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Sartorius Freiherr von Waltcrshausen — Lassati-s-s.
schastsbilder und Skizzen ans dem Volksleben, mitStahlstichen nach Ausnahmen von Nugendas, Darm-stadt 1855—58 (gleichzeitig englisch) ;'anch veröffent-lichte er: Mexico, ein Ziel deutscher Auswanderung,ebd. 1850. 2) Ernst Wilhelm Christian, nam-hafter lutherischer Theolog streng orthodoxer Richt-ung, geb. 10. Mai 1707 in Darmstadt; studirte seit1815 Theologie in Göttingen, wurde hier 1819 Re-petent, 1821 Professor der Theologie zu Marburg,1824 Professor zu Dorpat, 1835 Oberhospredigcru.Generalsnperintendent zu Königsberg in Preußenu. st. 13. Juni 1859. Hanptschriftcn: Die lutheri-sche Lehre vomUnvcrmögendessreienWillens, Gött.1822; Die Lehre der Protestanten rc., ebd. 1822;Die Religion außer den Grenzen der bloßen Ver-nunft, ebd. 1822; Die Verwandtschaft des Ratio-nalismus und Romanismns, 1825; Die Lehre vonChristi Person und Werk, Hamb. 1831, 7. A. 1860(ins Holländischen, a. Sprachen übersetzt); DieLehrcvon der heiligenLiebe, Stnttg. 1840, n.A. in einemBd., ebd. 1861; Über den alt- n. nentestamentlichenCnltns, ebd. 1852; Beiträge zur Apologie der Augs-burger Confessio», 2.A., Gotha 1853. S. redigirteauch 1825 n. 1826 die Beiträge zur Vertheidignngder evangelischen Nechtglänbigkeit u. war einer derbedeutendsten Mitarbeiter an üerHengstenbergischenEvang. Kirchenzcitnng. >) Schroot. 2 ) Löffler.
Sartorius Freiherr von Waltcrshausen,1) Georg, Historiker, geb.25.Aug. 1765 inKassel,studirte in Güttingen Theologie, später aber nurGeschichte n. deren Hilfswissenschaften, wurde 1792Privatdocent an der Universität, 1797 ProfessorderPhilosophie u. 1814 Professor der Politik. Im sel-ben Jahre sandte ihn der Herzog von Weimar nachWien zum Congreß, von dem er jedoch schon 1815wiederkehrte, uni in die Hannoversche Ständever-sauimlnng zu treten, der er bis 1817 angehörte.König Ludwig I. vonBayern erhob ihn in den Adels-stand. S. st.24.Aug. 1828. Hauptwerke: GeschichtedeshansealischenBundes, Gött. 1802—1808.3 Bde.;Urkundliche Geschichte des Ursprungs der DeutschenHansa, herausgcg. von Lappenberg, Hamb. 1830,2 Bde.; Versuch über die Negierung der Ostgothenin Italien, ebd.1811. 2) Wolsgang, bedeutenderdeutscher Mineralog n. Geolog, geb. 17. Dec. 1809zu Göttingen, wandte sich schon früh seiner Fach-wissenschaft, namentlich den vulkanischen Erschein-ungen zu. 1830—33 studirte er zuGöttingen; völ-lig unabhängig, machte er größere wissenschaftlicheReise». So untersuchte er 1834 die Alpen u. Ita-lien, 1835—37, sowie 1838—43 Sicilien, wo er-den Ätna untersuchte, in der Zwischenzeit, sowie1846 Island, wo er sich ebenfalls den vulkanischenErscheinungen besonders znwandte, 1845 Englandn. die Hebriden; 1847 durch Skandinavien zurück-gekehrt, wurde er Professor in Göttingen n. mußteseiueNeisen einschränkcn, doch war er 1859 in Ruß-land, 1864 u. 1869 n. 1870 abermals in Sicilien.Er st. 16. Oct. 1876 zuGöttingen. Sein Hauptwerkist das über den Ätna mit Atlas von 8 Lieferungenin Fol. 1853 gab er einen Atlas von Island her-aus u. in demselben Jahre eine Schrift über Vulkan.Gesteine von Island n. Sicilien. 1865 gewann er-den Preis der Holländ. Gesellschaft zu Haarlem durchseine Untersuchungen über die Klimate der Gegendwar! u.Vorwelt, Harl. 1865. JndcnletztcnLebcns-
jahrcn beschäftigten ihn erneute Untersuchungen über-den Ätna: Der Ätna n. seine Umwälzungen, 2 Bde.,u. ein Supplement des Atlasses. Er schr. auch eineBiographie von Gauß, 1856. i) Lagai. 2 ) r.
