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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
Entstehung
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Salzwcrk -

Linie Leipzig - Halle -Magdeburg - Stendal - Uelzen;1213,gg HZKm (22,„ lDM) Mit (1875) 49,393 Ew.2) Kreisstadt darin, an der von hier schiffbarenJeetze, welche die Dumme anfnimmt; Station dervorgenannten Eisenbahn; hat Amtsgericht, Gym-nasium , geschichtliche Abtheilnng des AltmärkischenVereins für vaterländische Geschichte und Industrienebst Museum, uralte Burg, mehrere schöne Kirchen,Hauptsteneramt, 2 Hospitäler, Fabrikation baum-wollener u. linnenerZenge, wollener Strumpfgarne,Färberei, Bleichereien, Loh- n. Weißgerbereien, Öl-fabrik, Dampssägemühle, Eisengießerei, Znckcrraffi-nerie, Fabrikation von sranz. Mühlsteinen, Maschi-neu, Essig, Sprit, Preßhefe, bedeutende Baum-kuchenbäckereien, lebhafter Handel; Freimaurerloge:Johannes zum Wohl der Menschheit; einschließlichGarnison 8208 Ew. (1875). S. war Hansestadt n.gab der Ottonischen Linie von Brandenburg denBeinamen Salzwedeler. In der Nähe der StadtFabriken von Knpferdraht, Stecknadeln, Knochen-kohle und künstlichem Dünger. ' Schroot.

Salzwerk, s. Salzgewinnung.

Sam Slick, Pseudonym für Halibnrton, s. d.

Samaden, Kirchdorf imBez. Maloja des schweiz.Kantons Graubllnden, Hanptort des Oberengadin,links am Inn u. am Fnße des 2884 m hohen PizPadella, städtisch gebaut mit meist stattlichen Häusern,darunter das ansehnlichste das derFamilie v. Planta,deren Wappen (Bärentatze) man häufig im Engadinbegegnet; (1870) 686 Ew. N. ist der reichste Ort desThales. Dabei der 3249 m hohe Piz Ot (von S. in3 ß—4 Stunden zu besteigen) mit überaus großarti-ger Rnndsicht.

Samael, in der jüdischen Mythologie die Per-sonification des bösen Princips; während Satan inHiob eine poetische Figur, in der Chronik der Ver-führer zum Bösen ist, ist er in Zacharia identisch mitdem bösen Trieb, mit der Sünde, die dann als An-kläger gegen den Menschen auftritt, u. im Talmudauch mit dem Todesengel. Unter dem wachsendenEinfluß der parsischen Mythologie auf die babyloni-schen Juden bildete sich neben der Religion Las Reichdes Aberglaubens weiter bei ihnen ans. So wirdS. (der zur Linken Stehende, was Unglück bedeutet)Todesengel u. Verführer. Er, der große Fürst, stiegmit seiner Schaar ans die Erde, um den Menschenzur Sünde zu verleiten, und bediente sich dazu derSchlange, welche nur des S. Auftrag ansrichtete(kirles liatzdi LUsssr). Nach dem Midrasch überdas Ableben des Moses hat S., „das Haupt der Sa-tane, desgleichen es selbst unter den Satanen keinenan Schlechtigkeit gibt," sehnsüchtig ans Moses Todgewartet u. von Gott de» Befehl, Moses' Seele her-aufzuholen, welchen Michael u. Raphael abgelehnthatten, freudig übernommen, mußte aber zweimalvor Moses fliehen u. ward von ihm geblendet. Znder Sage vom Blenden des S. gab sein Name An-laß, indem Lamms blenden heißt. Bei Syncellusheißt er Samiel, was als Bezeichnung des Teufelsins Deutsche übergegangen ist. Vergl. Kohnt, Diejüdische Angelologie und Dämonologie in ihrer Ab-I hängigkeit vom Parsismus, u. Grünbanm, in: Zeit-schrift der Deutschen Morgenländ. Gesellsch., Bd.31, S. 183—358. N-chmer.

Samäkov, Stadt in Bulgarien, am Rilo Dagh;griech. Bischof, große Eisenwerke, berühmte Fabri-

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kation von Saffian, Viehzucht; 12,000 (nach Ande-ren, glaubwürdiger nur 5000) Ew.

