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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
Entstehung
Seite
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Salemi — Salerno.

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Muddy Creek; Sitz eines großen Hcrrnhuteriustitutsflr junge Mädchen (kUoraviau ksmals Instituts),Bank, Baumwollenmanufacturen, Papiermühle;1500 Ew. 6) Hauptstadt des Staates Oregon, amWillamette u. der Oregon-California Bahn, inmittenreicher Prärien; Willamette-University, einige In-dustrie; 1139 Ew. u 2 > Thi-lemann. S)—o) Schroot.

Salemi, Stadt in der italien. Prov. Trapani(Sicilien), von denRuinen eines Castells überragt;11,831 Ew. (Gem. 14,096).

Salency, Dorf bei Noyon im Arr. Compiögnedes franz. Dep. Oise; 840 Ew. Hier wird 3. Juni,am Tage des St. Medardus, das schon unter Lud-wig XIII. gestifteteRosenfest gefeiert, bei welchemdas von dem Gutsbesitzer dieser Herrschaft für dasfleißigste u. sittsamste erkannte Mädchen der Gemeindefeierlich mit Musik in die Medarduskapelle und aufdas Schloß daselbst geführt, zur Nosenkönigin (InKastors, Rosenmädchen) ernannt wird u. einen Ro-senkranz mit einer silbernen Agraffe u.25Frcs. zurBelohnung erhält. Hierauf erfolgt ein Schmaus u.Ball, welchen der Gutsherr mit ihr eröffnet.

Salentin, Hubert, Genremaler, geb. 15.Jan.1822 in Zülpich, war 14 Jahre lang Hufschmied,bezog 1850 die Akademie zu Düsseldorf, wo er sichunter W. v. Schadow u. K. Sohn, dann unter Ti-demand bildete. Er vereinigt ungesuchten Humormit Gemüthstiefe, scharfe Charakteristik mit guterZeichnung u. frischer Farbe. Sein eigenstes Gebietist die Idylle; weniger glücklich gestaltet er dramatischbewegte Stoffe. Hauptwerke: Das Findelkind; DiePredigt des Eremiten; Der Schmiedelehrling; DerGroßmutter Geburtstag; Die Wallfahrt zum Heil-bruunen; Die Maikönigin; Die Taufpathe; DerbliudeKnabe (Museum inBesanxon); DieNachbarn(Museum in Douai); Die goldene Hochzeit (Privat-sammlung der Kaiserin von Rußland); Die Früh-lingsboten (Museum inPrag); Die Dorfkirche (städti-sche Galerie zu Düsseldorf); Wallfahrer vor der Ka-pelle (Natioualgalerie zu Berlin); Der kleine Prinzauf Reisen; Kahnfahrt zur Kapelle rc. Regnet.

Salentincr (Sallent.), rohe Völkerschaft des al-ten Jäpygien (s. d.), danach Salentiuisches Vorge-birge, das jetzige Cap Leuca.

Salep (Salepwurzel, Raäix 8alsp), die mit hei-ßem Wasser abgebrühten und dann getrockneten, ei-förmigen,hornartigfesten, gelblichwcißen, halbdurch-scheinenden Wurzelkuollen mehrerer Orchisarten; sieenthalten bis 30 "/„ Stärkemehl, 40—50 °/o einesdem Bassorin ähnlichen Gummis, 5—6 Eiweißu. wenig Zucker. Gepulvert in Wasser gekocht macht1 Theil S. 50 Thle. Wasser zu einer dicken Gallerte,100 Thle. Wasser zu einem sehr dicken Schleim undwird theils als dsmulcirendesMittel bei Diarrhöen,Rühren, Brustkrankheiten, theils mitWasser, Fleisch-brühe, Milch, Wein gekocht, als Nahrungsmittel, fürentkräftete Individuen und Reconvalescenten.

Saleph (Salef), mittelalterl. Name des Gök-Suoder Kalykadnos (s. d. beide), in welchem FriedrichBarbarossa ertrank.

Salernes, Stadt im Arr. Draguignan des franz.Dep. Var, am Zusammenfluß der Braque und derBresque; Fabrikation von Hüten, Öl, Fayence- u.Töpferwaaren, Oliven- u. Feigenbau, vorzüglicherWein (Salernes,vonhochrotherFarbe); Handel mitWein, Seide u. Vieh; 2225 Ew. (Gem. 2862).

