Sassaiiidcn — Satüio.
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unten weißlichen Blättern, gelblichen, in Afterdoldenstehenden Blllthen, röthlichblanen erbsengroßen Bee-ren; die Wurzeln n.Wnrzelstöcke, das Sassafrasholz(Iä§ünm 8.), sind von weicher, fast schwammigerTextur, gelbbrännlicher, röthlicher Farbe, süßlichem,gewürzhaftem, etwas scharfem Geschmack u. fenchel-artigem Geruch; sie geben einen rothen, durch Eisenolivengrün werdenden, wässerigen, dnnkelrothen gei-stigenAuszug, ans welchem ein kräftiges dunkelbrau-nes Extract bereitet wird, das für sich oder als Zu-satz zu blutreinigenden Holztränken, auch als expec-torirendeS Brnstmittel häufig angewendet wird. DieRinde (Sassafrasriude, Oortox liZni 8.) ist leicht,schwammig, dick, zerbrechlich, runzelig, graulichbranuroth, das Holz an Geruch und Krästen übcr-trefseud. Im 8.ist reichlich enthalten: Sassafrasöl(OIsum ÜAni 8.), frisch bereitet wasserhell, allmäh-lich gelb, endlich roth werdend, von dem feinsten u.kräftigsten Sassasrasgeruche n. feurigem Geschmacke.BeimAufbewahrcn setzt es vielStearopteu ab. Engter.
Sassaniden, so v. w. Sasanideu (s. d.).
Sassaparikle (Sarsaparille, voin span. 2arra,Brombeerc n.I?ariIIa, Namen des ersten Anwenders),dieWnrzel mehrercr Artenvon8miIax, von oft bestrit-tenerHeilkraft; lange, etwa federkieldicke, nicht knotige,außenbrännliche, bestäubte, innen weißliche Wurzel-fasern, von geringem Geschmack n. Geruch, als haupt-sächlich wirksamenBestandtheil Smilacin enthaltend.Es kommen im Handel mehrere Sorten S. vor: ei)MitdünnerRindc: S. von Veracrnz, von8milaxmoüioa Ae/rkc/ckck.; L>. von Lima; S. von Ja-maica, wahrscheinlich von 8. oküomaüs; S. vonTampico. L) Mit dicker Rinde: S. von Ca-racas; S. von Honduras, von 8. s^pbiliticaLumb.; Brasilische S. (s. vouLissabon, S. vonPara), zum Theil von 8.eorckabo-ovaba,I^,-s., zumTheil von 8. s^pbilitioa Mükc?., welche beide Sor-ten absichtlich vermengt werden. Die S. gilt bes. alsMittel gegen Syphilis und bildet als solches einenHauptbestandtheil des Zittmannschen Decocts.
Sassari, 1) Provinz u. nördlicherTheil derJnselSardinien (s. d.), 10,726 Hjirm (195, g siZM) mit213,452 Ew. (22,g ans 1 HZIrm, auf Sardinien 26,ganzJtalien 90,-,). 2) Hauptstadt darin, durch Eisen-bahn mit Ozicri n. ihrem Hafen Porto Torrcs ver-bunden, von Mauern (erbaut durch die Genuesen)umgeben, mit Castell (durch die Spanier errichtet);im Ganzen gut gebaut; Sitz eines Erzbischofs, Ka-thedrale, Universität mit Museum (1876 — 77 von70 Stndircndcn besucht), geistliches Seminar, Ly-cenm, Gymnasium, technische Schule, Theater; ansder stattlichen Piazza Statue des Handelsrechtsleh-rers Aznni; schöne Spaziergänge, herrliche Umgeb-ung; Handel mit Prodncten der Landwirthschaft u.der Viehzucht; 30,542 Ew. (Gem. 32,674). Im Aug.1855 durch die Cholera decimirt. Schroot.
Sasse, in der alten Gerichtssprache jeder Besitzervon Grnndeigenthnm, man unterschied je nach derArt des Besitzes: Frei-, Land-, Hintersassen rc.
Sassenage, Marktflecken im Arr. Grenoble desfranz. Dep. Jsere, am Furon; Schloß, Fabrikationvon Tuch, Eisenwaaren n. vorzüglichem Käse (Sas-senagenkäse; (1872) 1154 Ew. In der Nähe dieRauschende Grotte od. die Höhle von S. (Iwseavss cks 8.), eins der Wunder der Dauphine.
