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Samatan — Samen.
Gestein des Jlmcngebirges bei Minsk, lose im Gold-sand der Grasschaft Rntherford in Nord Carolina;sammetschwarz, starkglänzcnder Bruch, unvollkom-menerMetallglanz, Strich braunroth, nndnrchsichtig;Härte 5 bis 6; spcc. Gew. 5,g—5,». Verbindungvon 56 "/„ Niobsänrc (nebst etwas Wolframsäure)mit 15—16 °/v Eisenoxydul, 14—20 Nranbioxyd
u. 8—11 Uttcrerde, außerdem kleine Mengen vonManganoxydnl, Magnesia und Kalk. Lehm-mn.»
Samara», Stadt im Arr. Lombez des franz.Dep. Gers, an der Save; schöner Marktplatz, altesKloster, Gerberei, Färberei, Fabrikation von Hütenund Baumwollenwaaren; 964 Ew. (Gem. 2463).
Samathraki, s. v. w. Samothrakc.
Sama-Beda, s. Sanskrit.
Sambalpnr (Sumbulpore), 1) Distr. der Divi-sion Tschattisgarh der indobrit. Centralprovinzen,10,878 sflfljkm u. 812,348 Einw., Radschputen undHindu niederer Kasten; 2) gleichnamige Hauptstadtam linken Ufer der Mahanadi; 9450 Ew.
Sambas, Stadt auf der NWKüste der Sunda-Insel Borneo an der Mündung des gleichnamigenFlusses in eine Meeresbucht; Hauptstadt der nieder!.Assistent-Residentschaft S. (13,460 dskm u.50,000Ew.), Sitz des Assistenlresidenten u. des zinspflichti-gen Sultans, lebhafter Handelsverkehr. Stadt undDistrict (früher ein malaiisches Fürstenthum) sind seit1823 in niederländischem Besitz.
Sambesi, s. Zambesi.
Sambhar, 1) der größte Binnensee Indiens,inmitten der Prov. Radschputaua im Staate Dschai-pur (s. d. 2), von starkem Salzgehalt. Während derheißen Jahreszeit werden hier große QuantitätenSpeisesalz von Seiten der engl. Regierung gewon-nen. 2 ) Gleichnam. Stadt am südl. Ufer des Sees.
Sambias«: (Sau Biase), Stadt in der ital. Prov.Catauzaro, starker Wein- u. Obstbau, Schwefelquel-len; 6037 Ew. (Gem. 7887).
Samboangam, so v. w. Zamboanga.
Sanibor, Stadt u. Hanptort in dem gleichnam.galiz. Bez. (Oesterreich), am Dujestr; Station derDnjestrbahn; Kreis- u. städt.-delegirtes Obergym-nasium, Hauptschule, Bernhardinerkloster (seit 1472)mit dem Grabmale des in der polnischen Geschichtebekannten Wojwoden Chomentowski, Krankenhospi-tal,Damastweberei,Bleichen,Handel; 1869:11,749Ew. In der Nähe die deutsche Colonie Nendorf.S. wurde 1498 von den Türken, 1656 von denSchweden u. 1657 von den Siebenbürgen belagert,1768 von der Pest heimgesucht; von hier zog derfalsche Demetrius 1604 zur Eroberung desMosko-witischeu Reiches aus. H. Berns.
Sanibrc (bei den Römern Sabis), 187 Km lan-ger Nebenfluß der Maas; entspringt im Walde vonLa-Haye-Cartiguy auf den Ardennen an der Grenzeder jranz. Dep. Aisne n.Nord, wird bei Landreciesschiffbar, tritt unterhalb Maubeuge nach Belgienüber, durchfließt die Provinzen Hennegau u. Namuru. mündet bei Namur. Aus der S. führt der 67 kmlange S-Kaual nach der Oise u. verbindet somitdas Maas- und Seiuegebiet. An den Ufern der S.fielen viele Gefechte vor, so wurden 57 v. Ehr. hierdie Nervier von Cäsar vernichtet und 1794, wo esvom 9. Mai bis 18. Juni fünf Versuche der Fran-zosen unter Jourdan bedurfte, die S-linie der Ver-bündeten zu forciren. Schroot.
