Salubntät — San Salvador.
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gegen Gustav III. von Schweden Petersburg deckten.Er erhiett ein RegimentGarde zu Pferde u, wurde Ge-neraladjntant der Zarin. Er war ein äußerst geraderCharakter. Paul I. ernannte ihn bei seiner Thron-besteigung zum Feldmarschall u. übertrug ihm Nov.1797 das Generalgouvernement von Moskau; er st.Novbr. 1805. 5 ) Nikolai Jwanowitsch, Fürst,Vetter des Vor., geb. 24. Oct. 1736; nahm an denFeldzügen des russischen Heeres während des Sie-benjährigen Krieges theil. Nach dem Frieden wurdeer Generalmajor n. 1767 Gencrallieutenant, zoggegen die Polen u. Türken u. wurde 1773 Generalonollsk sowieObersthofmeisterdesGroßfürstenPaul.1782 begleitete er ihn auf Reisen, erhielt 1783 dieOberaufsicht überdie ErziehungderGroßfürstenAlex-ander n. Constautin, erwies sich aber hierin als Null,n. wurde 1788 Kriegsminister. 1790 wurde er Graf,1796 Feldmarschall, 1799 stellvertretender Groß,meiller des Malteserordens u. 1812 Präsident desNeichsrathes n. des Ministercomues. Er stellte 1812auf eigene Kosten ein Regiment gegen Napoleon,war 1813—15 während Alexanders I. AbwesenheitReichsverweser u. wurde Sept. 1814 in den Fürsten-stand erhoben. Er st. 6. Juni 1816 in Petersburg.6) Alexander Nikolajewitsch, Fürst, ältesterSohn des Vor.; war Minister der auswärtigenAngelegenheiten, zog sich Sept. 1823 zurück n. st.1837 als Reichsrath. 7 ) Alexe! Dimitrije-witsch, Fürst, Neffe des Vor.; hat sich durch seineReisen in Persien (1838) u. in Ostindien (1841 bis1846) bekannt gemacht. Er schr.: Vo/a§ss ckausI'Inäs, Par. 1849; ou kerss, ebd. 1851.
Gegenwärtig Rühen noch vier Zweige des Geschlech-tes, der S-sche ohne Titel, der gräfliche u. fürstlichen. der der Soltyk in Polen, deren Ahnen Anfangdes 17. Jahrh. aus Rußland answanderten. Vgl.Kleiuschmidt, Rußlands Geschichte u. Politik, dar-gestellt in der Geschichte des russischen hohen Adels,Kaff. 1877. Kl-inschimdt.
Salubrität (v. Lat.), gesunde Beschaffenheit,Heilsamkeit, Zuträglichkeit.
Salucn (Salwen), Fluß in Hinterindien, ent-springt als Lnkiang in der chiucs. Pro». Jünnan,durchstießt in vorherrschend südl. Richtung das LandLaos, dann Birma, Britisch-Birma u. mündet beiMolmein in den Golf von Martaban. Wegen vie-ler Stromschnellen ist er für die Schifffahrt nicht zubenutzen.
8alus(lat.),Heil,Wohlfahrt, Gedeihen; 8. publica,die öffentliche (Staats-) Wohlfahrt; 8. puh Herr su-prsnur lsx ssio, die Staatswohlfahrt muß das höchsteGesetz sein. Bei den Römern war S. personificirtals Göttin der Gesundheit und hatte einen Tempelauf dem Qnirinal.
Salusiius, s. Sallustius.
Salut (lat.), Ehrengruß, s. Salutiren.
Salntato, Colocci Pierio, italien. Gelehr-ter, geb. 1330, war apostolischer Secretär bei Ur-ban V., zog sich aber zurück nach dessen Flucht nachAvignon u. machte sich einen bedeutenden Nus durchAuffindung vieler röm. Classiker; seit 1375 Kanzlerin Florenz starb er I486.
Salutatorrum, m den Klöstern das Sprech-zimmer; die Kapelle an den Kirchen, worin Ler Bi-schof vor dem Gottesdienste empfangen wird.