Sassendorf, Dorf im Kreise Soest des preuß.
Rezbcz. Arnsberg, in der Börde, Station der West-fälischen Lüaatsbahu; Saline, Gartenbau; 1140 E.
Sassrn, Marktflecken im Ungar. Comitat Ober-nentra, links au der Myava; Hauptort einer gleich-namigenkaiserl.Herrschaft; Wallfahrtskirche mitwnn-derthäligem Marienbild, Znckerraffineric; 2600 Ew.
Sassisch, eine Bezcichmmg, welche Wolke u. K.Schelle zu Anfang des 19. Jahrh. für nieder-deutsch (nicdersächsisch) emzuführen versuchten.
Saßlatvl, Kreisstadt im russ. Gouv. Vvlhynien,am Goryn; hat mehrere Fabriken, lebhaften Han-delsverkehr (Getreide, Vieh), 7360 Ew.
Saßnitz, Dorf auf der SOKüste der Insel Rü-gen, im preuß. Regbez. Stralsund; Seebad (1877:1524Badegäste), Kreideschlämmerei, Fischerei; etwa231 Ew. Von S. nach der Stnbbenkammcr führtein prachtvoller, 7 Irin langer Waldweg durch denBuchenwald Stubbuitz; regelmäßige Dampferver-bindnng mit Swinemünde während der Saison.
Sassofcrräto, Stadt in der ital.Prov. Ancona,am Sentino; Geburtsort des Malers Salvi, vondem sich in den Kirchen Gemälde (Madonnen) fin-den; 2488 Ew. (Gem. 7693). In der Nähe lag dasalte Scutinnm, von dem noch Trümmer vorhanden.
Sassoferrato, italien. Maler, so v. w. Salvi.
Sassolin, Mineral, natürlich vorkommends Bor-säure , findet sich in seinen schuppigen oder faserigentriklinoedrischen Krystallen, lose oder zu krnstensör-migen od. tropfsteinartigen Massen vereinigt; spalt-bar basisch, sehr vollkommen; Härte 1, spec. Gew.1,4—l,^; mild, biegsam, fühlt sich fettig an, farblos,grau, gelblichwciß, perlmutter-glänzend, durchschei-nend; schmeckt schwach säuerlich; löst sich leicht in hei-ßem, schwer in kaltem Wasser; schmilzt vor dem Löth-rohr und färbt die Flamme grün. Findet sich alsSublimat mancher Vulkane und als Absatz heißerQuellen; JuselBolcano, Sasso, Larderello u.a. Or-ten Toscauas (bes. in den Suffionen). Lehma«:.
Sassnolo, Stadt in der ital. Prov. Modena, ander Secchia; chemal. herzogl. Lustschloß mit Park;3275 Ew. (Gem. 6245). In der Nähe der vulka-nische Berg Zibio mit Steinolqucllen.
Sasyk, 1) ansehnlicher Strandsee, gebildet durchdie Flüsse Kagalnik und Sarta, an der WKüste desSchwarzen Meeres, 1856 im Pariser Frieden vonRußland an dieMoldau abgetreten, 1878 durch denBerliner Congreß zurück erhalten. 2) See in ver-russ. Prov. Semiretschensk (WSibirien), am Fußedes dsnngarischen Alpenlandcs.
Satan (hebr.), 1) so v. w. Widersacher, Feind.2) Haupt der gefallenen Engel, der Teufel; daherSatanianer, nach EpiPhauiuS eine Secte imOrient, welche den S. als einen mächtigen u. gro-ßen Feind verehrten, damit er ihnen nicht schade;ohne Zweifel sind cs christliche Mafsaliancr (s. d.),deren Dämoncnlehre mißverstanden wurde. Sa-tanisch, so v. w. teuflisch.
Satansaffc, s. Affen 225.
Satanspilz, s. Boletus.
Satara (Sattara), 1) Collectorat der indo-brit.Präsidentsch. Bombay, am OAbhange der WGHat,ein sich allmählich senkendes Hügelland, bewässertvom oberen Laufe der Kistna; 14,800 djicm und1,116,050 Ew., meist Mahratten, ferner aus demwilden Stamme der Ramnsi. S. war früher einmahrattisches Fürstenthnm, dessen Regenten seil