der Wirbelsäule ist häufig ein Schwanzvorhanden, der von behaarterHaut umgebenist. Andem vollständig verknöcherten Skelett der S. finddeutlich abgesondert die Knochen des Kopfes, Hal-ses, Rumpfes, der Gliedmaßen u. des Schwanzes.Die Knochen des Kopfes werden eingetheilt in Kno-chen des Gesichts u. des Schädels. Der Unterkieferbesteht aus zwei seitlichen Hälften n. ist durch einenvorstehenden Gelenkkopf jederseits mit der unterenFläche des Schläfenbeines gelenkig verbunden. EinKinn fehlt. Der Oberkiefer ist mit dem Schädel festverbunden n. vorn durch denZwischenkiefer, welcheraus zwei getrennten Knochen besteht, in zwei Kno-chenstücke getheilt. Kiefer n. Gesichtsknochen über-wiegen in ihrer Entwickelung die Schädelknochen.Letztere sind weitflächige Knochen, die durch zackigeNäthe verbunden sind u. so die Schädclhöhle bilden.Der Kopf ist durch zwei Gelenkhöcker am Hinter-hanptslochdesHinterhauptbeines beweglich mit demersten Wirbel verbunden. Die Zahl dcrHalswirbelist in der Regel 7, selten 6 od. 8, stets aber unab-hängig von der Halslängc. Der erste Wirbel, Li-las, besitzt breite Quersortsätzc, an derem Grundenach vorn die zweiAushöhlnngen znrAnfnahme der- Gclenkhöcker des Hinterhauptbeines, nach hinten zweiplatte Gelenkflächen zur Verbindung mit den zweiWirbeln, üxistroxlreus, sich finden. Der zweite Wir-bel trägt einen dornartigcn, vom Vorderrande aus-gehenden u. in die Höhlung des ersten Wirbels hin-einragenden Fortsatz, welcher als Drehaxe fungirt.Die Wirbel des Rumpfes theilt man ein in Brust-,Lenden- u. Krcnzbeinwirbel. Die Brnstbeinwirbeltragen die flachen, bogigen Rippen, deren vordere,als ächte bezeichnet?, sich durch Knorpel mit demBrustbein verbinden, während die Hinteren nicht soweit reichen. Die Durchschnittszahl der Brustwirbelist IS. Das Brustbein selbst besteht ans mehrerenhintereinander liegenden Knochenstücken. Den Brust-wirbeln schließen sich die rippenlosen Lendenwirbelan, nieist in der Zahl 6—7, mit starken Fortsätzen.Die Krenzbeinwirbel, meist 3—4, verwachsen miteinander zu einem Stück, dem Kreuzbein, welchesmit dem Hüftbein wiederum fest verbunden ist. DieZahl der Schwanzwirbel wechselt von 4—46. Vonden den sogen. Schultergürtel bildenden Knochen istdas Schulterblatt, ein flacher, dreieckiger, mit hoherLeiste ansgestatteter Knochen stets vorhanden. Esliegt frei im Fleische über den vorderen Rippen.Oberarm und Schulterblatt sind jederseits durch das! Schlüsselbein mit dem Brustbein verbunden. Schlüs-i selbeine fehlen den Walen, Hnfthieren und einigenZahnlosen, bei anderen verkümmert es u. liegt freiim Fleische, so bei den Naubthieren u. einigen Na-gern. Das Becken setzt sich zusammen aus drei, sehrfrüh mit einander verschmelzenden Knochen, dem. Hlift-, Sitz- u. Schambein, die in der Gelenkpfannej des Oberschenkels, einer rundlichen Vertiefung zur! Ausnahme des kugeligen Kopfes des Oberschenkels,s Zusammenstößen. Die beiden vorderen Gliedmaßenbestehen aus Oberarm, Unterarm (Speiche undElle), den Handwurzel-, Mittclhandknochen n. Ze-hen; die beiden Hinteren aus Oberschenkel, Unter-schenkel (Waden n. Schienbein), Fußwurzel-, Mit-telsußknochen Und Hinterzehen. Vor der Berühr-PiererL Universal-Cmiversations-Lerilon. 6. Aufl. XV
