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Salers — Salicylsäure.
einige Ortschaften in der Campagna di Roma; ersl. 1092. Das Fürstenthum Salerno hörte auf undS. theilte nun seine Schicksale mit Apulien.
(Geogr.) Schroot. (Gesch.) Lagai.
Salers, Stadt im Arr. Mauriac des franz.Dep. Cantal; bemerkenswerthe Kirche ans dem 13.Jahrh., Hospital (gegründet 1552), Handel mitPferden, Käsen. Wein; 1026Ew. Inder Umgegendwird das schönste Rindvieh der Auvergne (Nace vonS.) gezüchtet.
Sales, Franz von, s. Franz 24).
Salesianerinucn, s. Heimsnchungsorden.
Snleve, Berg ans der Grenze des schweizer. Kan-tous Genf n. des franz. Dep. Ober-Savoyen, fälltnordwestlich fast senkrecht ab u. verflacht sich südöstl.zur Ebene; sowol von dem 897 in hohen Petit-S.,der NSpitze der Kette, als auch u. bes. von dem LePiton genannten Gipfel des 1380 m hohen Grand-S. genießt man eine weite herrliche Aussicht.
Saleyer(Salayar, Salajar), 1) Inselgruppe imS. der Sunda-Jnsel Celebes, durch dis Straße vonS. von dieser getrennt, waldig, Baumwolle u. Reishervorbringend; ungefähr 30,000 malaiische Einw.unter einheimischen Fürsten, die der Oberaufsicht desniederländ. Residenten von Mangkassar unterstelltsind. 2 ) Hauptinsel darin, 450sDümu. 15,000 Ew.,mit dem niederländ. Fort Desensie.
Salsi, Francesco, italien. Philosoph, Politi-ker, Dichter n. Dramatiker, geb. 1759 zu Cosenzain Calabrien; hielt sich seit 1788 in Neapel auf, flohspäter nach Ausbruch der Franz. Revolution, seinerpolitischen Meinung wegen verdächtig, nach Genua,war in Mailand eine Zeit lang Journalist u. wurdeSecretär der Uuterrichtscommission bei der Cisalpi-nischen Republik; mit den Franzosen nach Neapelzurückgekchrt, ernannte man ihn zum Generalsekre-tär der Regierung; jedoch verließ er die Stadt mitden Republikanern u. wurde 1801 in Mailand In-spektor des Theaters della Scala, sowie Professorder Philosophie u. Geschichte bei der Brera, 1807Professor der Diplomatie u. 1811 des Staatsrechts;seit 1814 privatisirte er i» Paris u. st. 1832 inPassybeiParis. Erschr.: PolitischeMemoiren,ebd.1788;8nWio sni ksnomsnl anbropol. rvlativi ai trs-muoti nvvsnntl nolls Oalndris, Neap. 1793; dieTrauerspiele: Konradin, Medea; die Oper Saul;Jramo (Gedicht) n. m. a.; lieferte die Korsetzung vonGingnenes llistoirs Ilttsrairs äs I'Italls (Bd. 11bis 14), ebd. 1817, u. den 8aMo storloo-vritieosnlla eommeäis. italians,, ebd. 1829, deutsch vonNeiilnont, Aachen 1830. Vergl. Renzi, Vis äs 8.,Par. 1834 Booch-Arkossy.'
Salford, Vorstadt von Manchester (s. d.), amJrwell, mit Manchester durch 8 Brücken verbunden;hat einen eigenen Stadtrath u. sendet ein Mitgliedins Parlament; 1871: 124,801 Ew.
Salgö-Tarjän, Dorf im Ungar. Comitat Neo-grad, Station der Ungar. Staatsbahn (nördl. Linie);3500 Ew. In der Umgegend Steinkohlengruben u.Eisenwerke.
Salian, so v. w. Saljany.
