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beantwortete. Doch S. fehlte die sittliche Kraft zurErtragung all' dieses Ruhmes n. Glanzes; schwachgegen seine vielen ausländischen Frauen, gestatteteer ihnen den Cultus ihrer Landesgötter (Astarte,Kemosch, Milkom) und trübte hierdurch den reinenMonotheismus. Er st., 60 Jahre alt. Die Sagemacht ihn zum großen Zauberer n. Beherrscher derGeister, der mit einem Ringe (der Siegelring S-s)die Dämonen sich dienstbar zu machen verstandenhabe. Über die unter seinem Namen anfgeführtenbiblischen Bücher: Hohelied und Sprüche S-s, s. d.Ein weiteres, ihm zugeschricbenes Buch, der Pre-diger S-s (griech. Ekklesiastes, hcbr. Koheleth, d. i.Versammler), gilt den Einen als Sammlung vonSprüchen, den Linderen als vier zusammenhändendeReden; Herder erkennt darin einen Dialog zwischeneinem jüdischen Weisen u. seinem Schüler, Döder-lein, Paulus, Nachtigall dagegen sehen das Buch alseine Sammlung verschiedener Abhandlungen ver-schiedener Verfasser an. Das Buch behandelt dieEitelkeit aller menschlichen Dinge u. alles mensch-lichen Strcbens n. empfiehlt einen heiteren u. wohl-thätigen Lebensgenuß. Bei der Schlüpfrigkeit ein-zelner Sprüche waren schon die Inden-über die Auf-nahme derselben in denKanon nicht ganz einstimmig.Daß die Schrift aus späterer Zeit kurz vor, währendod. nach dem Babylonischen Exil entstanden, wird be-stätigt durch das Vorhandensein vieler aramäischer,selbst gräcisirender Ausdrücke. Übersetzungen vonMendelssohn, Döderlein 1791 , Umbreit n. Köster;Erklärungen von Luther 1532, von Umbreit (Kohe-leths Seelenkampf, Goth. 1819), Ewald 1837, Hitzig1847, Bürger 1854, Hengstenberg 1859 u. A. Vgl.Köster, DasBnch Hiob n. der Prediger, 1831. Rahmer.
Salomo, von Kostnitz, im 10 . Jahrh. AbtimKloster St. Gallen, zuletzt Bischof zu Konstanz; aus-gezeichnet durch Gelehrsamkeit, Prcdigertalcnt, Frei-gebigkeit, Luxus an seiner Tafel u. als Bnchstabcn-maler. Er stand in hohem Ansehen beim KaiserKonrad I. Der Frevel der Kammerboten Erlanger(Erchingcr) n. seines Bruders gegen ihn gab die Ver-anlassung, daß diese (916) 917 entsetzt n. ein eigenerHerzog von Schwaben gewählt wurde. Unter ihmblühte vornämlich die Schule zu St. Gallen. Dasvon ihm gesammelte F-ormelbnch ist heransgeg. vonDttmmler, Lpz. 1857; 2 poetische Episteln an Bi-schof Dado von Verdun sind abgedrnckt in TümmlersSt. Gallischen Denkmalen aus der KarolingischenZeit, Zür. 1859. Löffler.
Salomon, König von Ungarn, geb. 1045, Sohndes Königs Andreas I., welcher ihn, 5 Jahre alt, umihm die Snccession zu sichern, krönen ließ; aber nachdes Vaters Tode 1061 von seinem Oheim Bela ver-trieben, floh S. nach Deutschland zu Kaiser Hein-rich IV., wo er sich mit dessen Schwester verlobte u.deutsche Hilfe erlangte, mit der er 1064 wieder nachUngarn kam. Nach Belas Tode in Stuhlweißenbnrggekrönt, mußte er jedoch schon 1074 dessen SöhnenGeisa I. u. Wladislaw weichen u. sah sich nur aufPreßbnrg beschränkt. Bei einem neuen Versuche,Ungarn zu erobern, 1087 abermals geschlagen, mußteer in die Verbannung, in der er starb.