8ambuous L. (Hollunder od. Flieder), Pflanzen-gatt. aus der Fam. der Laprikoliaovus-Kumbuevas(V. 3); Kelch während der Blllthezcit halb ober-ständig, Saum fünszähnig, Blumenkrone radförmig, ^!fünfspaltig, zuletzt zurückgebogeu, fünf Staubblätter; flFruchtknoten mit drei sitzenden Narben; Frucht einedrei- bis fünfsamige Beere. Blätter gegenständig,unpaarig gefiedert, Blüthen in Doldenrispen. Ein-heimische Arten: 8. ui-xra L. (Hollunder, Flieder),Strauch oder Baum; Blätter meist 2paarig mit ei-förmigen, lang zugespitzten, ungleich gesägten Blätt-chen; Blüthen in flachen, zusammengesetzten Dolden-rispen, mit sitzenden Seitenblüthen der letzten Ver-zweigungen, gelblich weiß, stark riechend; Antherengelb; Früchte meist schwarzviolett, seltener grün, ent- )halten so wie die Blüthen ätherisches Äl, sind süßsäuerlich u. werden von den Landbewohnern oft als ^Muß genossen. Sie sind urin- n. schweißtreibendes *Mittel, ebenso die Blüthen (Fliederthee), während sdie Rinde kräftig abführend u. brechenerregend wirkt. I (iDas äußerst leichte und reich entwickelte Mark derjungen Äste (Hollundermark) dient zur Verfertigung flvon Spielzeug. Seltener als diese allgemein ver- istbreitete Art ist 8. ruasmovu T,., Tranbenhollunder, flbei welcher die Blätter länglich elliptisch sind und die fl'gestielten Blüthen in aufrechten Rispen stehen; dieFrüchte sind scharlachroth u. finden ähnliche Verwend- Lung wie die der vorigen Art. Dasselbe gilt von den Kschwarzen Beeren der krautigen, anWaldrändernu.inGebüschenvorkvmmenden8.LduIumL. Engkr.
Sambnka Zabut, schöne Stadt in der ital. Prov.Girgenti, Castell aus der Saracenenzeit; 8673 Einw.
Sambyke (lat. Zumimeu) eiu dreieckiges, vier-saitiges Saiteninstrument der alten Griechen, dasaus dem Orient stammte u. gewöhnlich von Frauen-zimmern gespielt wurde. Auch der Name einer Be- ;lagcrungSmaschine von ähnlicher Form. !
Same, s. Ksphalonia. ' z
Sainech, Lalsumum 8a,msoii, von Paracelsus fl
angegebenes, wesentlich Weinsteinsäure enthaltendes ^Arzneimittel. l 1
Samen, 1) (8smsu, Bot.), das bei den Blllthen-pflanzen nach erfolgter Befruchtung entwickelte Pflan-zenei, welches den Keimling umschließt, d. i. die vor-gebildete neue Pflanze, durch welche die Art fortge-pflanzt werden soll. Man unterscheidet an dem S.die aus den beiden Integumenten des Eies gebildeteSFchale u. den Kern. Die S-schale od. S-Hülle fl(Lxisxormium) besteht aus der äußeren (Issba) u.der inneren od. Kernhaut (Luäoxleuru s. IsAwou). iDer Kern (lstuolsus) wird entweder vom Keimling I(Lmbrgro) allein oder von ihm u. dem Eiweißkör- flper (^Ibumsu, S-eiweiß) ausgefüllt; letzterer ist derzellige Körper, welcher entweder von einem, aus dem flInhalte des Keimsackes neugebildeten Zellgewebe(Luckospormium) od. von dem ursprünglichen Zell-gewebe des Kernes (ksriaxsrmium) gebildet wird.Gewöhnlich bildet sich nur eins dieser beiden Zell- !gewebe in dem S.aus,nur beiwenigeuPflanzenz.B.Nymphäaceen, Cacombeen und Piperaceen, tretenbeide zugleich auf. Oft fehlen aber auch beide ganz,indem der Keimling den Keimsack vollkommen erfülltu. ihn selbst zuletzt resorbirt, so daß er unmittelbarvoudenEihäuteneingeschlossenwird. AndemKeime, )d. i. der vorgebildeten Pflanze unterscheidet man dasWürzelchen (Raäioula.), den od. die S-lappeir