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Salland — Salm.
lhen, Spitzen, Tuch,Decken,Chocolade rc., lebhafterHandel; Aussicht auf den Montblanc; 1808 u. 1840große FenerSbrünste; 1470 Ew. (Gem. 1979).
Talland, Landschaft in der nieder!. Pro». Over-yssel zwischen der unteren Issel und der Vecht.
Sallct, Friedrich von, schlesischerDichter, geb.20. April 1812 zu Neiße, kam 1824 ins Cadetten-corps nach Potsdam, wurde 1829 Offizier bei mnemin Mainz stehenden Regiment, wo er eine «Satireauf Len Militärstand schrieb, die ihm 2 Monat Fe-stung in Jülich und Versetzung nach Trier eintrug.1834 bezog er die damalige Kriegsschule in Berlin,stndirte mehr Literatur als Kriegswissenschaflen, ver-öffentlichte: Gedichte, Berl. 1835, 4. A., Hbg.1864,n. ging 1837 zum Regiment nach Trier zurück. 1838nahm er seinenAbschied, siedelte nach Breslau über,wo er eifrig stndirte, als politischer Schriftsteller sehrthätig war u.erscheinenlicß: Laicncvangelinm.Berl.
1842, 8.A. 1873, ins Französische übersetzt, Hamb.1863, ein philosophisch-poetisches Werk, welchesseinem Namen eine bleibende Ställe gab. Nachdemer 1841 geheirathet hatte, starb er schon 21. Febr.
1843. Als Ephemeren hatte er versaßt: Funken, Die
wahnsinnige Flasche, Trier 1838, die Märchen:SchönJola, DerJohanniswürmcrprinz, das. 1838.Nach seinem Tode erschienen: Die Atheisten u. Gott-lose» unsererZeit, Lpz.1844. Sämmtliche Schriften,Berl. 1845, Eontraste und Paradoxen, Lpz. 1874(Nov.) Steller.
Sllllnstins(Salnstins), 1)Cajns S.Crispus,röm. Historiker, geb. 86 v. Chr. in Amitcrnum auseinem plcbejischenGeschlecht; wurde 52Volkstribun,in welchem Amte er den Milo als Mörder des Mo-duls n. dessenVertheidiger Cicero hcflig angrifs; 50wurde er, angeblich wegen Sittenlosigkeit, aus demSenate gestoßen; er begab sich nun zu seinem Gön-ner Cäsar nach Gallien, welcher ihn auch bereits 49wieder in den Senateinführte n. zum Quästor machte.Mit einer Expedition in Jllyricn betraut, war ernicht glücklich, glücklicher war er als Proprätor 47im Kriege in Afrika, worauf er die procousularischeVerwaltung der Provinz Nnmidien erhielt. Durchein ausschweifendes Leben von Jugend an inSchul-den gerathen, verübte er hier arge Erpressungen,mit welchen er nicht nur seine Schulden bezahlte,sondern auch den berühmten nach ihm genanntenPark (Rortü Zallnstliaui) auf demQuirinal in Romanlegte. Später lebte er als Gatte der von Ciceroverstoßenen Terentia in Zurückgezogenheit, mir ge-schichtlichen Studien beschäftigt n. st. 13. Mai 35.S. ist der erste pragmatische Historiker der Römer.Nicht ganz frei von Einseitigkeit und Parteilichkeit(gegen die Pompejaner u. für Cäsar) u. mit einemgewissen Hang zur Vernrtheilnng von Personen u.Motiven ist er doch im Ganzen treu u. wahrheits-liebend, bes. ein Muster in der Charakteristik einzel-ner Personen u. in der lebendigen Schilderung derSitten seiner Zeit u. des Verfalles seines Vaterlan-des. Da er sich denThukydiücs znm Muster genom-men, ist sein Stil kurz n. schrofs n. reich an Archais-men, die znm Theil dem Cato entlehnt sind. Er jchr.zuerst Ladilina od. Do ooniurabions Oaiilinao, et-was tendenziös gefärbt, schwerlich znm Thcil anseigener Erinnerung geschöpft; daun öngurtim oderHoltum lluLurtlrinum, welches auf Memoiren vonZeitgenossen beruhend mit scharfer aber nicht unge-
rechter, oft meisterhafter Zeichnung das Leben derrömischen Welt u. ihrer Führer in düsteren Farbendarstellt. Auf diese uns erhaltenen Monographien ließS. seine Ilistorias folgen, die in 5 Büchern dieJahre 78—67 behandelten, aus denen aber nur ein-zelne Reden, Briefe n. a. erhalten sind. Ausgaben,zuerst 1470; dann bes. vonGerlach,Bas. 1823—31,3Bde.; Kritz, Lpz. 1828—53,3Bde., mit bestemCom-mentar; Dietsch, Lpz. 1343 — 46, 2 Bde., u. 1859;bester Text von Jordan, Berl., 2.A. 1876. KleinereAusgaben von Jacobs,Dietsch u.a.; deutsch vonCleß,Stuttg. 1855 ff. Unecht sind die dem S. zngcschrie-benen 2 Briefe aä Oassarom vsusm äo ropublieaorclinancla und die heftige Invsvtiva ln Oioorononi.
