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Salvator-Orden — Lalvinia.
Salvator-Orden, so v. w. Erlöser-Orden.
8alva venia, s. u. 8aiva.
8alve (lat.), sei gegrüßt, Begrüßungsformel.
Salve, die von einer Truppenabthcilung im Ge-fecht od. zur Ehrenbezeugung gleichzeitig abgefeuer-ten Schüsse.
8slve reglna (lat., sei gegrüßtKönigin), Anfangs-Worte einer wahrscheinlich aus dem II.Jahrh. stam-menden siebenzeiligen Antiphonie der KatholischenKirche, womit die heilige Jungfrau angerufen wird;sie wird vom Trinitatisfeste bis zum ersten Adventandem derMaricnverehrung besonders gewidmetenSamstag als Abendgebet nach dem Completorinmgesungen. Compositionen des 8. r. gibt es von Per-golese, Benelli, Jos. Haydn, Stadler, Vogler, Häser,B. Klein u. A.
Salvi, Gi am battist a (gen. Sassoferrato), ital.Historienmaler, geb. 1605 in Sasfoferato, st. 1685in Nom; bildete sich unter Domenichino und GuidoNein inRom;maltenachRafael u.Fr.Pennivorzüg-lich Madonnenbilder, welche sich alle durch den glei-chen Ansdruck der Einfall und Demnth, ein klares,doch etwas mattes Colorit u. eine nntemperirte, kalteblaue Farbe des Gewandes anszeichnen, seine Zeit-genossen nannten ihn deshalb Bibtors cieiis belleÄaäonns. Sein größtes historisches Werk ist einAltarblatt in Montefiascone. Regnet.»
8alvia T. (Salbei), Pflanzengatt, aus der Fam.I,abiatL0-2louarcleao-8aIvicas (II. 1); Kelch zwei-lippig; Blnmenkrone rachenförmig, zwei fruchtbareu. zwei verkümmerte Staubblätter, Conuectiv derStaubbeutel laug ansgezogeu, schmal; Arten sehrzahlreich, daher in viele Untergattungen getheilt; sehrviele ausländische Arten sind Zierpflanzen, so 8.aursack)., strauchartig,mit glockenförmigen, purpur-roth geränderten Kelchen, goldgelben Corollen, vomCap; 8.eoooinea L., von Florida, 8. sis^ansL.kurinosa ck/erü., 8. lui^sustlav., 8.Arada Ba/rü,8. pssuäoeoaoillsa , aus SAmerika; durchschöne, rothe Blüthcn ausgezeichnet: 3. oäorataIBrW., ausPersien, 8. oanlliiÜssima ans S-Amerika; 8. nivea llViu-rb., vom Cap, mit weißfil-zigen Blättern u. m.A. In Mitteleuropa finden sichfolgende Arten: 8. ccklioinaiis (Salbei), Halb-stranch mit granfilzigen Ästen, lanzettlichen, runz-ligen Blättern und violetten Blüthen; die Blätter(1olia8alvias), stark gewürzhaft riechend, bitter undzusammenziehend schmeckend, dienen als adstringi-rendes Heilmittel. 8. Horminum B>., in SEuropa,mit großen, blauen, violetten od. rothen, einen zier-lichen Schopf bildenden Bracteen; Zierpflanze; 8.8oIarsaB). (Muskatellersalbei), sehr groß, mit breiteisörmigen, rosenrothen, zottigen, runzeligen Brac-teen u. hellbläulichen Blüthen; inSEuropa, auch inDeutschland, von starkem, unangenehmem, leichtKopsweh erregendem Geruch, sonst gegen Lenkorrhöe,Hysterie benutzt, jetzt noch, um dem Wein einen Mus-catellergeschmack zu geben, auch um das Bier berau-schend zu machen, wozu man sich auch der vorigen u.der folgenden Art bedient; 8. pratensis T,., mitblauen, auch röthlichen u. weißen Blumen, runzeligenBlättern, stark riechend; häufig auf Wiesen; 8.ilstbioxis L. (Mohrensalbei), mit herz-eiförmigen,sehr runzeligen, weißwolligen Blättern u. lang vor-nig-begrannten Kelchen. Engkr.
