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Satyrwicl — Satz.
aber jugendlich u. zart, wie sie spielen, mnsiciren, denWein lesen od. kellern, des. aber lrinken n. den Rauschausschlafen, od. wie sie jagen, sich mit Bakchantiiincnherumbalgen, oder in ihren: Stillleben mit ihrenFrancn n.mindern im Walde. In derKnnstgcschichtcistdes. der angeklagteSatyr bekannt; er hatte dicAmy-nwne überfallen, sie floh n. verklagte ihn vor Posei-don; außerdem ein auinnlhiger Satyr, welcher aneinem Baum gelehnt n. die Flöte in der Hand schalk-haft sinnendvorsich hinblickt, angebl. nach einemBilddes Praxiteles; die kelternden S. im Garten des Pal.Francavilla in Neapel; der ruhende Satyr, ein Hanpt-gemäldc des Prvtogenes. Elchhoff.»
Satyrspiel, so v. w. Satyrdrama.
Satz, 1) (kroposibio, Lnunbiatio. Log.), derAnsdruck eines Gedankens, welcher das Berhältnißwenigstens zweier Borstellungen enthält, eines Sub-jekts, von welchem etwas ansgesagr wird, u. einesPrädicats, was von demselben ansgesagt wird; s. u.Unheil. Die Form der Anssage kann entweder be-jahend (affirmativ) od. verneinend (negativ), mög-lich (problematisch) oder wirklich (assertorisch) sein.Die einzelnen Sätze, sofern ans ihrer Zusammen-stellung neue Sätze gebildet werden (Schlüsse), habenzufolge ihrer Stellung verschiedene Namen :Ober-S.,U»ter-S.,Schlnß-S.,s. «.Schluß. Ist einallgcmeinerS. von unmittelbarer Gewißheit, so heißt er einGrundsatz, z. B. der S. der durchgängigen Gleich-heit, der Einstimmung, des Widerspruchs, von derAnsschließnng des Dritten, vom zureichenden Grunde.2) (Gramm.), die Bestaudtheile des grammatischenS-cs sind dieselben, wie die des logischen, Subjekt u.Prädikat (s. d.); ihre Verbindung unter einander (S-bau)lehrtdieSyntaxis (s.d.)u.Congrnenz. Der ansSubjectn. Prädikat bestehendeS.kanndadnrch erwei-tert werden, daß das erstere durch das zweite zu einemGegenstände in ein causales Berhältniß tritt, s. Ob-ject (Rektion). Auch kann das Prädikat mit seinemSubjekt zu einer Vorstellung verschmelzen, s. Attri-but. Diese objektiven u. attributiven Bestimmungenkönnen nun wieder in derselben Weise erweitert wer-den ohne daß der S. aushürt ein einfacher S. zusein. Einfache Sätze, n) Der bejahende (affir-mative) S. behauptet die Wirklichkeit eines Zustan-des am Subjekt in der Gegenwart od. Vergangenheitoder Zukunft; b) der verneinende (negative) S.gibt die Nichtexistenz eines solchen Zustandes an,während o) im Frag-S. der Redende von AndernAuskunft darüber verlangt und ei) im Heische-S.das Vorhandensein eines solchenZnstandes gefordertwird. Solcher Sätze können mehrere unverbunden,oder verbunden aber coordinirt, neben einander ge-stellr werden. Reihen sie sich jedoch so an einander,Laß einet» von ihnen, welcher ein vollständiges Ur-theil enthält, als dem Hanpt-S., die anderen zurnäheren Bestimmung u. Ergänzung in seinen Thei-len dienen, sich ihm unterordnen alsNebeu - Sätze,so entsteht ein zusammenge setzter S. Coordinirtsind a) Copulativ-Sätze,welche als übereinstim-mend verbunden werden Lurch: und, sowol — alsauch, weder — noch; d) distribntive (Einthei-lnngs-) Sätze, die Sätze enthalten, welche mit dem-selben Theilworte anfangend, sich zu einander wiegleichartige Theile verhalten, z. B. theilS — theils,bald — bald; e) C o n ti n n a t i v - S ä tz e, welche als ineiner Reihenfolge fortgehend mit einander verbunden