Samanäer , bei den späteren Griechen die Be-Zeichnung der indischen Weisen und Büßer, indisch(lramana.

Samanidcn, persische Dynastie (902 — 99 n.Ehr.), s. Persien, S. 244.

Samar, die größte der Bissayer-Jnseln (Philip-pinen-Gruppe), südwestl. von Lnzon gelegen u. vondieser durch die Straße von San Bernardino ge-trennt; gebirgig, wasserreich n. fruchtbar, Producteder Philippinen in reichem Maße; 12,160 (Ziem250,062 Ew., meist Malaien. Hauptort ist Cadva-longa ans der WKllste.

Samara, 1) (a. Geogr.) Fluß in NBelgien, jetztSomme; an ihm lag Ambiannm oder Samaro-b riv a, die Hauptstadt der Ambianer, jetzt Amiens.2) (n. Geogr.) Seit Ende 1850 gebildetes rnss. Gou-vernement, zwischen Wolga und Ural; begrenzt vonden Gonv.Astrachan, Orenburg, Ufa, Kasan, Sim-birsku.Saratow; Größe 155,914ffZ!rm. DasGon-vernement umfaßt die Niederungen des linkenWolga-Ufers von unterhalb der Kamamündnng biszur Mündung des Jernslan in den Salzstcppcn, istmeist hügeliges Flachland, außer an den Abhängendes Obtschci Syrt, gut bewässert. Flüsse: Wolga,Tscheremschan, Snskan, Sok, Kondurtscha, Motscha-gai, Kinel, Kntuluk, Samara, Borowka, Tok, Tschu-ran, Busnluk, Sjcschaja, Motscha, Kl. n. Gr. Jrgis,Glnschiza,Kamelik,Jernslan,Kl.u.Gr. Usen, Deina,Jk n. a. Boden sehr fruchtbar, aber noch wenig an-gebaut; fast waldlos; nördl. Hälfte reich an Fabriken(Talgsiedereien, Branntweinbrennereien, Pottasche,Leder), die südliche Ackerbau u. Viehzucht treibend;1,837,081 Ew., darunter Baschkiren, Mordwinen,Karakalpaken,Armenier,Tschuwaschen, Klein-Russen,Deutsche. 3) Hauptstadt des Gouvernements, an derMündung des gleichnam.Flußes in die Wolga; Sitzeines Civilgouvernenrs u. eines Bischofs; hat an-sehnliche Fabriken, Gerbereien, Seifensiedereien, istbedeutender Handelsplatz mit Getreide n. Salz undhat 34,494 Ew. Die Stadt wurde 1591 als befe-stigter Platz gegen die Einfälle der Kalmücken undBaschkiren erbaut; 1703 wurden neue Festungs-werke angelegt, welche jedoch verfallen sind. 4) Ne-benfluß der Wolga im Gonv. S., kommt von densüdwestlichen Ausläufern des Ural u. mündet bei derStadtS. Nebenflüsse rechts: Ober-u.Unter-Tschn-ran, Borowka, Kinel (mit Kutnlnk, Motschagai);links: Busulnk, Sjeschaja u. a. 5) Linker Nebenflußdes Dnjepr, im rnss. Gonv.Jekaterinoslaw, mündetunterhalb der Stadt Jekaterinoslaw; Nebenflüsselinks: Byk n. Woltschja. Dronke.

Samarang, 1) niederländ. Restdentie auf derNKüste der Snnda-Jusel Java; sehr fruchtbar, na-mentlich an Reis, Kaffe u. Zucker; 5000 dslem u.1,319,978Ew. 2) Hauptstadt davon, an dem gleich-namigen kleinen Flusse, unweit von Lessen Mündungin das Meer, mit offener Rhede; Sitz der Provin-zialbehörden u. eines Gerichtshofes, reform. Kirche,Moscheen, Theater, Militärschule, Hospital, mehrereFabriken, lebhafter Handel. S. ist ein Hanptstapel-platz für den Binnenverkehr, der durch die von hiernach Surakarta u. Djokdjokarta führende Eisenbahnunterstützt wird; 35,000 Ew. 3) Inselgruppe imStillenOcean, südl. der Sandwich-Inseln etwa unter