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Ackerbaueru.Arbeiter. Erzbischof Hieronymus, Graf;von Colloredo (1772 bis 11 . Febr. 1803), ebenso!sparsam als thätig u. staatsmännisch klug, hob LasErzstist S. wieder zum reichsten u. wichtigsten unterallen süddeutschen geistlichen Hochstiftern. Nachdemer Dec. 1800 vor Moreau nach Wien geflüchtet, warddas Erzstift 1802 säcnlarisirt, in ein weltliches Knr-sllrstcnthum verwandelt n. im Beitrag zu Paris 26.Dec. 1802 nebst Eichstadt, Berchtesgaden n. einemTheil von Passau dem Erzherzog Ferdinand alsEntschädigung für Toscana gegeben. Am 11 . Febr.1803 legte Hieronymus die Regierung nieder u. zognach Wien, wo er, der 64. Bischof u. 60. Erzbischofvon S., 1810 starb. Im Frieden zu Preßbnrg 1805wurde S. Österreich einverleibt n. der Kurfürst durchWürzburg u. Eichstädt entschädigt. Im Wiener Frie-den 1809 erhielt Napoleon S. zur Verfügung, wel-cher es 1810 an Bayern gab; durch den MünchenerVertrag 1816 trat es aber Bayern bis auf den jen-feit der Salza gelegenen Theil wieder an Österreichab, u. es bildete als Herzogthnm einen Bestandtheildes Kaiserstaales, bis es 18-19 ein eigenes Kronlandwurde. Seitdem istS.zwar derSitzeinesErzbischofs,aber ohne weltliche Macht. Vgl. Pichler, S-sLandes-geschichte,Salzb. 1861; Meiller, RsAssta aroüiopi-seoporum LalisbnrMnsinm, Wien 1866. Lagaü'Salzburg, 1) Herzogthum, ein österreich. Kron-land , welches im N. an Oesterreich ob der Enns u.Bayern, im W. an Bayern n. Tirol, im S. an Ti-rol u. Kärnten u. im Ö. an Steiermark n. Öster-reich ob der Enns grenzt; 7165,gg djlcm (130 ,14HjM) mit (1869) 151,410, 1876 ofic. berechnet zu154,184 Einw. (auf 1 Hjlcm 21 , in der ganzenÖsterreich.-Ungarischen Monarchie 58). Das Landist mit Ausnahme eines kleinen Theils im N-, nörd-lich von der Mündung der Saalach in die Salz-ach , welcher dem Flachlande der bayerischen Hoch-ebene angehört, von Theilen der nördlichen Kalk-alpen , einem Zuge des Uebergangsgebirges u. derHochkette der Mittclalpen erfüllt. Von Tirol aus er-strecken sich die Kitzbüchler Alpen in das Land hin-ein u. bedecken das Gebiet zwischen der oberen Salz-ach, dem Zeller-See und der Saalach; ihre höchstenGipfel sind der Pihapperspitz (2503 m) u. der Gams-hag (2147 in). Östlich davon breiten sich zwischender Saalach, dem Zeller-See u. derSalzach die S-erAlpen aus, mit dem Steinernen Meer (mit derSchönseldspitze, 2651 in),deni Ewigen Schneeberg(2939 in), dem Haagengebirge (2465 w), dem HohenGöll (2539 in) n. dem Untersberg (2034 w, ans derGrenze von Bayern). Östlich von der Salzach ge-hören von den Salzkammergnt-Alpen hierher daSTännengcbirge mit dem Raucheck (2428 in), die nie-drigen Bergreihen nördlich von der Lämmer (dar-nnterdcrGaisberg,1270in),derSchasberg (1700 ui)und der Dachstein (3001 in) auf der Grenze gegenObcröstcrreich u. Steiermark. Südl. von der Salz-ach erheben sich die Hohen Tauern mit der Dreiher-rcnspitze (3506 ur), dem Groß-Venediger (3674 m),dem Hochnarr (3256 ui) u. dem Ankogl (3250 in),ferner östlich vom Groß-Arlthale zwischen Enns u.Mur die Radstädter Tauern (1738 in) mit demgleichnam. Übergange u. im südöstlichsten Theil desLandes am rechten Murufer der ebenfalls wie diese zuden Niedern Tauern gehörende Hafnerspitz (3093 m).Die Hohen Tauern sind mit zahlreichen Gletschern;
»bürg.
