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Samenbaum -
(clohüsäonW) u. das Knöspchen od. Feder cheii!(Oemmula s. klnmnla). Bisweilen (z. B. bei Oro-danolls) ist eine Gliederung des Embryo nicht bemerk-bar (s. auch u. Embryo). Der Nabel oder die S-grube (Ilmdilion8, Hilus), ist die Stelle, wo derS-strang (l?nnioulu3 umdiliealis) in den S. ein-tritt. Nabelgrund (Omylmlockium) ist die Stelleder S-grübe, wo die Gefäßbündel des Nabelstran-ges in die S-hülle eindringen. An der Oberhautbemerkt man zuweilen häutige Flügel, oder auchWarzen, Punkte, Gruben, einen Haarschopf (Oomg,),Stacheln, Rippen, zuweilen auch einen ofl warzigenRing oder Kamm (8rropiiiolum, 6r1sta), welcherdicht neben dem Nabel mancher S. vorkommt undimmer eine andere Farbe als die S - hülle hat,z. B. bei (Nwlillcmium, Lor^ciallia, LanAninaria,Illsxrc. S-mantel od. S-decke (^.rillno)ist einein der Regel weiche, fleischige, hypertrophische Bild-ung, welche sich entweder von der Basis der S-Hülleaus oder an anderen Stellen derselben entwickelt u.oft eine vollständige Hülle um den ganzen S. bildet.S-brei (Frnchtbrei, knlxa) endlich nennt man einsaftreiches, lockeres, entweder aus den Placenten od.auch aus den Samcnsträngen hervorgchendes Ge-webe, welches oft allmählich den ganzen innerenRaum erfüllt, so daß die einzelnen S. in besondereHöhlungen zu liegen kommen, wie z. B. bei Nama-rinäns. Freie od. nackte S. nennt man S., welchenicht von einer Fruchthülle umgeben sind, wie dieder Gymnospermen. 2) (Vornan, Vxsrma, virilo)diejenige, in den männlichen Geschlechtsorganen be-reitete Flüssigkeit, die die Bestimmung hat, bei derBegattung (6oitn8) das im weiblichen Körper amEierstock gereifte Ei zu befruchten. Er wird bei denhöheren Thieren im Hoden bereitet und in den S-bläschen bis zum Ooitns aufbewahrt. Der S. isteine dickflüssige, gallertartige, weiße, klebrige, fadsu-ziehende Flüssigkeil von eigenthümlichem Gerüche.Der S. ist schwerer als andere thierische Flüssigkeitenund sinkt im Wasser zu Boden, er reagirt alkalisch.Im frischen S. eines gesunden Körpers lassen sichmikroskopisch die S-fäden (Spermalo'kden, früherZpermatozoen) Nachweisen. Diese bestehen aus einem»ach den verschiedenen Thierspecies verschiedenartiggestalteten knötchenförmigen sogen. Kopfe u. einemdaranhängenden peitschenschnurartigen Schwänze.In frisch ergossenen S. zeigt dieser Schwanz einelebhafte wedelnde Bewegung, wodurch der Kopf vor-wärts getrieben wird. In alkalischen Flüssigkeitennehmen diese Bewegungen anJntensität zu; m sau-ren erlahmen sie schnell. Je mehr der S. seineFruchtbarkeit verliert, um so weniger ausgebildetfinden sich in ihm die Spermatoiden; bei fehlendenj Spermatoiden ist er absolut unfruchtbar. Es ist fastsicher, daß zum Zustandekommen der Befruchtung esnothwendig ist, daß ein S-fadeu in das weibliche Eidurch dafürvorhandenepräformirteÖffnnngen (Mi-kropyle) eindriuge. Die Absonderung desS-sbeginnt mit den Jahren der Pubertät u. hängt vondem Eintreten dieser Periode ab; ebenso wird dieS-absonderung in den späteren Lebensjahren eineimmer geringere, hört aber erst im allerspätestenAlter völlig auf. Die S-absonderuug steht mit demganzen körperlichen ».psychischen Leben in dem eng-sie» Bezug; mit ihrem Anheben wird derMann erstals solcher ausgebildet u. nur durch sie erhält er sichPiererZUnivirsal-Conversatw"a-?exikon. v. Aull. XV
— Samenkäfer.
