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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
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Samenknospe

Schädlich. Gattung: Brnoirns L., Muffelkäfer,Körper eiförmig oder quadratisch, Fühlerspitze kol-big; 300 Arten, die meisten sind scheckig behaart.Hierher: S.pisiL., Erbsenkäfer; 5mm,schwarz,dicht weiß grau, fleckig behaart, Tarsen n. Schienender Vorderbeine u. die 4 ersten Fiihlerglieder röth-lich gelb, auf der Hinteren Hälfte der Flügeldecke eineweiße Binde, auf der vorderen und auf dem Hals-schilde weiße Fleckchen; von Amerika eingeschleppt;in Erbsen sehr schädlich. L. Aiauarins L. u. ruti-rnanns, Bohnenkäfer, in großen Bohnen, S.lentis in Linsen, L. villosns in Besenginster. Farwick.

Samenknospe,sov.w. Eichen, s.u.Blüthe VIII.

Samenlappen (Cotyledonen, Bot.), s. u. Em-bryo und Cotyledonen.

Samenmantel, s. u. Samen.

Samenschlag, s. Verjüngung.

Samenftrang (Samenleiter, Vas ckekorsns), s.Geschlechtsorgane.

Samcnträger, so v. w. Nabelstrang (s. unterBlüthc VIII.).

Samhära, Küstenland von Habesch, flach n. sehrheiß, zum Theil im Besitz der Ägypter, zum Theilbewohnt von einigen nominell unterworfenen, no-madisirendcn Volksstämmen,denSchohos,denDana-kils, den Teroas n. a. Die wichtigste Stadt derLandschaft ist Massana (s. d.).

Samiel, s. Samacl.

Sämischgerber, s. Gerberei.

Samlanv, alte Landschaft in Ostpreußen, derTheil des Regbez. Königsberg, welcher südlich vomFrischen Haff n. dem Pregel, östl. von der Deimelu. nördl. vom Knrischen Hass, der Kurischen Nehrungu. der Ostsee begrenzt wird, u. in welchem die OrteLabiau, Tapiau, Königsberg, Fischhansen u. Pillauliegen. Er bildet ein mit Wäldern u. Seen bedeck-tes, an den Küsten sandiges Hügelland, dessen höch-ster Punkt der 110 in hohe Galtgarben ist. Diewestliche Steilküste zwischen Pillan u. der 32 in ho-hen Landspitze Brüsterort (mit Lcuchtthurrn) imNordwesten ist unter dem Namen Bernsteinküste be-kannt. Die Residenz der ehemaligen Bischöfe vonS. war Fischhansen (s. d.) Vgl. Gebauer, Weg-weiser durch S., 6. A., Königsb. 1876; Reusch,Sagen des prenß. S., 2. A., ebd. 1863; Passarge,Aus Baltischen Landen, Glog. 1878. H- Berns.

Sammelfrüchte, s. u. Frucht.

Sammellinse, s. Linse (Linsenglas).

Sammelspicgel, s. Spiegel.

Sammelwort, so v. w. Oollootivum.

Sammet (Sammt), dichtes feines Seidenzeug,auf dessen Oberfläche seine Fäden (Flor, Pole, Loli)in die Höhe stehen, s. u. Gewebe. Banmwollen-S.s. auch u. Manchester. Der Stuhl für glatten S. ausder Kette hat zwei Kettbänme, von welchen der Poil-baum viel geringere Spannung hat als der Grund-bäum und in Deutschland über, in Frankreich unterdem Grnndbanm liegt. Ferner find die Dregets inDeutschland und Frankreich verschieden, indem derdeutscheWeberdasselbeanfdenS.aufsetzt, wogegenderfranzösische Arbeiter keine Führung hat. Der Brust-baum dient beini S. nicht zum Aufwickeln derWaare,sondern er ist meist mit Nadeln besetzt, um die fertigeWaare so lange fcstzuhalten, bis dieselbe senkrecht nachunten laufend in einen Kasten (S-kasten) fällt. BeifaxonnirtemS. sind viele Poilbäume nöthig, weil sich

— Samniten.

