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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
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S. Salvador dos Campos dos Goytacazcs — Salvatorische Clauscl. 625

Jedoch über die Neuwahl des Präsidenten von Howdnras brachen zwischen S.S. u. Guatemala (s. Gua-temala) Streitigkeiten aus, die I876zueinem Kampfezwischen beiden Staaten führten. Bei Pesaguina22. März besiegt, mußte S. S. in die Erhebung vonZaldibar zum Präsidenten von S. S. willigen, Vgl.Scherzer, Wanderung durch S. S., Braunschweig1857; E. Squier, Notes on Osntral-^msriea, Par-tie. tbs statss otNonclnras anclL. 8., Lond.1856:I. Baily, 6sntral-^.mor1oa, London 1850; C. F.Reichardt, Central »Amerika, Braunschweig 1851;Squier, Phs statss ol 6sntral-America, London1858; Wappäus, Central-Amerika, 1863 — 70;8) Hauptstadt des Staates, 1528 gegründet, hattevor 1854 (wo es vom 16. zum 17. April durch einErdbeben zerstört worden ist) mehrere Kirchen, Klö-ster, Industrie u. Handel n. 20,000 Ew. Ein neuesS. S. wurde projectirt aber nicht ansgesührt; diealte Stadt ist zum Thcil wieder aufgebant; 3) so v.w. Ambassi; 4) Stadt, so v. w. Bahia 2); 5) (Gua-nahani), Insel der Bahamas, s. d. 3) Kolpe.

S. Salvador dos Campos dos Goytacazcs(Campos), Stadt in der brasil.Prov.RiodeJaneiroam Parahyba; Znckerplantagen; 18,000 Ew.

Salvagnoli, Vincenzo, verdienter italien.Rechtsgelehrter, politischer Schriftsteller u. Staats-mann, geb. 28. März 1802 in Carniola bei Empoli(Toscana), wirkte nach seinen in Pisa gemachtenjuristischen Studien als Advocat in Florenz, wandtedaneben mit Vorliebe sich volkswirthschaftlichen Aus-gaben u. Untersuchungen zu u. trat mit Entschieden-heit für den Freihandel ein. Gleich Silvio Pellicon. Genossen in die gegen die österreichische Herrschaftin Italien gerichteten revolutionären Umtriebe ver-wickelt, kam er 1833 in längere schwere Haft. Nachseiner einigeJahre später erfolgtenFreilassnng lebteer wieder seinem Berufs als tüchtiger Advocat undseinen Lieblingsstndien in Bezug auf Italiens Be-freiung. Außer verschiedenen Gelegenheitsschriftenzu den Gedenktagen großer Italiener machte bes.nachhaltigen Eindruck seine 1859 direct gegen Oester-reich gerichtete Schrift: DiseorsosuU'indgpsndsrws,stell' Italia. Er hatte darin alle Gedanken seinermit ihm gleichstrebenden Landsleute kühn und rück-haltlos ausgesprochen, was mit um so mehr Ge-wicht geschah, als es bald bekannt wurde, daß S.vorher in London u. Paris gewesen war u. er (je-denfalls in Graf Cavours Aufträge) sowol die thä-tige Unterstützung Napoleons III. zu gewinnen ver-standen,alsauchdes energijchenSchutzesseinerJdeenvon Seiten des großen leitenden ital. Staatsmannessich sicher wußte. Wenige Monate nach Veröffent-lichung des Oisoorso brach der italienisch-französischeKrieg aus, welcher Österreich die Lombardei entriß.In seinem Heirnathslande Toscana zum Cultusmi-nister ernannt, setzte S. die Beseitigung des röm.Concordats durch u. führte die Bevölkerung in dieBahn einer verständigen politischen Entwickelung.Nach der Vereinigung Gesammtitaliens (mit vor-läufigerAusnahme des Kirchenstaates) wurde er zumSenator des Reiches ernannt, jedoch starb er schon21. März 1861 zu Pisa. Vgl. Pnccioni, VincenzoS. (Turin 1861). Booch-Arkosfy.