ungsstelle von Oberschenkel u. Unterschenkel liegt diefrei bewegliche Kniescheibe. Die Muskulatur der S .schließt enge an die des Menschen. Bei einigen Säu-gern ist der Hantmuskcl sehr stark entwickelt n. er-möglicht eine Znsammcnkngelung. In Bezug aufdas Nervensystem übcrwiegt das Gehirn das Rücken-mark an Masse. Der Kanal der Wirbelsäule schließtdas Rückenmark ein, welches in der K renzbeingegendsich zu dem sogen. Pferdeschwcif zertheilt. Währenddie Sinnesnerven alle dem Gehirne entspringen,haben die Gesühls- u. Bewegungsnerven ihren Ur-sprung theils vom Gehirn, theils vom Rückenmark.Der entwickeltste Sinn bei den S-n ist der Geruch-siun. Die Nerven desselben breiten sich ans in derNasenhöhle ans der großen Fläche der faltigen odereingerollten sogen. Muschel. Als Tastorgane fun-gircn bei den Affen die den Fingerspitzen eingelager-ten Tastkörperchen, bei anderen S-n die Tasthaareder Lippen u. die Zungenspitze. Die Zunge und derweiche Gaumen vermitteln den Geschmack. ZweiAngen dienen dem Gesichtssinn; nur in wenigenFällen sind sie verkümmert. Ihr Verschluß geschiehtdurch die Augenlider. Am Gehörorgane unter-scheidet man das innere, vom Felsenbein eingeschlos-scne Ohr, bestehend ans der Schnecke mit den dreihalbkreisförmigen Kanälen, das mittlere,die Pauken-höhle mit den Gehörknöchelchen, u. das äußere, dieOhrmuschel, als Schallfangapparat dienend. DieVerdaunngsorgane zeigen eine große Drüsenentwick-lung. Die Mnndspalte ist mit Ausnahme der Waleu. des Schnabelthieres von weichen Lippen umgeben.Die Mundhöhle trägt eine oft faltige Schleimhaut.Die muskulösen Backen weisen oft Ausstülpungen,die sogen. Backentaschen, auf. In den die Mundhöhleumgebenden Kiefern sind zur Zerkleinernng derNahr-ung die Zähne, welche nur bei den Ameisenfressernfehlen, eingekeilt. Nach ihrer Stellung werden sieeingetheilt in Schneide-, Eck-n. Backenzähne. Wei-teres s. Zähne. Der Schlund ist von der Mundhöhledurch das weiche Ganmenblatt abgespcrrt und führtin die Speiseröhre und nach dem Durchtritt dieserdurch das Zwergfell in den Magen. Die Länge desnun folgenden Darmes richtet sich nach der Art derNahrung. Pflanzenfresser haben iin Allgemeineneinen sehr langen Darmkanal, Fleischfresser einenkurzen im Verhältniß zur Körperlänge (Schaf 28:1,Löwe 3:1). Bei den Pflanzenfressern ist stets einsehr entwickelter, oft doppelter Blinddarm am An-fänge des Dickdarms vorhanden. Weiteres s. Ver-dauungsapparat. Als Darmdrüsen sind die Speichel-drüsen mit Ausnahme der Wale überall vorhandenund zwar wie beim Menschen in drei Paaren. Beiden Pflanzenfressern sind sic am stärksten ansgebildet.Die von der Leber abgesonderte Galle fließ: direct inden Darm, oder sammelt sich erst in der Gallenblasean. Dicht unter dem Ausführnngsgange der Gallemündet die Bauchspeicheldrüse (kaneroas). Als ge-schlossene Drüsen sind die seitlich in der Nachenhöhleim Gaumensegel belegen?:: sogen. Tonsillen zu ver-merken. Die Befestigung des Darmes in der Bauch-höhle erfolgtdurch das Bauchfell (ksritcmeum), einerserösen Haut, dessen Falten (Mesenterien) als Auf-hängeplatten für den Darm Verwendung finden,während die freien Endplatten das Netz (Omentum)darstellen. Als Respirationsorgane fnngiren zweifrei in der Brusthöhle liegende Lungen. Die Lnft-.Band. 45