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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
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Salt Lake City — Saltykvw.

nach Abessinien, wurde 1812 zum Generalconsnl inÄgypten ernannt und brachte seit 1817 viele Kunst-werke des alten Theben durch Ausgrabungen ansLicht; er st. 3V. Oct. 1827 in einem Dorfe zwischenKairo n. Alexandrien u. sehr.: Vingt gmrtrs vnssprisosclansIInäs.IamsrkouAs, Hb.yssinis, Land.1809, Fol.; Voz-aAs sn ^.bz'nsiniv ob äans 1'ints-risnr äs os pnz-s en 1809 et 1810, ebend. 1814.Lebensbeschreibung von Hall, Lond. 1834, 2 Bde.2) s. n. Saltaire. Schroot.

Salt Lake City, sov.w. Great Salt Lake City.

Salta, 1) Staat im nördl. Theil der argentini-schen Conföderation, 84,190 >Hkm (1529 HjM) mit88,933 Ew.. gebirgig, wohlbewässert (salavo, hierCalchaqni,mit seinen zahlreichenNebenflüssen)srncht-bar n. von günstigem Klima. Das Land ist reich anHolz u. Metallen, Haupterwerbszweig ist die Vieh-zucht, deren Products auch die Ausfuhrartikel desLandes bilden. 2) Hauptstadt hier, am Sileta, Bi-schofssitz; 11,716 Ew.; 1582 gegründet. Schroot.

Saltaire, ein Fabrikort im West-Riding derengl. Grafschaft Jork, im Airethale, 6 icm nordwestl.von Bradford, wurde 1853 von dem Unterhansmit-gliede Sir Titus Salt (geb. 20. Sept. 1803, gcst.29. Dec. 1876 in Croiv Liest bei Bradford) gegrün-det, der 1836 zuerst die Fabrikation vonAlpakazen-gen in England einführte; Kirche in byzantinischeinStile, ca. 800 Arbeiterwohnungen, Krankenhaus,45 Armenhäuser, Sonntagsschule, Bade- u. Wasch-anstalten, Clnbhaus mit Bibliothek, Park, alles vonSalt erbaut, bezw. geschenkt; Fabrikation von Wollen-nnd Alpakazeugeu; 4900 Ew. Schroot.

Saltarcllo (von saltnrs, tanzen, Hüpfen, sprin-gen), 1) der in italienischen n. deutschen Tänzen des15. u. 16. Jayrh.vorkommende zweite Satzssseunäapars, Nachtauz, Springtanz), welcher die im erstenSatz (prima pars) im geraden Takt enthaltene Me-lodie im dreirheiligen Takt wiederholt. 2) Ein röm.Volkstanz im Z-- od. 4-Tact, von graziösem, leben-digem Charakter, ähnlich der Tarantella, der zu im-mer größerer Schnelligkeit anwächst ».meistens voneinein einzigen Paar ausgeführt wird, wobei dieTänzerin die Schürze hält, der Tänzer die Mando-line spielt u. gewöhnlich dazu singt. 3) Laltarolli,die Tangenten beim Pianosorte. Slebmrock.

Saltasy, Marktflecken in der engl. GrafschaftCornwall, oberhalb Devonport am Tamer, über denhier eine Eisenbahnbrücke führt; Malzdarre, Fische-rei; etiva 2000 Ew.

8altstio (lat.), Tanz, s. d.

Snltlmrn by the Sea, Badeort an der Küstedes North-Niding der engl. Grafschaft Jork, südöstl.von dem Mündniigsbusen des Tees; Stahlgnelle.

Saltcoats, Flecken in der schoti. Grafschaft Ayr,am Elydebusen,durch eine Zweigbahn mit dem Eisen-bahnnetz der Grafschaft verbunden; Hafen, Salz-wcrke, Seebäder, Fischerei (bes. aus Häringe), Sei-lerei, Segeltnchweberei, Mnsselinstickerei, Magnesia-fabrikation, Schiffsbau, Ausfuhr von Salz u. Koh-len; 1871: 4624 Ew.