sind, durch erstens, zweitens rc., darauf, ferner, end-lich; ä)Disjunctiv-Sätze, in denen durch das Be-stehn des Einen das Andere als aufgehoben gedachtn. ausgesprochen wird (entweder — oder); s) Ad-versativ-Sätze, welche einander entgegengesetzteBcgrisse, Widerlegungen u. Einwendungen enthalten(aber, hingegen, sondern); k) Grund - od. Cansal --Sätze,mittdenn; K)Concessiv-Sätze, mit: zwar—aber;1r)Conclnsiv«Sätze,welcheForderungenans vorhergehenden angeben (also, so). SubordinirteSätze sind n. zwar a) Substantiv -Sätze (imsub-jecriven n. objektiven Verhältnis:), 1)dieideell ab-häng i g e n S L tz c mit daß nach LenVerbendes Den-kens u. Redens, an welche sich die abhängigen (in-direkten) Fragen anschließen; vgl. oratio olsiigna.2) Die Absichts- (Final-) Sätze mit daß, damitrc. h) Adjectiv -Sä tze (im attributiven Berhältniß),dieRelativ-Sätze,durchdieRelativpronoininaein-gefnhrt. o) Adv erbial-S ätze zur Bezeichnung desOrtes (wo rc.), der Zeit (als, während, nachdem,bis, bevor rc.), der Cansalität und Modalität. Dieletzteren drücken eine Vergleichung durch wie rc. aus,dein häufig ein so gegenübersteht: solche Sätze mitdemonstrativer Entsprechung zur Bezeichnung einerWechselseitigkeit (wie — so, je — desto) heißen cor-relative. An die-Qualitäts-u.Quantitäts-Sätzeschließen sich die consecntiven od. Folge-Sätze (so—Laß). Eine Cansalität bringen znni Aus-druck, außer den eigentl. Causal-Sätzen (weil, darc.), auch die conditionalen (hypothetischen, Äe-dingnngs-) Sätze, von welchen Ser eine einen ange-nommcnen Fall aufstellt, der andere die Folge an-gibt, durch: wenn, gleich als wennrc.; n. dieCvn-c e ssiv-Sätze,welcheeineEinräumungsei eszu einembedingten od. wirklichen Fall enthalten (wenn auch,obwol, während rc.). Die Folge ist eine der Erwar-tung entgegengesetzte. In Len beiden letzten Fällengeht häufig der Neben-S. dem Haupt-S. voraus:dann heißt dieser Nach-S., jener Vorder--L.Übrigens ist die Eintheilnng nach den Gliedern deseinfachen S-es keineswegs strikt: namentlich die Re-lativ-Sätze treten häufig für Substantiv- u. sürAd-verbial-Sätze ein; auch sonst nähern sich in den ver-schiedenen Sprachen einzelne Gruppen mehr als dieKategorien erwarten lassen. Sind die Theile eineszusammengesetztenS-es harmonisch gegliedert,so heißter Periode. Z) (Musik), jeder einzelne in sich abge-schlossene Gedanke eines Toustücks. Tritt einem sol-chen S. ein anderer gegenüber, so wird der ersteVorder-, der andere Nach-S. genannt; beide zu-sammen bilden eine Periode. Man unterscheidetaußerdem: Haupt- S. (Thema, s. d.), Neben-S.,Durchsnhrungs- od. Mittel-S. u.L>chluß-L>.DannheißteinS.jederHaupttheileines aus mehrerenabgeschlossenen SlllckenbestehendenMnsikstücks; manspricht daher von einem ersten, zweiten, dritten S.;daher auch in dieser Hinsicht Allegro-, Adagio-S. rc.Endlich heißt S. die harmonisch - grammatische Be-schaffenheit eines Toustücks; man unterscheidet daherstrengen S., d. h. solchen, wo alle grammatischenRegeln über die mehrstimmige Schreibweise genaubeobachtet find; od. freien S., wo dies mit größererFreiheit geschieht. Auch spricht man von einem z w ei-,drei-, vier-- und mehrstimmigen S., nach derAnzahl der Stimmen, welche denselben ausführen(vgl. Contrapnnkt). 2) Eberhard, s) Siebenrock.