SalVianus,kirchlicherSchriftstellerdes5.Jahrh.,
geb. um 400 in der Gegend von Köln, ans einervornehmen gallischen Familie, wurde Christ u.Prie-ster in Marseille u. starb in hohem Alter nach 495.Seine Werke heransgeg. von Rittershusius, 1611,von Baluzius, Par. 1663, 69; Bremen, 1688. Vgl.Zschiminer, S. der Presbyter, Halle 1875.
Snlviati, Antonio, vr. zur., ital. Mosaicist,geb. in Vicenza 1816, war ursprünglich Advocat inVenedig, eröfjncte, auf Radis uud Torcellans ausMurano Forschungen und praktische Ergebnisse ge-stützt, 1861 daselbst eine Mosaikschule, an welche erdie besten Künstler der venetianischen Akademie undeinen tüchtigen Mosaicisten aus Rom zog u. bildeteeine Bilduugsklasse für Arbeiter. Während Musiv-arbeit bis dahin allzeit nur an Ort u. Stelle ausge-führt wurde, ließ S. jetzt die Stücke (Bessere) inverschiedenen Ateliers Herstellen, lehrte die Cartonsumkehren u. die Bessere mit der Oberfläche abwärtssetzen. So wurden in einem Jahre (1869) 6400Quadratsuß Mosaik hergestellt. Nun setzte S. seinUnternehmen mit englischem Gelde fort und richtetespäter seine Aufmerksamkeit auch auf die Hohlglas-fabrikation. Hauptwerke: die Scenen aus der Offen-barung des h. Johannes in S. Marco zu Venedig,dieMosaikcn für den viceköniglichenPalast inKairo;solche für die Wolsey-Kapelle in Windsor, für dieKuppel von S. Paul in London nach Stevens, fürdas Kensington Museum in London, für den Saaldes Unterhauses das.; für den Aachener Dom, dieRestauration sämmtlicher Fresken in S. Marco, derFries sür die Siegessäule in Berlin nach A. vonWerner. Regnet.
Salvrni, Tommaso, ital. Schauspieler, geb.1. Jan. 1829 zu Mailand, Sohn eines Professorsder Literatur und der Schauspielerin GnglielminaZocchi, bereitete sich schon im 13. Lebensjahr mit»Gust. Modenas Leitung zum Schauspieler vor, wurdeals Liebhaber bei der Compania Reale zu Neapel,hieraus von Domenichino neben der Ristori alserstes Mitglied für eine Kunstreise durch Italienengagirt. 1849 nahm er ander BertheidigungRom»thcil u. mußte deshalb über Livorno u. Genna nachFlorenz flüchten, auch mehrfache Haft erdulden. Erbereitete sich dann durch klassische Studien zu einemDebüt in Paris vor, das den glänzendsten Erfolg hatte.Während dreier Jahre bei den Florentinern in Ne-apel, begründete er später eine eigene Truppe, mitder er in Italien gastirte, engagirte sich in Madrid,Barcelona u. Lissabon, spielte 1875 in London und1877 in Berlin u. Wien. S. ist ein bahnbrechendesGenie u. ebenso geistreich wie natürlich. Macbeth,Aegisth in Alfieris Merope, Giacometli in Ba mortsoiviis, Othello, Romeo, Orosman i» VoltairesZaire gehören zu seinen besten Leistungen und sindgroßartig, auch wo sie von der gemeinhin als giltizanerkannten Auffassung abweicheu. Kürschner.
8alvinia L., Pstanzengatt. aus der Fam. Änr; ,siiiaeoas-8aivinioiäsas. Art: 8. natans B,., aus;stehenden od. langsam fließenden Gewässern schwim-mend, mit länglich eisörmigen, zweireihig gestellten,
1 am langen, haarig punktirten Schwimmblätternu.einer Reihe untergetauchter, vielfach zerschlitzter, dU;Sporaugien tragender Wasserblätter; die einzelnenSori od. Sporangienhänschen sind von einem dicken -
Jndusinm eingeschlossen, sie bestehen entweder ans!wenigen, nur eine Makrospore einschließenden Ma-.