«alvandy, Narcisse Achille, Graf, sranz.Staatsmann und Pnblicist, geb. 11. Juni 1795 zuCondom sGers); nahm an den Feldzügen von 1813PiercrZ Universal-Conversations-Lexilon. S. Ausl. XV

In. 1814 theil; nach der Restauration bei den könig-! liehen Hanstruppen angestellt, begleitete er im März1815 Ludwig XVIII. zur Grenze, blieb währendder Hundert Tage unbeschäftigt u. war später Haupt-mann u. Adjntanrmajor; 1816 zog seine Broschüre:Va, ooalitstcm ei ln vranos, ein Protest gegen denWiener Vertrag, die Aufmerksamkeit des Publicumsauf ihn. 1819 als Llnttro des rognetes im Staats-rath angestcllt, war er ein eifriger Helfer des Mi-nisters Decazes und Gegner der Ultraroyalistcn,verlor aber diesen Wirkungskreis 1821 wegender Flugschrift: 8nr los dmiAors sts la Situationpresente, Par. 1820. 1820 bereiste er Spanien, umden dortigen Liberalismus kennen zu lernen, Len erin seinem berühmten Roman von ^loiwo 1823 ver-theidigte; wurde von Richelieu in den Staatsrathgerufen, trat 1824 ans und bekämpfte im stonrnaldes Osbats mit Chateaubriand, dessen Stil er nach-ahmte, sowie in Broschüren und in seiner NovelleIslaor 1824 das Ministerium Villcle; unter Mar-tignac trat er 1828 wieder in den Staatsrath, unterPolignac aber wieder ans. Nach LerJnlirevolutiontrat er wieder in den Staatsrath, wurde in die De-pntirtenkammer gewählt, bekämpfte das ihm zu li-beral scheinende Ministerium mit den Doctrinärs u.war im April 1837—39 unter Mole Minister desöffentl. Unterrichts; nach dessen Sturz ging er 1841als Gesandter nach Madrid, n. als er diesen Posten1842 wegen eines Etikeilcnstreites mit Esparteroverließ, wurde er Vicepräsident der Kammer. ImNov. 1843 wurde er zum Gesandten nach Turin de-signirt n. erhielt den Grafentitcl, aber schon im Jan.

1844 fiel er bei Hofe in Ungnade, weil er der Adressegegen die legitimistische Deputation nach Belgrave-Sqnare nicht beistimmen wollte n. gab seine Entlass-ung; doch, nach Villemains Ausscheiden im Jan.

1845 wieder Minister des öffentl. Unterrichts, rief er1845 eine lebhafte Opposition durch die Maßregelngegen Quinet u. Michelet und durch die Wiederher-stellung der Universitätsverfassnng 17. März 1808hervor. 1846 unternahm er eine Reise nach Alge-rien u. trat im März 1847 sein Portefeuille an He-bert ab. Nach der Februarrevolution blieb er demmonarchischen Principe treu u. bekämpfte die Demo-kratie. 1849 bewarb er sich erfolglos um eine De-pntirtenstelle in der Nationalversammlung, gehörte1850 zum Orleanistencomite, war als eifriger Fn>sionist im Ang. beim Herzog von Bordeaux; gingvon da nach Claremont n. hierauf nach FrohSdorf,erhielt im März 1851 von dem Präsidenten der Re-publik eine Pension u. st. 15. Dec. 1856 in Paris.Sein Hauptwerk (neben Xton^o) ist: Ilistairsdol'o-IvAne, 1827—29; 2. A., 1855. Dann die Broschü-ren: Nsosssits de so radier an Idol, Par. 1815;Vnss politiqnss, ebd. 1819; Va rerolntion st losrövolntionnairss, 1831, 2. A. 1849; u. v. A. Vgl.Robin, LioAr. ds8.,1848: Lanzac, S.,1856; Mirc-court, S-, 1858; Bouillee, S., 1863 u. v.A. Solchen.

Salvaticra-Orden, so v. w. Calatravaorden.

Salvation (v. Lat.), Vertheidignng, Verwahr-ung; daher S-sschrift, so v. w. Dednctionsschrift,s. u. Dednction 5).

8alvator (lat.), Heiland, Erretter.

Salvator Rosa (Salvatoricllo), so v. w. Rosa 1).

Salvatorische Clauscl (olansulasalvatorla),s. u. Halsgerichtsordmmg.

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