die Fäden der Poilkette sehr ungleichmäßig einarbei-ten; diese Poilketten, welche dann nur wenige gleicheinarbeitende Fäden enthalten,liegen unterderGrund-kette in einem Gestelle (Klötzchenkasten), sie selbstheißen Klötzchen. Statt der mit Spitzen versehe-nen Brnstbänme wendet man auch hohle Bäume(Einlegcbäume) an. Man bezeichnet den Kett-S.nach der Anzahl der Poil- und Kettfäden, welche ineinem Rieth stehen, z. B. nennt man einen Zwei-Drei-S. (ß) einen S., bei welchem 2 Poilfäden und3 Kettfäden im Rieth stehen. Nur bei den bestenQualitäten des Seiden-S. ist die Grnndkette u. derEinschlag Seide; gewöhnlich sind Grundketten. Ein-schlag Baumwolle. Obwol beim Gebrauche des S-snur der Flor ins Auge fällt, wird solcher S. doch,weil die gefärbte Baumwolle früher verblaßt alsSeide, früher fahl als ganz seidener. Auch die Poil-kette wird jetzt häufig nicht aus eigentlicher Seide,sondern aus Schappe geschoren, welche allerdingsnicht die Widerstandsfähigkeit der Seide hat, so daßsich solcher S. eher plättet als der aus eigentlicherSeide. Stets ist bei gerissenem S. die Poilkette starkgedrehte Seide, damit der Faden nach dein Schnei-den auseinander springt n. gut deckt. Die fertige»S-stücke werden geschoren (ähnlich wie beim Tuch),um den Flor recht gleichmäßig zu machen. S-bLu>der heißen 4-Draht, 6-Draht u. 8-Draht, wenn i»einem Rieth 2 Poil- u. 2 Kettfäden, 2 Poil- n. 4 Kett- Hfädcn, 4 Poil- u. 4 Kettfäden stehen. Auch wechselt 1dort mehr die Zahl der Grundschosse n. man unter-scheidet Zwei- n. Vierschnß. Dis S-bänder werde»entweder mehrere neben einander auf einem Stuhl !(Posamentstuhl) gewebt und zwar die besten Quali- ?täten, oder auf Bandmnhlen, oder auf Doppelband- !Mühlen. BeysftL. j:

Sammetmilben (Lanfmilben, Virroinbiciläas >Deere/r.), Fam. der Milben, kleine meist lebhaft roth soder gelb gefärbte, weichhäntige Milben mit klauen- ^oder nadelförmigen Kieferfühlern, scherenförmige» fKiefertastern n. behaartenLauffüßen. Dahinlbrow-biäimn antumnals, winzige rothe Thierchen, derenLarven im Spätsommer im Grase leben n. auf dieHaut vonSchnittern, Spaziergängernrc. gelangen», khier sich einbohren und Jucken Hervorbringen. Io- )tranz'eiins teiarins macht Gespinnste auf Blätter,Zweige u. Stamm der Linden. si

Sammtlehn, das mehreren Personen gleich- kzeitig an demselben Gegenstand znstehende Recht.

Samuaun, Thal im Unterengadin und in dernordwestl. Spitze des schweizer. Kantons Graubün- :den, wird vom Schergenbach durchflossen, der unter- ihalb Finstermnnz in den Inn mündet.

Samniten, 1) Volk in Mittelitalien; ihr Land(Samnium) war gebirgig durch Zweige der Apen-nineun.lag zwischenApulien, Lncanien, Campanieu, LLatium u. dem Adriatischen Meere; der nördl. Theil Iwar rauh u. bes. zur Viehzucht geeignet, der südl. Imild u. fruchtbar. Die S. waren Abkömmlinge der jSabiner, die infolge des Vsr saernin (s. d.) nach ssabinischer Sitte außer Landes geschickt wurden. Von >den S. wiederum stammten die Campaner, die Lu- >caner und Brnttier ab. Die S. waren ein rauhes, >kriegerisches, tapferes Volk, das in dem Gebirge !Flecken u. Dörfer, aus denen sich später Städte, wie k

Aesernia, Bovianum,Aquilonia,Beneventum,Vena- i

frum, Allifä, Caudinm rc. entwickelten, bewohnte». -