I kräftig. Die Absonderung erfolgt sehr allmählich, u.eben so bildet sich der abgesonderte S. erst nach undnach zu einem kräftigen, zeugungsfähigen aus.
1) Engler. S) Jahn.
Samenbaum, so v. w. Mntterbaum.
Samenbruch, s. Vpsrmatoosls.
Samenbrnch der Weinbeere ist die infolge derEntwickelung desWeintraubenpilzes(Vpimsrotirsoa.OastaAuoi t'ormn, 'Inolcori) auf dem Fruchtknoteneintreteude Krankheit der Weinbeeren, welche sichdarin äußert, daß die Oberhautzcllen theilweise ge-tödter werden u. die Oberhaut nicht im Stande ist,dem Wachsthum des Fruchtfleisches entsprechend sichauszudehuen, mithin zerreißt und nun verschiedenenin der Luft verbreiteten Pilzsporen Zugang zu demFruchtfleisch gestattet, welches nun meistens verdirbt.
Samencontrolstationen, Anstalten, in wel-chen Sämereien auf ihre Echtheit, Reinheit undKeimfähigkeit geprüft werden, uin den Landwirthbeim Einkauf derselben vor Benachtheiligung LurchLieferung gefälschter od. keimungsuufähiger Waarezu schützen. Außerdem bieten sie reellen Samen-handlungen Gelegenheit, ihre Samen als rein undmit bestimmtem Procentsatz Keimfähigkeit unterGarantie ausbieten zu können. Die S. sind ge-wöhnlich mit bereits bestehenden Versuchsstationenoder Lehranstalten verbunden, woselbst die nöthigenRäumlichkeiten, Apparate u. Hilfskräfte bereits vor-handen sind oder leicht beschafft werden können. DieKosten werden durch Subventionen von Seiten derVereine oder des Staates u. durch Einnahme vonHonoraranalysenbestritten. BeranlaffungzurGründ-ung dieser Anstalten gaben die enormen Aufkäufe vonUnkrautsamen, welche den verlangten Sämereienbeigemischt wurden, ferner die Errichtung von Fa-briken zur Herstellung von künstlichen Kleesteinen,welche vom echten Kleesamen kaum zu unterscheidenwaren u. demselben beigemengt wurden u. schließlichdas Ucberhandnehmen der Kleeseide und andererSchmarotzer. Die erste Samencoutrolstation wurdeim Mai 1869 an der physiolog. Versuchsstation zuTharand gegründet: seitdem aber ist eine bedeutendeAnzahl solcher Anstalten entstanden, von denen inDeutschland zu nennensind: Insterburg, Königsberg,Danzig, Posen, Zabikowo, Breslau, Halle, Kiel, Göt-tingen, Hildesheim, Bremervörde, Münster, Mar-burg, Poppelsdorf, Rufach (Els.-Lothr.), München,Augsburg, Bayreuth, Speyer, Triesdorf, Landshut,Karlsruhe, Darmstadt, Oldenburg, Braunschweig,Rostock, Jena. Auch in anderen Ländern wie Oester-reich, Ungarn, Italien, Holland, Belgien, Däne-mark rc. sind dergleichen Anstalten bereits ins Lebengerufen und mehren sich mit jedem Jahre. Rhode.
Samendarre, so v. w. Klenganstalt.
Sameneiweiß, s. Samen.
Samenfluß (8psrma.korrkws), s. Pollution.
Samenßolz (holznng), s. Forstwirthschaft.
Samenkäfer, Lrnolliäas iieaw/r., Käferfamilieaus der Gruppe der ll'etramsra. Kleine Käfer vongedrungenem Körperbau; Kopf schuanzenartig vor-gezogen u. abwärts gerichtet; Fühler lang, oft ge-zähnt, 11 gliedrig; Augen vertretend u. groß; laufenu. fliegen lebhaft; Larven denen der Rüsselkäfer ähn-lich, leben in Samen, besonders der Hülsenfrüchtler.Zahlreiche über die ganze Erde verbreitete Arten.Artenreich ist besonders Südamerika und Europa.
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