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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
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I

Salicr — Snlins.

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wird durch Alkoholradicale leichter als das Wasser-stoffatom der Carboxylgruppc vertreten, dieses wirddagegen leichter durch Metalle ersetzt. Die Alkäli-i salze sind leicht löslich n. krystallisirbar. Eiscuchloridbewirkt in den Lösungen der salicylsauren Salze u.der S. eine blauviolette Färbung. Unter den zahl-reichen Derivaten der S. ist bes. hervorzuheben derr S - methyläther, 0g8j.08.000.08g, der Haupt-

bestandtheil des Ganltheriaöls (YVintsr^rsonoU).Farbloses aromatisches Öl; spec. Gew. 1 ,ig» 6 .,Sicdepnnkt224» 0.; wenig löslich in Wasser, leichtlöslich in Alkohol n. Äther. Derselbe kann auch künst-lich durch Destillation eines Gemenges von S., Me-thylalkohol n. Schwefelsäure erhalten werden. DieS. wird nach einer von H. Kolbe 1874 erfundenenMethode im Großen dargestellt, da sie als Antisepti-kum u. in der Medicin in neuerer Zeit Verwendungfindet. Wittich, Medicinische Studien über S., her-ansgegeben von v. Heyden, Lpz. 1878. Broglie.

Salicr, 1) (röm. Aut.) so v. w. Lalii; 2) (Sa-l lische Franken) ein Theil der Franken, s. u. Franken;

' 3) (Salische Kaiser) die deutschen Könige ans dem

Fränkischen Stamme von Konrad II. bis Hein-rich V. 1024—1125.

Salieri, Antonio, berühmterital.Tondichter,geb. 19. Ang. 1750 zu Legnano im Benetianischcn;besuchte die lateinische Schule u. erhielt Mnsiknnter-1 richt von seinem Bruder, einem Schüler Tartinis,

! setzte denselben nach dem Tode seiner Eltern in Ve-i nedig fort u. kam durch den Kapellmeister Gaßmann,der ihn an Kindesstatt annahm, 1766 nach Wien,f wo er unter seinem Beschützer weiter studirte, in diekaiserl. Kapelle eintrat, während der Abwesenheitl ^ Gaßmanns (1770) die Proben am Hofthealer leitete1 u. von Gluck n. Scarlalti empfohlen, die selbst com-ponirte Oper Os Donno lottorabs zur Aufführungbrachte, der viele andere Opern u. Operetten näch-st folgten; ging 1778 nachJtalien, schrieb 1781 im Alls-te iragedesÄaisersJosephdiedenlscheOperDer Rauch-st fangkehrer, durch Gluck protegirt, der ihn als den ein-s zigcn Componisten erklärte, welcher eine französischeOper nach seinen Principien zu componiren ver-stände, für Paris Oos Ouuüickes (1784), Oubursp (später alsAxur von Ormus umgearbeitet n. überallmit Begeisterung ausgenommen) u. Oes Horaoss;f «mrde 1788 Hofkapellmeister in Wien; 1789 seinerg Stellung als Operndircctor enthoben, wirkte er bis7 .824 bes. als Director der Singschule u. starb 7. Maist 1825 in Wien. S. schr. 40 Opern, 12 Oratorien,Lantaten, Ouvertüren, Kirchennmsik u. A. Seine^ Werke besaßen gefällige, ausdrucksvolle Melodien,jedoch weniger Originalität n. Frische in der Erfind-ung und waren, die für Paris geschriebenen Opernausgenommen, ganz im altitalienischeu Stil gehal-ten, weshalb sie sehr bald veralteten. S. erwarb sichals Lehrer Schuberts rühmliche Verdienste, währender gegen Mozart in unwürdigster Weise intriguirte.Vgl. Mosel, S-s Leben, Wien 1827; Rochlitz, FürFreunde der Tonkunst, Lpz. 1832, Bd.IV. Si-b-nrock.

Salies, 1) Stadt im Arr. Orthezdes franz. Dep.