Salomon, Johann Peter, ausgezeichneterViolinspieler, geb. 1745 in Bonn; war einige ZeitConcertmeister an der Kapelle des Prinzen Heinrichvon-Preußen, trat auch mit selbst componirten fran-
— Salona.
zösischen Opern hervor, machte Concertreisen nachParis u. London u. erwarb sich hervorragende Ver-dienste um die Verbreitung deutscher Musik, wie erauch 1790 Haydn veranlaßte, mit ihm nach Londonzu gehen. Er st. 25. Nov. 1815 in Londonn. wurdein der Westminster Abtei beigesetzt.
Salomon und Morolf, s. Salman u. Mo«lt
Salomongcblrge, so v. w. Suleimangebirge.
Salomonsinseln (Neugcorgien), Archipel deswestlichen Polynesiens, süböstl. Nenbritannien; vom3. bis znm 11. Grade südl. Br.; besteht aus mehre-ren großen und einer Menge kleiner Inseln, welchesich vom SlldenLevon Tombara an gegen Südostenansdehnen n. die alle die gleiche Richtung bei vei-hältnißmäßig nur geringer Breite haben. Sie zer-fallen in zwei Reihen, von welcher die westliche süd-licher beginnt n. auch weiter nach Süd reicht. Diegrößeren Inseln der östlichen Reihe sind: Anson(Buka), Bongainville, Choiscul, Jsabella (Isabel),Malaita, Tarieret; die Inseln der westlichen Reihesind: Shortland,Treasurers Islands, Simbu, NewGeorgia, Gnadalcanar, S. Christoval. Die Inselnsind alle sehr gebirgig (Laminas auf Gnadalcanar2457 in) u. haben thätige Vulkane; die Küsten sindsteil, aber von Korallenriffen umgeben, daher ist dieSchifffahrt in ihren Gegenden sehr schwierig; äußerstfruchtbar, sehr gut bewässert; Klima heiß; Products:Schweine, Geflügel, Perlen, Palmen, Mandeln, Ge-würz, Gold (in den Flüssen). Die Einwohner sindMelanesier; gehen fast ganz nackt, tätowircn undputzen sich mit anfgestreuter Farbe, Knochenstücken,Muscheln, Pflanzentheilen rc. Arme, Nasen u. Oh-ren, wohnen in dorfartig vereinten Hütten, habenKeulen, Spieße, Bogen, Pfeile und Schilder zuWaffen, fertigen künstliche Kähne (für 40 Mann),leben in Polygamie, stehen unter unumschränktenHerrschern, treiben einigen Handel, führen häufigKrieg. Die Versuche von Seiten katholischer Geist-lichen das Christcnthnm unter ihnen zu verbreiten,sind ohne Erfolg geblieben. Diese Inseln wurden1567 von Mendana de Neyra entdeckt und für dasOphir Salomos (daher der Name) gehalten; 1767von Carte, 1769 von Surville (welcher hier feindlichüberfallen wurde u. sic Arsaciden nannte) u. 1788von Shortland (dersie Neugeorgia nannte) besucht.
Salomonssiegel, s. i?o1z'Aonatmin. lDronk.
Salompcnter, so v. w. Tejneidechse.
Talon (sranz.), größeres znm Empfang von Ge-sellschaften bestimmtes Zimmer; dann der zu litera-rischer oder musikalischer oder überhaupt ästhetischerUnterhaltung sich sammelnde Kreis; einen S. hak-ten, einen solchen Kreis ohne vorherige Einladungum sich versammeln. In Paris nenntman S. diepe-riodische Ausstellung von Werken lebender Künstler.
Salon, StadtimArr.Aixdes sranz. Dep.Rhone«Mündungen, am Kanal Craponne, Station der Pa-ris-Lyou-Mittelmeerbahn; Franciscanerkirche mitdem Grabmal des Astrologen Nostradamus, Sei-denindustrie, Wollspinnerei, Papier- und Ölsabri-kation, Olivenban,Seidenzucht, Handel mitGetreide,Vieh rc.; 4681 Ew. (Gem. 7021). Hier fängt dasKieselfeld Crau (s. d.) an.
Salöna, 1) Golf an der Küste Dalmatiens, mitgutem Hasen, au welchem Spalato liegt; 2)(Salonä,a. Geogr.) Hauptstadt von Jllyrien, an dem Golfvon S., mit Hafen. In den Jllyrischen Kriegen be<