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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
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Sandstrahlgebläse Sandwich.

theils röthlich od. braun, eckig u. gewöhnlich in derGröße sehr verschieden. Weiß od. röthlichweiß, nichthart, etwas zähe; findet sich ausgezeichnet in denoberen Regionen des bunten L>-s. m) Kieselig-thoniger S. (körnige Grauwacke), ist der S. derGranwackenformation, die eigentliche Grauwacke,das thonige Bindemittel, ist von Kieselerde mehr od.weniger durchdrungen, so daß das Gestein sehr hartu. fest erscheint; Glimmer fehlt fast nie n. ist oft insolcher Menge vorhanden, daß das Gestein schieferigwird. Ein solcher S. ist der Glimmer-S. (Mi-copsammit).n)Arkose(Feldspathpsammit)ans erb-sengroßen, graulichen od. weißen Quarzkörnern undröthlichweißen oder fleischrothen Fcldspathkörnern,mit granlichweißem, quarzigem Bindemittel; enthälthäufig Glimmerblättchen. Unterste Schichten derLiasformation in Burgund, bes. an der Grenzedes Granites od.Gneißes; Steinkohlenformation derRheinpfalz n. in Sachsen, im bunten S. von Walds-hut in Baden, Liebenstein in Thüringen, Marburgin Hessen, tertiäre Formation der Auvergne, o) Co n-glomeratartigcS-e nennt manS-e, welche grö-ßere Geschiebe von Quarz und Gerolle von anderenGesteinen enthalten u. daher den Übergang von denS-en zu den Conglomeraten bilden. Manche S-esindreich anVersteinerungen(Spiriseren-, Walchien-,Schilf-, Nnmmnliten-S. u. a.). Die S-e werdenhäufig nach ausgezeichneten Fundorten benannt, soals Potsdam-, Catskill-, Vogesen-, Dcister-S. n.a.Man benutzt die S-e als Baumaterial zu Bruch- n.Hausteinen, zu Platten, Fenster- u. Thürgewänden,Treppenstufen, Gesimsen; ferner zu Säulen, Vasen,Grabmälern, Statuen rc., außerdem zu Mühlsteinen,zu Schleif- und Wetzsteinen rc. Lehmann."

Sandstrahlgebläse sind Maschinen, in denenmittels Sand, der Lurch einen Luststrahl gegen dieOberfläche harter n. spröder Körper jederArt (Glas,Stein, Metalle, Thon, Holz, Bein rc.) geschleudertwird, dieselbe mattirt, dessinirt n. überhaupt bear-beitet werden kann. Der Erfinder dieser Maschinenist B. C. Tilghman in Philadelphia, der im Oct.1870 ein Patent für die Nordamerika». Union ansdieses neue Verjähren des Glasschleifcns u. Schnei-dens nahm. Er benutzte zur Hervorbringung desLuftstromes ein gewöhnliches rotirendes Gebläse vonca. 80 am Durchmesser n. 1500 Umdrehungen perMinute, einen Windstrom von 10 ein Wassersäulen-höhe Druck liefernd, leitete diesen Lnsstrom Lurch einaussteigendcs, 2,g ein weites Rohr, an dessen oberemEnde der Sand zngeführt wurde, n. ließ die Glas-platte in 2,g3 om Höhe über der Rohrmündunglangsam vorllbcrgleiten. Eine 10 bis 15 Minutendauernde Einwirkung des Sandstrahls erzeugt einvollständiges Matt auf gewöhnlichein hartem Glase.Wurde die Glasoberfläche musterartig mit weichemod. elastischem Material (Papier, Kautschuk, Ölfarbe)bedeckt, so griff der Sand nur die sreigelassenen Par-tien an u. erzeugte dadurch Zeichnungen, matt aufblankem Grunde od. umgekehrt. Durch verbesserteRegulirung des Sandstrahls gelang es ferner, aufGelatine hergestellte photographische Copien seinerMeistist- wie Federzeichnungen, sowie endlich directnach der Natur photographisch aufgenommene Ge-latinebilder auf Glas zu übertragen. Bei den jetztzum Ornamentiren großer breiter Flächen (Schlei-fen von Tafelglase) angewandten S-n liefert ein