Salutiren (v. Lat.), Ehrenbezeugung gegen hö-
here Befehlshaber, s. unter Ehrenbezeugung. DerOffizier salutirt durch Senken des Degens, wenn dieMannschaft das Gewehr präsentirt oder in Paradevocbeimarschirt. Die Fahne wird znm S. gesenkt.Die Kriegsschiffe salutiren Lurch Abfenern einer be-stimmten Anzahl von Kanonenschüssen. Der eigeneHerrscher wird mit 33 Schuß, fremde Majestäten n.Prinzen werden mit 21 Schuß, Admiräle und com-mandirende Generäle mit 17 Schuß salutirt. Die-jenigen Personen, denen ein Salut znsteht, führeneine besondere Flagge (Standarte), deren Aushisseuzum S. verpflichtet. Kriegsschiffe, die einen ans-ländischenHafen besuchen, salutiren dieNation dessel-ben mit 21 Schuß und hissen dabei die Salutflagge.Miteben sovielSchnß beantwortet dann die begrüßteNation aus einem Schiff od. Fort den Salut, l-
Saluzzo (fr. Saluces, im Alterthum LuAusta.VaMsnnornm), Bezirkshanptort in der ital. Prov.Cuneo, Station der Obcrital. Bahn, Bischofssitz, hatCastell (seit 1828 Strafanstalt), Kathedrale (mitGrabmälcrnder altenMarchese diS.), Gymnasium,Technische Schule, Seminar, Fabrikation von Hüten,Seidenwaaren, Leder, Eiscngeräthen, Handel mitWein, Getreide, Obst (Kastanien rc.); 9796 Ew.(Gem. 15,446). Hier 770 Bersöhnnngsversnch derKönigin Bertrada zwischen ihren Söhnen Karl undKarlmann. Die Besitzer des Landes erhielten denMarquisentitel 1130 u. lagen im 14. Jahrh. langemit denGrascn vonSavoyen wegen der Lehnspflichtim Streit (s. Savoyen, Gesch.). -Nach dem Ausster-ben Ler Marquisen im l O Jahrh. machte König Hein-rich IV. von Frankreich wegen seiner Verschwäger-ung mit Len Marquisen Anspruch auf das Marqui-sat, überließ dasselbe jedoch 1601 gegen Bresse, Bn«geyrc. andenHerzogKarlEmannell. von Savoyen.Im Castell soll die tugendhafte Griseldis gefangengesessen haben. S. ist die Vaterstadtdes Silvio Pellico,dem 1863 ein Denkmal errichtet wurde. Schroot.
Saluzzo, Diodata, Gräfin v. Revel, ausge-zeichnete ital. Dichterin, geb. 31. Juli 1774, erregteschon Aussehen bei Veröffentlichung ihrer gesammeltenDichtungen (l?ossis, 4Bdc., Turi»1816—17), dassich noch mehr steigerte durch ihren Roman in Ver-sen Ipp-mis. (2 Bdc., ebd. 1830) n. die l?ossis postmms(1841 ff.). Sie starb 24. Jan. 1840. Auswahl ausihren Dichtungen, Saluzzo 1874. Booch-Arioffy.
8alva (lat., ü. i. mit Bewahrung des .. ., unterVorbehalt des . ..), 8. apxrobationo, unter Vorbe-halt der Genehmigung; 8. anoboritabs jmiioiali,unbeschadet des richterlichenAnsehens; 8. oonaoisn-tia, mit Bewahrung seines Gewissens, mit gutemGewissen; 8. ratitioatüons (abgekürzt oalv.rab. od.s.r.), mit VorbehaltderGenehmigung, Vollziehung;8. rsmisoions abgekürzt (saiv. rom.), vorbehaltlichder Rücksendung; 8. venia (abgekürzt s. v.), mitEr-lanbniß (zu sagen).
San Salvador, 1) Staat von Centralamerika,schmaler Landstrich am Großen Ocean, grenzt imNW. an Guatemala u. im N. u. O. an Honduras,18,997^Zkm (345sDM.) groß; Gebirge: derSW-Rand desHoudurasplateaus, mit den Vulkanen Mi-guel,Jsalco,SanVicente, S.Salvadoru.a.; Flüsse:Lempa, Paza, Miguel od. Sirama; Seen: Gnija n.Jlopango; Baien: Jiquilisco (Fonseca, Anmpala),Conchagua u. a.; Producte: Indigo, bes. viel Bal-sam (daher Balsamküste genannt), Zucker, Baum-