Salerno, 1) (Principato citeriore) Provinz desKönigreichs Italien, zwischen den Prov. Neapel,Caserta, Avellino u. Potenza, sowie dem Tyrrheni-schen Meer, 5506 Hflcm (100 (IM) mit 541,738Ew. (98,i auf 1 Hjicm, in ganz Italien 90,^), größ-tentheils gebirgig durch Zweige derApenninen, ziem-lich gut bewässert (Sele mit Calore u. eine AnzahlKüstenfliisse) n. fruchtbar; Citronen- u. Orangen-bau, sowie Viehzucht». Jndustie(bes. Textilindustrie)bilden die Haupterwerbszweigc. Eisenbahnen 120km. 2) Hauptstadt darin, inherrlicherLage, am Bu-sen von Salerno, Station der Slldbahn; Sitz einesErzbischofs, Kathedrale S. Matteo (von Rob. Guis-card 1076—84 gebaut, mit interessanten Bronze-thüren, antiken Mosaikfußböden, einer reich ausge-schmückten Krypta mit Gräbern longobardischer Kö-nige, der Margaretha von Anjou und des PapstesGregor VII.), Lyceum, Technische Schule, Seminar,Bibliothek, Findelhaus n. a. Wohlthätigkcitsanstal-ten. Auf dem schönen Corso Garibaldi Denkmal desCarlo Pisacana, des Vorläufers von Garibaldi (1857bei einem Nevolntionsversuch nmsLeben gekommen).Baumwollenspinnerei ».Seidenweberei, bedeutenderHandel; 19,905 Ew. (Gem. 27,759). Uber derStadt (275 m) die Trümmer des Castells der lon-gobardischen Fürsten, herrlicher Aussichtspunkt. DieStadt war im Mittelalter Residenz Rob. Guiscardsu. Sitz der nach ihr benannten medicinischen Schule,die bes. im 13. Jahrh. blühte u. in ganz Italienmaßgebend war, jedoch von der Mitte des 14. Jahrh.in Verfall gerieth. Hier starb 25. Mai 1085 PapstGregor VII. Berühmt durch ihre herrlichen Scene-rien ist die Landstraße von S. nach Amalfi.

S., im Alterthum Sa lern um, am Sinns ?as-stanns im Picentinerland, hatte Hafen u. ein festesSchloß; 195 v. Chr. wurde von den Römern eineColonie dorthin geschickt. Nach dem Sturze der rö-mischen Herrschaft kam I. an die longobardischenHerzoge von Benevent n. Herzog ArachiS stellte dieverfallene Stadt als starke Festung wieder her. 840rissen sich dieL>alernitaner vonBenevent los, wähl-ten selbst einen Fürsten und 848 wurde durch einenTheilungSvertrag mit Benevent S. ein eigenes, demdcntschenKaiserlehnbaresFürstenthum, wozu dersüdl. Theil des Fürstenthnms Benevent u.die Hälftedes Guastaldats Acerenza mit den Städten Tarent,Cosenza, Pästum, Conza, Nola, Sarnnm gehörte.Von den Saracenen, Neapolitanern u. Capuanerngedrängt, unterwarf sich Fürst Guaimar I. (877 bis900) dem griechischen Kaiser Leo u. schlug mit dessenHilfe die Saracenen bei Nocera. 978—981 regier-ten, von Fürst Gisulf zu Erben eingesetzt, PandulfVater und Sohn, von Capua; den Sohn Pandulfstürzte Herzog Manso von Amalfi, der sich dadurchhielt, daß er Len Kaiser Otto II. als Oberlehns-herrn anerkannte. Auf Manso u. seinen Sohn Jo-hann I. folgte Johann II., ein edler Spoletaner,983—994 u. dessen Enkel Guaimar IV. (1027 bis1052) wurde 1038 von Kaiser Konrad zum Fürstenvon Capua gemacht, kam mit der Normannen Hilfein Besitz der Herzogtümer Amalfi (1039) u. Sor-rento (1040) und nahm 1044 auch den Titel einesFürsten von Apulien u. Calabrien an. Sein SohnGisulf II. (1052) kam mit seinem Schwager RobertGniscard in Streit 1077, mußte endlich vor dem-selben fliehen, ging nach Rom u. erhielt vom Papste