Ventilator, der durch eine ca. Ipferbige Dampfma-schine bewegt wird n. über 3000 Umgänge per Mi-nute macht, einen Luftstrom, weicher mit einem Druckvon ca. 30 ein Wassersäule in einen Holzkasten ein-tritt, in dessen schlitzartigem Mundstück die Mischungvon Sand u. Luft und deren Ansschleudernng ansdas darunter hindnrchgefllhrle Glas geschieht. Einesolche Maschine schleift mit einem Durchgänge eine130 am breite Glastafcl vollkommen matt u. liefertin lOstündigcr Arbeitszeit gegen 150 ssZm mattirtesod.dessinirtcsGlas. SpäterconstruirteG.F.Morsein New Jork ein S. ohne treibenden Motor, indemer ans einem Kasten durch ein ca. 3 in langes engesRohr eine pnlverförmige Mischung von Korund n.Schmirgel ohne alle Maschinerie auf das zu matti-rende Glas herabfallen ließ. Ein sehr einfaches S.für die Herstellung matten Ornamentschliffs aufHohl- n. Tafelglas n. bes. für die Gravirung kleine-rer Objecte geeignet construirte Herve-Mangon.Ein nach unten trichterförmig anslanfcnder, mit heb-barem Deckel versehener Blechcylinder zur Aufnahmedes trockenen Schleifsandes wird in seiner Achse vondem absteigenden Rohr eines beliebigen Gebläsesdurchzogen. Dieses Gebläserohr mündet zngespitzt indas concentrische weitere Sandabflnßrohr des Blech-cylinders, welches in seinem obersten Theile mehr-fach durchlöchert ist, um das Anfängen der Anßenlnftzu ermöglichen. Der ganze Apparat steht aus einemverstellbaren sicheren Stativ, das gestattet, ihn zuheben od. zu senken. Unter der Düse des Apparatswird nun das, wo es unangcgriffen bleiben soll, durcheine Papierschablone od. einen Überzug von elasti-schem Firniß gedeckte Glas mit der Hand dirigirt u.,wenn thunlich, um die Belästigung der Arbeiter durchStaub zu vermeiden, der untere Theil des Apparatsmit einem Kasten gedeckt. Br-mnc.

Sanduhr(Sandläufer),einesderältestenZeitmeß-instrnmente, bestehend aus einem mit einer bestimm-ten Menge Sand gefüllten Gefäße, aus welchem derSand durch eine Oeffnung im Boden stets in dersel-ben Zeit in ein untergestelltes Gefäß ausfließt. Ge-wöhnlich besteht die S. ans zwei übereinander ste-henden Glasgesäßen (daher Sandglas), die an derdurchbohrten Spitze, nach welcher hin sich beide trich-terförmig verjüngen, verbunden, nach außen abergeschlossen sind. S-en gebraucht man heutzutage bes.bei der Schifffahrt (s. Logg), sowie in der Küche zurZeitbestimmung beim Sieden der Eier.

S andusky, 1) County im Nordamerika». Unions-staate Ohio, 41» n. Br., 83» w. L.; 25,503 Ew.;Hanptort: Fremont. 2) Hauptort des Erie Countyim nordamerikan. Unionsstaate Ohio, ander San-dnsky-Bai des Erie-Sees, Endpunkt von 3 Eisen-bahnen; trefflicher Hafen, bedeutende Fischerei, ver-schiedene Industriezweige; 13,000 Ew.

Sandwich, 1) Stadt in der engl. Grafsch. Kent,unweit der Münvung des Stonr in die Nordsee,Eisenbahnstation; 6 Kirchen (darunter die angelsächs.Clemenskirche), Lateinische Schule, Gerberei, Schiff-fahrt, Handel mit Getreide, Wolle, Leder rc.; Hafen,ziemlich versandet; 1871: 3060 Ew. S.ist sehr alt,gehört zu den Cinque Ports (s. d.) u. war ehemalseiner der berühmtesten Häfen Englands n. ummauert.2) Hauptort des Essex County in der canad. Prov.Ontario, am Detroit, gegenüber von Detroit (Mi-chigan), Eisenbahnstation; 7136 Ew.