Salten, Voigtei im vorweg. Amte Nordland;Hanptort der Vogtei ist Bodö, an der Mündung desS.-Fjord, eines tief ins Land eingeschnittenenMeerbusens, in welchen der S.-Elf mündet, deretwa unter dem Polarkreise entspringt n. an LessenOstende sich der Snlitelma (1875 m) erhebt. In

dem durch die Inseln Gödö und Strömö verengtenEingänge des S.-Fjord bilden Ebbe und Flnth dengefährlichsten aller Meeresströme an der vorweg.Küste, den Saltstrom.

Salteretto, eine Notenfignr von springenderBewegung, ans drei Noten bestehend, wovon die erstepunktirt ist.

Saltholm, kleine unbewohnte Insel, zum dän.Amte Kopenhagen gehörig, im südl. Eingänge desSundes, östl. von der JnselAmager; wird im Som-mer als Weideland benutzt.

Saltillo , Hauptstadt des mejican. Staates Co-hahnila, schöne Kathedrale; 8100 Ew. (1831 nochan 20,000).

8altimbsnqus (franz.),Marktschreier; Possenreißer,Hanswurst.

8alto (ital.), Sprung; daher 8. mortnls, hals-brechender oder lebensgefährlicher Kunst- u. Haupt-sprnng der Seiltänzer; großes Wagstück.

Saltykow (Sollikow), berühmtes Geschlecht inRußland, dessen Ahnherr Michail unter AlexanderNewski ans Preußen nach Rußland kam. Es zähltunter allen Familien die meisten Bojaren. Besond.merkwürdig sind: 1) Praskowaja Feod orownaS., geb. 12. Oct. 1664; sollte zuerst Feodor III.heirathen, wurde die Gemahlin des Zaren Iwan V.Alexejewitsch 9. Jan. 1684, n. nach maßlos unglück-licher Ehe 29. Jan. 1696 Wittwe; sie war die Mutterder Kaiserin Anna (s. d. 6) u. st. in Moskau 15. Oct.1723. 2 ) Semen Andrejewitsch (Graf), Oberst-lieutenant der Garde u. Generallieutenant, wurdedurch seine Cousine, die Kaiserin Anna, 11. März1730 zum Senator, dann zum Oberhofmeistcr, 29.Jan. 1732 in den erblichen russischen Grafenstandund zum Generalgouverneur von Moskau erhoben.3) Peter Seme no witsch, Graf, Sohn des Vor.;zeichnete sich schon in der Jugend gegen die Türkenu. Schweden ans. Die Kaiserin Anna ernannte ihnznm Generalmajor n. schon 3 Jahre später zum Ge-nerallientenant, März 1758 nahm er Elbing. Ohnediesem Amte irgend gewachsen zu sein, wurde er 29.Juni 1759 OberbefehlshaberderArmeegegenFried-rich II. Nach dem siegreichen Treffen bei Kay, 23.Juli, bemächtigte er sich Frankfurts a. d. Oder, ver-einigte sich mit den Österreichern unter Laudon II.gewann, hauptsächlich durch den Letzteren, 12. Aug.1759 die Schlacht beiKunersdorf (s. SiebenjährigerKrieg). Er vertrug sich aber weder mit Laudon, nochmit Dann u. weigerte sich entschieden, ihre Unter-nehmungen zu unterstützen. 29. Ang. 1759 wurdeer Feldmarschall. 1760 hielt er sich meist in der De-senstve, ließ durch einige Generale Berlin besetzen u.blieb in Polen. 6. Nov. 1760 vom Commando ab-berufen, kam er 1762 wieder znm Heere, besetzte un-ter Katharina die Provinz Preußen n. preßte sie bis6. Aug. 1762, wo er heimging, aus. Er wurde Ge-neralgonverneur von Moskau und st. hier 6. Jan.1773. 4) Iwan Petrowitsch, Graf, Sohn desVor.; war Kammerjunker der Kaiserin Elisabeth,verließ bald den Hofdienst u. wohnte den Feldzügengegen Preußen, die Türkei u. Polen als Brigade-chef bei. Nach dem Frieden wurde er Gouverneurvon Wladimir n. Koslroma; Katharinall. übertrugihm eine Division der Rnmanzowschen Armee 178Su. er besetzte mit den Österreichern im SeptemberChoczim. 1790 befehligte er elende Truppen, welche