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Sands —
Malta. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland hei-rathete er Johanna von Milckau auf Stockau, gingaber nach Amsterdam, wo er blieb, bis seiner Fraudas Gut Stockau bei Ingolstadt zufiel. Als er diesverkauft hatte, wendete er sich nach Augsburg; 1848wurde er nach Nürnberg berufen, um aufdem Nach-hause das große Friedesbauquet u. 1650 nach Wien,um den Kaiser FerdinandIII. zu malen, welcher ihnin den Adelstand erhob. 1672 zog er von Augsburgnach Nürnberg, wo er als Akademiedirector starb.Obwol kein schöpferischer Genius wußte er sich dochgute Vorbilder zu assimilircn u. erwarb sich so einengeachteten Namen. Werke, bes. in Nürnberg, Mün-chen, Schleisheim n. Salzburg; er schr.: Die deutscheAkademie der Bau-, Bildhauer- und Malerkunst,Nürnb.1675—79,2Bde., verbessertvonVolkmann,ebd. 1768—75, 8Bde.; loonoloZia cisornm gut abantignis oolsbanbur, ebd. 1680, Fol.; Mmiranciasoripbnras vsksris, ebd. 1680; Domas anbiguas stnovao tbsatrum, ebd. 1684 u. m. Regnet.»
Sands.Robert Charles,einerder begabtestenamerikan. Schriftsteller, gcb. 11. Mai 1799 in NewJork, wurde 1820 Advocat und st. 17. Dec. 1832.Erschr.: IbsLrickal okVaumonck(Nomanze),1817;mit Eastburn (st. 1819) das Epos ^amvicksn (überden Kampf der Indianer gegen die Fremden inNeu-cngland 1665 und 1676), 1820; ferner DistorioalDotioo ok Dernau Oortss 1828 u. Istks anck sorrs-sxonäenes ob llobn Dank llonss, 1830; endlich imVerein mit Bryant, Miß Sedgewick u. a. Hiss okDkaubor 8pa, 1832, 2. A. 1844. GesammtausgabeIVritinZs in kross anck Vsrss, ncktb a Llsrnoir (vonVerplanck), New Aork 1834. Körner.
Sandsäcke, ans grobem Sacktuch, ca. 60 omlange, 35 om breite mit Erde (daher auch Erdsäcke)od. Sand gefüllte Säcke, um bei Belagerungen aufsteinigem u. Felscnbodcn die Brustwehren der Bat-terien davon anfzuführen, auf den Brustwehren derFeldverschanzungen aus je fünf derselben die Schieß-scharten zur Kopfdeckung der Schützen zu formiren,sie bei Verdämmung der Minen anzuwenden rc.
Sandschak, Bezeichnung der Distrikte(Kreise) imtürkischen Reiche, in welche die Vilajcts zerfallen, s.Türkisches Reich.
Sandschak-Scherrf, s. Mohammedsfahne.
Sandstein, Gestein, welches vorzugsweise ausHirsekorn- bis erbsengroßen, oft auch mikroskopi-schen, krystallinischen, eckigen od. abgerundeten durchein Bindemittel verkitteten Qnarzkörnern besteht.Das Bindemittel ist gewöhnlich thonig od. kalkig, inder Regel nur in geringer Menge vorhanden, zu-weilen übectrifft es aber anch au Menge die Quarz-körnchen. Alle S-e sind neptnnische Bildungen undzeigen immer eine deutliche Schichtung. Wurde einSandsteingebirge durch spätere Erosion theilweisewieder zerstört, welches durch die vertikale Zerklüft-ung vieler Saudsteinbänke sehr befördert werdenmußte, so blieben von der früher weit ausgedehn-tcn Bildung nieist nur vereinzelte Felsen von oftmerkwürdiger Bildung übrig (Sächsisch-BöhmischeSchweiz, Teuselsmauer am Harz). Jeder geologischenEpoche gehören eigenthümliche Sandsteinbildungenan, welche danach ihre Benennung erhalten haben,so der Oldred-S., Culm-, Kohlen-, Keuper-, Lias,Hils-, Quader-, Braunkohlen-, Molasse.S. AlsMeeresbildungen oder Süßwassergesteine umschlie-
Sandstein.