Salm, s. v. w. Lachs. lRich.
Salm, Marktflecken in der belg. Pro». Luxem-burg, an der Salm, Schieferbriiche, Gerberei; 2924Ew. In derNähs die Ruine der BnrgS., Stamm-schloß der Fürsten Salm-Neifserscheidt-Dyk.
Salm, zwei Grafschaften; Obersalm war bis zurFranzösisckeuRevolution eine denlschgefürstete Graf-schaft im Wasgau, Niedersalm eine deutsche Graf-schaft in den Ardennen. Als Stammvater der Für-sten u. Grasen S. wird Theoderich genannt, dessenSöhne Heinrich u. Karl 1040 die beiden HauserOber- u. Niedersalm stifteten. I. Obersalm theiltesich durch die zwei Brüder Simon II. u. Johann I V.in zwei Linien, von denen die letztere 1597 erlosch,woranf Johanns Landesantheil seine Tochter an Lo-thringen brachte; seinEnkelNikolas ll. erwarb Nen-bnrg amJnn u. gründete die LinieSalm-Neubnrg,welche 1784 wieder ausstarb. Die ältere Linie Si-mons erlosch 1475 im Mannesstamm, n. das Landkam 1475 durch Johannette, die Erbtochter Si-mons II., an deren Gemahl, den Rhein- und Wild-grafen Johann oder Nikolaus V., welcher sich mmGraf von S.nannte, u. somit an das alteÄeschlechtder Rheiugrafen, welche im 13. Jahrh. schon Titelund Güter der Wildgrafen zu Dhaun und Kprbnrzgeerbt hatten, daher die jetzigen Linien S. nicht sal-mischen , sondern rheingräflichen Herkommens sind.Unter den Nachkommen Nikolaus' V. theilte sich dasHans Obersalm in die beiden Linien zu Dhaun ».Kyrburg beide mit verschiedenen Ästen und diesewieder mit verschiedenen Zweigen. Der DhannischeAstzuNeufvilleerhicIt1670diercichsfürstlicheWürde,welche mit seinem Erlöschen an die Äste zu Hoog-straeten 1739 u. zu Lenz 1742 überging. Von demHauseObersalm, aus demHanse derWilü-u.Rhein-grafen, blühen gegenwärtig noch die Linien: derHoogstraetensche A st Las jetzige fürstliche Hans:A) Salm-Salm, welchesl.739 denReichsfürsten-u. 1741 den Herzogslitel von Hoogstraeten erhielt,infolge der Französischen Revolution die ihm zn<stehende Hälfte der GrafschaftObersalm imWasganu. die Wild- u. Rheingräflichen Länder verlor, 1893aber zur Entschädigung ein 21 s^M haltendes Für-stenthnm im ehemaligen Bisthnm Münster erhielt.Die Besitzungen kamen 1810 mit Verlust der Sou-veräneiät des Fürsten unter französische, infolgedes Wiener Kongresses aber als Standesherrschaf-ten unter prenßischeOberhoheit. Die gegenwärtigenBesitzungen sind: die Herrschaften Ahaus n.Bocholt,das Herzogthnm Hoogstraeten, die AftergrasschastAlost in Flandern n. die Herrschaft Loon op Zand inBrabant. 1824 erhielt das Hans eine Virilstinnne