! Niederpyrenäen; protestantische Kirche, Salzquellen,Soolbäder, Salzgewinnung, Handel mit Pferden,Vieh, sogen. Bayonner Schinken, Gänsebrüsten rc.;

! 2494 Ew. (Gem. 5140). 2) Gem. im Arrond. St.Gaudens des franz. Dep.Hante-Garonne, am Salatu. ani Fuße eines 300 m hohen Hügels, StationPierers Nuiversal-LouverialionL-Leistloii. L. Ausl. X'V

der Französischen Südbahn; großartige Schloßruine,Fayencefabrikation, Gips- u. Ziegelbrennerei, 2 Mi-neralquellen; 606 Ew. (Gem. 834).

Salifieation, Salzbildung.

8slü (Salische Brüder), zwei priesterliche Soda-litäten in Rom; die eine, 8 . 8a1atini, von NnmaPompilius errichtet u. 12 an der Zahl, hatten denDienst des Jupiter, Mars u. Quirinus in der ouris,8u1iorum auf dem Palatums zu besorgen u. warenmit der Bewachung der heiligen Schilde (Uncikia)beauftragt; die andere, 8 . LAonousss oder 8 . Ool-lini, auch 12 Mitglieder, angeblich unter Tullns Ho-stilius gestiftet, hatte den Dienst derselben Götter,insbesondere aber des Quirinus, in dem Heiligthumbei der l?orta OoUiuu auf dem Quirinalis (Agona-lis) zu besorgen. Wer unter die Zahl der 8 . aufge-nommen werden wollte, mußte von patricischer Ab-kunft sein u. noch beide Eltern am Leben haben. Ander Spitze jedes Collegiums stand einLIaFlstsr; nachihm war der erste der krassuk, welcher bei dem Um-zug durch die Stadt den Waffentanz leitete; dann kamder Vntss od. ?ra.sosutor, welcher die saliarischenLieder vorsang. Ihre Amtstracht war eine bunte,gestickte, von einem ehernen Gürtel zusammengehal-tene Tunica, darüber ein eherner Brnstharnisch, aufdem Kopfe eine spitz zulanfende Mütze (apsx), inder Rechten ein «spieß; in der Linken ein heiligerSchild, an der Seite ein Schwert. Das Fest, anwelchem sie Dienst hatten, begann wahrscheinlich 1 .März, wo sie von der Logia, des Pontifex MaximuSaus mit den Ancilien über das Forum rc. zogen, alleTempel u. Altäre umwandelteu u. den Staatsgöt-teru opferten; 14. (15.) März war das Fest der Ma-mnralien, zum Gedächtniß des Manmrius, des an-geblichen Verfertigers der Ancilien, wobei ein mitFellen bekleideter Mann durch die Stadt geführt u.mit Stäben ans derselben hiuausgeprügelt wnrde;19. der Waffentanz der Salier ans dem Consiliumu. 23. März das Urbilustrium, welches dem Marsund der Nerio mit einem neuen Umzug der Saliergefeiert wurde. Die dabei gesungenen Lieder ( 8 u-Uaria, earmina. oder LxaiLöuta,) bezogen sich aufMars, Janus, Jupiter, Juno, Minerva, Herculesu. a. Götter, in der Kaiserzeit auch auf Augustus,Germauicus, Drusus, Sohn des Tiberius, Barns,Sohn des Antoninus, und Caracalla u. waren ur-sprünglich im Saturnischen Metrum und in einerSprache geschrieben, welche in der Augusteischen ZeitNiemand mehr verstand. Eichhoff.

Salina, Hauptort des Salem County im Nord-amerika». Uuionsstaat Kansas, am Smoky Hill undder Kansas Pacificbahn; Gipsbrüche, Soolquellen;etwa 1000 Ew.

Saline, so v. w. Salzwerk, s. Salzgewinnung.

Saline, Counties im Nordamerika». Unionsge-biet, 1) in Illinois, 37» n. Br., 88 » w. L.; 12,714Ew.; Hauptsitz: Ralwigh; 2) in Missouri, 39» u.Br., 93» w. L.; 21,672 Ew.; Hauptort: Marshall.

Salinisch, salzig, salzhaltig, salzartig, sich aufSalz od. Salzbildung beziehend.

Salins, Stadt im Arr. Poligny des franz. Dep.Jura, au LerFuriense, Station der Paris-Lyon«Mittelmeer-Bahn, Kriegsplatz 2 . Kl.; mehrere Kir-chen (darunter St. Anaioile, gegründet im II.Jahrh.,u. St. Maurice aus dem 13. Jahrh.), Communal-College, öffentliche Bibliothek von 8000 Bänden,. Baud. 30