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Satellit — Sattel.
1819 unter Oberaufsicht der Briten standen; 1848wurde es eiuverleibt. 3) Hauptstadt darin, anderKistna auf einem steilen Felsen; 22,802 E. Thiele»,-»,».
Satellit (v. lat. 8ntvIIo8), Begleiter, Leibwäch-ter, Trabant; in der Astronomie so v. w. Nebenpla-nct, Trabant, Mond.
Saterland, Landschaft iin Kreise Kloppenbnrgdes Großherzoglhnms Oldenburg; liegt zwischen denFlüssen Marke n. Ohe, welche nach ihrer Vereinig-ung Satcrems (Leda, Sagellertief) heißen und indie Ems sich ergießen. Das S. ist etwa 18 lein langu. 8 kirn breit ü. reich an Mooren. Die Bewohner,etwa 3400 an Zahl, bauen Getreide (Buchweizen),treiben Viehzucht (Schafe und Rinder), Fischerei,Jagd, Torfgräberei, Brennerei, Schifffahrt, Handelmit den Landeserzeugnissen,vorzüglich mit Butter n.Käse. Sie sind Abkömmlinge der alten Friesen, miteigenem, altsrics. Dialekt, eigenthiimlichen Sitten u.Gebräuchen, früher lnther., jetzt kathol.Confession u.wohnen in den 3 Gemeinden Scharrel, Ramsloh u,Strücklingen des Amtes Friesoythe. H- Berns.
Satin (fr.), so v. w. Atlas (s.d., sowie Gewebe).
Satiniren, Glätten des Papiers mittels der Sa-linirwcrke, s. Buchdrücken.
Satire (nicht Salyre), vom lat. Labira oder 8a-tura, ist im späteren römischen u. im modernenSinne ein reflectirendes, beschreibendes n. erzählen-des Gedicht, das die — hauptsächlich in der Oeffent-lichkeit hcrvortretenden — Gebrechen, Thorheiten u.Laster, gewöhnlich in allgemein-gehaltenen, einzelnewirkliche Personen nicht kenntlich machenden Zügenn. in pädagogischer Absicht, theils in launigem Tonepersiflirt (heitere, lachende S.), theils mit herbemSpotte verfolgt (ernste, strafende S.). 8atura be-deutet die mit allerlei Früchten bedeckte Opferschiis-sel (lanx) bei den Herbst- u. Erntefesten, eine ausvielen Stoffen zusammengesetzte Speise, ein Gedichtiiber allerlei Dinge, ein dramatisches mixeä-piels,eine Far^e, die später den Atellanen als Lxockiniufolgte oder in denselben aufging, auch ernstere Dra-men (vgl. d. Art. Komödie) begleitete. Aus der dra-matischen 8atwra, einem echtrömischen Nationalge-wächse, entwickelte sich die eben genannte reflectirend-bcschreibend-erzählende, der Lncilius im Wesent-lichen ihren Pfad auwies. Die berühmtesten Nach-folger dieses Dichters in der römischen Literatur sindHoratius,Persiusn.Jnvenalis.(S.diebetres-senden Artikel u. Bähr, Geschichte der römischen Lite-ratur, 4. A., Karlsruhe 1868; I, 177 ff. 541 ff.)Nach dem Vorbilde der untergegangenen Schriftendes KynikersMenippos dichtete IN. TerrentiusVarro im 1. Jahrh. n. Chr. 15» libri satararumlienippoarnm, davon uns erhaltene Bruchstücke zei-gen, Laß er hauptsächlich die Bestrebungen einzelnerPhilojophenschulen verspottete (s.Bähr u. a. O., S.551 ff.). Name u. Wesen der rcflectirend-beschrei-bend-crzählenüen S. ging aus der römischen in dieromanischen u. germanischen Literaturen über. Überdie S. im Allgemeinen schrieb unter den NeuerenPaldamus, Greissw. 1834. G. Zimmermaim.
Satirisch, spottend, geißelnd.
8stir (lat.), genug.
Satisfaction, Genugthuung, bes. durch Abbitteund Ehrenerklärung, oder im Duell; Befriedigung,Schadloshaltnng, Bezahlung.