Salicin, Weidenbitter, ein in der
Rinde u. den Blättern der meisten Weidenarten u.einiger Pappeln, in den Blüthenknospen der 8f>lrasnrämnris. und anderen Spiräen, sowie im Bibergeilenthaltenes Glycosid; farblose,bitterschineckende Pris-
men; Schmelzpunkt 198° 6. Es wird wegen seinerAnwendung in der Medicin als fiebervertreibendesMittel im Großen fabrikmäßig dargestellt. Durchdie Fermentwirknng des Emulsins u. Speichels zer-fällt das S. in Traubenzucker und Saligenin,(kiHgOz. Letzteres bildet rhombische glänzende Tä-felchen, löslich in heißem Wasser ».Alkohol; Schmelz-punkt 82° 6.; sublimirt bei 100 ° 0. Die Lösungwird durch Eisenchlorid blau gefärbt. Es geht durchOxydation in Salicylaldehyd u. Salicylsäure über.Saligenin ist isomer mitOrsinn. Homobrenzcatechin.Vgl. Buchwald, Über die Wirkung u. den therapeu-tischen Werth des S-s, Brest. 1878. Broglie.
Laliomsas oder 8nlioavgne, Pflanzenfamilie vonunsicherer Stellung; Blüthen getrennt-geschlechtlich,zweihänsig in'Kätzchcn, welche aus schuppenförmigenDeckblättchen gebildet sind; Staubblätter frei oderverwachsen; die Blüthenhülle durch 1—2 Drüsen od.fleischige Becher ersetzt; ein freier, einfächerigerFrncht-knoten mit vielen hängenden Eichen; Kapsel zwei-Ilappig, mit eiweißlosen, haarschopstgen Samen;Keim aufrecht, gerade; holzige Pflanzen mit ein-fachen, wechselstäudigen Blättern; sehr gerbstoffhal-tig ; Gatt. 8nlix und l?opn1ns. Engter.
Lsliooenis L., Pflanzengatt, aus der Fam. OLs-nopsäinosns-l^olololioas (I. 1); Stengel geglie-dert, ästig, ohne eigentlicheBlättcr,Glieder derÄhrenbeiderseits dreiblüthig; Blüthen zwitterig; Blüthen-hlllle fleischig, uugctyeilt, durch eine Ritze geöffnet,in eine Aushöhlung der Spindel eingesenkt; 1 — 2Staubblätter; Griffel sehr kurz, nüt 2—3 Narben;Nuß von der bleibenden Blüthenhülle eingeschlossen;Arten: an Meeresufern u. in der Nähe von Salz-quellen wachsende Pflanzen, ans deren Asche durchAuslangen Soda gewonnen wird. 8. ksrimosa L.,in Europa, sowie 8. krntisosn L., mit niedrigen,ausgebreiteten, krantartigen, gegliederten, saftigenStengeln, auch als antiscorbutisches Gemüse- undSalatkraut benutzbar; in England wird sie mit Ge-würzen eingemacht u. dann als Salat verspeist. Engkr.
Salicylaldehyd, salicylige Säure, O^Oz,kommt natürlich in Blüthen der krautartigen 8xirLsa-Arten und in den auf Weiden lebenden Larven vonOkrz-nomsla-Arten vor. Künstlich durch Oxydationdes Saligenins u. des Salicins mit Kalinmbichro-mat u. verdünnterSchwefelsäure erhalten; farbloses,aromatisch riecheirdes Ül; spec. Gew. 1,„,; erstarrtbei 20° 6.; Siedepunkt 196" 6.; wird von Wassernur wenig gelöst. Eisenchlorid bewirkt violette Färb-ung. Der S. vereinigt sich, wie alle Aldehyde, mitsauren schwefligsauren Alkalien zu krystallinischenVerbindungen u. zugleich, als Phenol, mit Alkalienunter Austritt von Wasserstoff. Broglie.
Salicylsäure, Orthooxybenzoesäure, cyIPOz,in den Blüthen der Spiräen vorkommend und alsMcthyläther der Hanptbestandtheil des amerikani-schenWintergrllnöls (von OanItLsria xroonwbens).Sie wird synthetisch durch Erhitzen von Phenolna-trium in einem Kohlensäurestrome auf 180° 6. er-halten; ferner entsteht sie durch Oxydation ihres Al-kohols u. Aldehyds, des Saligenins u. Salicylalde-hyds. Farblose vierseitige Prismen; Schmelzpunkt156" 6. Löslich in Alkohol, Äther u. 15 — 20 Thln.siedenden Wassers. Sublimirt vorsichtig erhitzt un-verändert. Die S. ist eine zweiwerthigs, einbasischeSäure. Das Wasserstosfatom der Hydroxylgruppe