Sarmn, s. Salisbury.
Tarn» (Saran, auch nach dem Hanptort Tscha-pra genannt), District der indobrit. Division Patna(PräsidentschaftBengalen), am linken Ufer des Gan-ges, eine fruchtbare, Cerealien, Zucker, Indigo hcr-vorbringende, vom Gandak und dessen Nebenflüssenbewässerte Ebene; 6874 Uslcm und 2,063,860 Ew.Hauptort ist Tschapra (s. d.).
Sarviz (Sar, Scharwasser-), rechter Nebenfluß,der Donau in Ungarn, entsteht ans mehreren kleinenFlüssen, welche ans dem Bakonyerwalve im Stnhl-wcißenbnrger Comitate entspringen, fließtvonStnhl-weißenburg bis Simontornya, wo er den Sio auf-nimmt, in dem 340 Icm langen, vorzngsweise zurAustrocknung der Sümpfe zwischen Stuhlweißen-bnrg u. Sexard dienenden Sarviz- od. Palati-nalkanale, geht durch das Tolnaer Comitat undmündet bei Bata.
Sarzäna, Stadt in der- italien. Prov. Genua, ander Magra, Station der Oberital. Bahn; Bischof-sitz, Bergschloß, Kathedrale im Italien.-gothischen Stil,Gymnasium, Seminar, Technische Schule, Theater;verschiedene Industriezweige, Oel- und Seidenbau;3667 Ew. (Gem. 9533). Vaterstadt des Papstes Ni-kolaus V.(Statue an derKathedrale). VonS.stammtauch ein Zweig der Familie Bonaparte.
Sarzeau, Gem. im Arrond. Bannes des franz.Dep.Morbihan, auf derHalbinsel Rhuis, mit einemäußerst milden Klima (es sriert hier niemals); kleinerHandelshafen, Schiffbau, Salzteiche, Schifffahrt,Seidenbau, Wind- und Wassermühlen, Handel mitHolz, Eisen, Wein, Getreide, Vieh, Salz rc.; See-bäder; 5718 Ew.
Sasaniden, die Dynastie des mittelpersischenReiches (226—641 n. Chr.), s. Persien, S. 242 f.
Sasbach, Kirchdorf im Amtsbez. Achern desbadischen Kreises Baden; 1360 Ew. Hier 27. Juli1675 Gefecht, in welchem Turenne blieb; dem hier1781 ein Obelisk n. 27. Juli 1829 ein Denkmal er-richtet wurde.
Saschin (Fäden), rnss. Längenmaß von 3 Arschi-nen od. 7 rnss. Fuß — 2,ign in.
Sasena (Sasino, Sasso), Insel in der Straßevon Otranto vor dem Busen von Avlona, zu Grie-chenland, Nomarchie Korfu, gehörig.
Saskatchewan (Saskaschewan), Fluß im kana-dischen Nordwest-Territorinm; entspringt am OAb-hange derRockyMountains in 2Quellenftüssen,demNorth Brauch und dem South Brauch, welchesich bei Fort Hindson vereinigen; er bildet dann meh-rere seeartige Erweiterungen u. fällt nach einemLaufevon etwa 2400 km, wovon 1500 schiffbar, in de»Winipeg-See u. durch diesen als Nelson in dieHnd-sons-Bai des Atlant. Oceans. Sein Stromgebietbeträgt über 1,250,000 Hjlcm. Schroot.
Sassa, Klippspringer, s. Antilopen.
baosakrasÄses, Pflanzengatt, ans der Fam.lmn-raesas (IX. 1), sonst zu b-anras gerechnet, von dieserGattung durch das 6theiligePerigon u. die 4-, nicht2fächerigenAntheren verschieden. Art: 8. okstoinaioäVses (lmnrns 8., Sassasrasbanm), mäßig hoherBaum in NAmerika, auch bei uns überwinternd, mit