ßen die meisten S-e viele Versteinerungen. Nachder Natur des Bindemittels unterscheidet man: a)QnarzigerS. (Kiesel-S., Glaswacke), mit kieseli-gem oder quarzigem Bindemittel; die Quarzkörnersind zuweilen krystallinisch, selbst mehr oder wenigerdeutlich ausgebildete Krystalle. Diese S-e sind meistsehr hart n. fest, weiß, gelblich- oder granlichweiß;k>) Thoniger S., das Bindemittel ist weißer oderverschieden gefärbter Thon, zuweilen auch Kaolin(Kaolin-S.), und hat sich oft stellenweise in flachen,rundlichen Massen (Thongallen) angesammelt, dieQuarzkörnchen sind abgerundet od. eckig, meist sehrklein. Die Härte n. Festigkeit hängt von der Mengedes Bindemittels ab, je mehr dieses vorherrscht, destoweicher ist der S. Der thonige S. enthält oft Glim-merblättchen beigemengt, zuweilen in solcher Menge,daß der S. dünnschieferig wird (S-schiefer). Er zeigtnicht selten eine quaderförmigeAbsonderung od. einestarke Zerklüftung, o) Kalkiger S., das Binde-mittel ist kohlensaurer Kalk, zuweilen mit kohlen-saurer Magnesia u. kohlensaurem Eisenoxydul ver-mischt, die Quarzkörnchen sind meist klein. MitSäuren brausen diese S-e stark u. das Bindemittellöst sich vollständig darin auf. Sie sind meist nichtsehr hart u. fest u. zerbröckeln leicht; gewöhnlich sindsie grau, gelblich oder grünlich, zuweilen enthaltensie weiße Glimmerblättchen in großer Menge, ä)Dolomitischer S. mit dolomitischem Bindemittel,findet sich bes. in den oberen Schichten des buntenS-s. s) Apatit-S., ein eigenthümliches sandstein-artiges Gestein von grauer, brauner bis schwarz-brauner Farbe, ist ziemlich hart und findet sich inSchichten unter einem Kalkmergel in einem bedeu-tenden Sandlager mit fossilen Knochen u. Geschiebenvon Eisenerz im mittleren Rußland; enthält nebenSand vorzugsweise phosphorsauren Kalk, k) Mer-geliger S., das Bindemittel ist ein Kalk- oder einTyonmergel u. herrscht häufig vor. Die mergeligenS-e sind meist nicht sehr hart, unrein graulich, bräun-lich od. weißlich, brausen mit Säuren mehr od. we-niger, enthalten oft Glimmerblättchen; finden sichim Weißliegenden, im bunten S., im Keuper u. bil-den zuweilen den Übergang des thonigen S-s in denkalkigen. A) Glaukonitischer S. (Grün-S.), einkalkiger oder mergeliger S , durch beigemengte kleineKörper von Glaukonit grün oder grünlichgrau; ge-wöhnlich sehr locker, geht selbst stellenweise in Grlln-sand über; hauptsächlich in der Kreideformation inSachsen, Böhmen, Westfalen u. England, ll) Side-ritische rS., Bindemittel, kohlensaures Eisenoxydnl,zuweilen mit kohlensaurem Kalk od. Thon gemengt.Graulichweiß od. grau, wird bei der Verwitterungröthlich od. gclblichbrann; in der Kohlenformation,geht in i) Eisenschüssigen S. über, wenn sich daskohlensaure Eisenoxydul in Eisenoxyd od. Eisenoxyd-hydrat verwandelt; diese S-e sind dann roth, bräun-lichroth, gelbbraun oder ockergelb, häufig enthaltensie Glimmer. Zuweilen betragt der Eisengehalt 20bis 40 °/o (Eisen-S-e). Ic) Barytischer S., Bin-demittel schwefelsaurer Baryt; sehr schwer, aber nichtsehr hart; bes. in der Tertiärsormation bei Kreuz-nach,Nauheim,Rockend erg u.Münzenberg inHessen.i)Gipsiger S., Bindemittel feinkörniger od. er-diger Gips, zuweilen Gipsspath; ersterer hat sichan manchen Stellen in rundlichen, platten MassenGipsgallen) angehäust; Quarzkörner theils weiß,