;(in S. znsamen ca. 300 sUstcm gross) bedeckt. Die! bedeutendsten Pässe n. Übergänge sind: der Gerlos-Paß, der Paß Tynrn, der Paß Strub (die engsteStelle des Saalthals), der Paß Lneg (an der Salz-ach), der Paß Gschütt, der Krimler-, Velber-, Kai-ser-, Ranriser-, Goldberg-, Korn- n. Naßfeld-Taneri!n. der Paß Mandling. Die wichtigsten Thälcr sinddas Pinzgau, Pongau u. Salzachgan (oberes, mitt-leres n. unteres Salzachthal), Mitter-Pinzgau (obe-res Saalachthal) und Lungau (oberes Mnrthal).Flüsse: Salzach (Hanptflnß des Landes, von Gvl-ling an flößbar und von Hallein an schiffbar) mit(rechts) Krimler-, Kapruner-, Fnschsr-, Ranriser-,Gasteiner-Ache, Großem n. Kleinem Arlbach, Fritz-bach, Lämmer, (links) Schwarzbach und Saalach,ferner Enns u. Mnr. Zahlreich sind die Wasserfälle;die erwähnenswerthesten sind: die Krimler Fälle(wol die bedeutendsten der Monarchie), der Stein-bach-, Seebach-, Gjoadbach-, Kitzlochfall, die Fallein der Gastein, der Wengerfall, der Gollingcr- undder Bichlfall. Seen: Zeller-, Waller-, Fnschel- u.Trnmmersee; außerdem hat S. Antheil am St.Wolsgang n. Mondsee. Unter den Mineralquelle»sind die Thermen von Gastein die berühmtesten; be-kannt ist auch das Bad in der Fusch. Das Klimaist wie in allen Hochgebirgsländern ein schnell, oftplötzlich wechselndes; die mittlere Jahrestemperaturbeträgt in Salzburg -l- 6,5° L. und in Gastei»-i- 4,g° L., die jährliche Regenmenge in Salzburg111 u. in Gastein 74 om. Salzburg hat durchschnitt-lich 23,7 Gewitter, im Hochgebirge nimmt die Zahlderselben zu. Die Bewohner sind sämmtlich Deutsche,bekennen sich mit Ausnahme weniger Evangelische»u. Inden (kaum 0 , 2 s "/„ der Gesammtzahl) zur Rö>misch-Kathol. Kirche und wohnen in 3 Städten, 21Marktflecken u. 733 Dörfern. Bei der Land - undForstwirthschaft sind über 51 bei den Gewerbe»ca. 14 beim Handel n. Verkehr 2 "/„ der erwach-senen Bevölkerung beschäftigt; 8 ^-°/„ sind persönlicheDienste Leistende, 7H- "/„Rentiers u. 3"/„ bilden diesog. Intelligenz. Von der Gesammtoberfläche (bei-nahe 19 "/„ sind unprodnctiv) sind 9 ,5 Ackerland,
10,„ "/„ Wiesen u. Gärten, 30,„ "/„ Weiden (Almen)n. 29,4 "/» Waldungen. Der Ackerbau prodncktwegen der ungünstigen Bodenverhältnisse n. des un-günstigen Klimas an Getreide nur die Hälfte des ei-genen Bedarfes. Hauptprodncte sind: Hafer, Rog-gen, Weizen, Kartoffeln u. Klee; der Wein gedeihtnicht, Obst nur in geringen Sorten. Die Waldwirth-schaft wird sorgfältig betrieben u. liefert viel Breun-u. Bauholz. Die Viehzucht steht auf hoher Stuft,namentlich die Rinüviehzncht im Pinzgau n. PongauDie ausgezeichnetsten Zuchtpferde liefert der Pinzgau.1869 gab es in S. 167,369 Stück Rindvieh (1165Stück auf 1000 Bewohner, weit mehr als in alle»übrigen österr. Kronländern), 11,134 Pferde (nächstTirol die wenigsten), 26 Esel u. Maulthiere, 92,052Schafe (608 Stück auf 1000 Bewohner), 33,675Ziegen, 15,397 Schweine und 14,162 Bienenstock.Das Wild hat abgenommen, doch ist in einigen Ge-bieten die Jagd auf Hochwild noch ergiebig. Bächeund Seen sind reich an Fischen (Forellen rc.); fürkünstliche Fischzucht besteht seit 1865 eine Anstalt zuHellbrunu. Unter den Producteu des Bergbauesist das Salz das wichtigste (s. Hallein). Bedeutendej Alarmorbrüche befinden sich am Untersberg; von