Satisfactionskiage, die Klage behufs Ver-
folgung der Ansprüche wegen Schwängerung gegenden Schwängerer.
Satledsch, s. Setledsch.
Sator, einer der heiligen Drei Könige (s. d. 1).
Satpura-Gcbirge, Bergkette im westl. Indien,welche, in der Richtung von O. nach W. verlaufend,die Thäler der Tapti u. Nerbndda trennt. Nach je-ner im S. hin ist sie steil abfallend, nach dieser imN. allmählich. Sie erstreckt sich bis zum Arab. Meer,dort Radschapippali (s. u. Radschpipla) genannt.
Satrap (gr. altpers.Lsbatrapavan,
Reichsbeschützer), der Titel derProvinzial-Statthal-ter im alten Persischen Reich, der sich bis zu derSa-saniden-Dynastie erhielt. Ihr Bezirk hieß eine Sa-trapie. Diese Einrichtung stammte von Darios l.,unter dem es ini Anfang 20, später mehr gab. Un-ter den Seleukidcn war Las Reich in 72, unter denParthern in 18 getheilt.
Satsuma(Satznma), einst ein mächtiges Lehns-fürstcnthnm im siidl.Lheil der japan. Insel Kiusiu,mit der Hauptstadt Kagosiina, die 3 Bcz. L-atsnma,Osnmi u. Hiuga und die südwärts liegenden Inselnbegreifend, dessen Herrschaft zeitweilig sich auch überdie Amakusa- und Liu-Kin-Jnseln erstreckte. SeitJahrhunderten der Familie Simadsn gehörig, wi-dersetztcn sich seine Bewohner energisch 1863 derZulassung von Fremden, weshalb Kagosima bom-bardirt wurde. Hier war auch derHerd des seit1875wüthendeu hartnäckigen Aufstandes gegen die Re-gierung des Mikado, der erst Ans. 1878 niedergeschla-gen wurde. Nach der neuen Eintheilung ist es ein Ken(Bezirk) mit der Hauptstadt Kagosima. Thiele»,an».
Sattara, s. Satara.
Sattel, 1) der für den Reiter auf dem Rückendes Pferdes zu befestigende Sitz, besteht ans demGerüste, welches ans 2 rundgebogenen, der Formdes Pferderllckens angepaßten, sog. S-bäumen vonHolz, Stahl oder Fischbein n.den sie verbindendenStegen zusammengesetzt ist. Die äußeren Thcile desS-s sind: das S-kissen, eine unter dem Gerüste an-gebrachte Polsterung, wodurch der Sattel weich aufdem Pferdcrücken anfliegt; der S-knopf, der vor-derste Theil des S-s; der eigentliche L>itz; die beidenS-taschen oder Sitzblätter zum Anlegen der Ober-schenkel des Reiters; die Steigbügel nebst Riemenund die Gurte zur Befestigung des S-s auf demPserderucken. Ferner befinden sich an jedem S. diezur Befestigung der Steigbügel sowie der Gurtenerforderlichen Krampen, Strippen und Schnallen.Die hauptsächlichsten, gegenwärtig im Gebrauch be-findlichenReitsättel sind: der englischeS. od. Pritscheu. der ungarische S. oder Bock, außerdem sind nochzu erwähnen der deutsche u. der französische S. Dererstere hat vor u. hinter dem Sitze gepolsterte Pau-schen , wodurch dem Reiter ein festerer Sitz gewährtwird; er war früher in Deutschland allgemein imGebrauch, ist aber nach und nach durch andere Mo-delle verdrängt worden; zur Zeit haben ihn bei derdeutschen Reiterei nur noch die Kürassiere, u. aus-nahmsweise wird er noch als sogen. Schul-S. zumAnreiten junger Pferde aufgelegt. Der französischeS. unterscheidet sich von dem deutschen nur dadurch,daß die Hinteren Panschen fehlen und die vorderenetwas niedriger sind. In der deutschen Armee sindvorzugsweise der englische und ungarische S. einge-führl: ersteren reiten alle nicht den berittenen Trup«