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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
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Laeoliariiiii

die Zellen mehr oval und länger in Colonien ver-einigt, dabei an der Obcrflächedsr Flüssigkeit (Ober-gährnng). Der genetische Zusammenhang von 8.mit anderen Pilzen, namentlich Schimmelpilzen,welcher mehrfach vermnthet wurde, besteht nicht;scharsunterscheidbareArten scheinen nicht zu cxistiren;auch sind manche als Nzmockorma beschriebene For-men mit 8. zn vereinigen. EnM.

8acoliZrum (8aeostaropiiornm N.), Pflanzengatt,ans der Fam. 6raminsas-^.nstropoAoneag (lll. 2)Aehrchen vom Rücken her zusammengedrnckt, zwei-blllthig, am Grunde wollig, Vorspelzen durchschei-nend, stumpf. 8. oküsinarnm 2). (Zuckerrohr), 3 bis4 m hohes Gras mit starke!» Halm und reich ver-zweigter Rispe; wahrscheinlich in Ostindien heimisch,jetzt in Ost-, Westindien n. Brasilien zur Gewinnungvon Rohrzucker gebaut. Die grünen Stengel dienendaselbst auch als Nahrungsmittel. 8. violaegum2'nrsna. wird ebenfalls in beiden Indien cnltivirt.

8aovkärum, Zucker (s. d.). (Engter.

Sacchliri, Antonio Maria Gasparo, aus-gezeichneter ital. Tondichter, geb. 23. Juli 1734 inPozznoli; stndirte im Konservatorium Santo Onofrioin Neapel unter Dnrante die Composition, unterNicolas Forenza das Violinspiel; gab nach Beendig-ung dieser Studien Gesangnnterricht in Neapel undschrieb Opern für verschiedene Theater, ging 1762nach Nom, 1768 als Director des ConservatorinmsOspedaletto nach Venedig, machte alsdann Reisennach Deutschland, London, Paris (1782), wo erals Lomponist an der Großen Oper eine sehr ein-trägliche Stellung besaß n. von der italienischen Par-tei vergöttert wurde, des. auch die Gunst der MarieAntoinette genoß, später jedoch fallen gelassen wurdeu. 7. October 1786 starb. Er schr. über 40 Opern,verschiedene Kirchcnsachen, Oratorien, Streichquar-tette, Trios, Sonaten für Klavier u. Violine. Vonseinen Opern, die sich durch anmuthSvolle, fließendeMelodien u. einsache, dabei efsectvolle Instrumenta-tion auszeichnen, sind die hervorragendsten: ^.Iss-sanäro usU'Inäio (1768),LnLromaeea(1763) undOeärps L Oolons (1787). Si-b-nrock.

8aoous (lat. Sack), bei den griechischen Patriar-chen u. Bischöfen das Priestergewand, in welchem sicam Oster-, Pfingst- u. Weihnachtsfest den Gottes-dienst halten; hier war er weiß, in den Fasten undbei Todtenseiern roth; Kleid bei den Mönchen, wel-ches sie über ihre Ordenskleider ziehen.

Saccdon, Stadt in der span. Prov. Guadalajara(Nemastilien), am Tajo, 2680 Ew. Dabei in einemamnnthigen Thale am Gnadiela die berühmten-der von La Jsabela mit einem königl. Schlosse.

Sacellaritis, der Schatzmeister der Kirche.

8aoollum (röm. Ant.), kleiner, mit einer Mauerumgebener, aber unbedachter, einer Gottheit geweih-ter Ort, wo ein Altar stand; in der KatholischenKirche eine einem Heiligen gewidmete mit einem Al-tar versehene Kapelle.

8aeer (lat.), heilig; bei den Römern jede unterden bestimmten Formeln einein Gotte geweihte oderverfluchte Sache.

8acsr mono (a. Geogr.), der heilige Berg jenseitdesAnio im sabinerland, nicht weit vonRom; hier-her zogen 493 u. 449 v. Chr. die Plebejer, gegen-über dem Druck, den die Patricier auf sie übten.

Saoorüos (lat.), Priester; daher 8aosrckotinm,

Sacher-Masoch.

Priesteramt, Priesterthum; in der christlichen Kirche8. primus (8. primi oräinis), Bischof, und 8. so-onnckns (8. ssonncki orckinis), Presbyter.

Sachalin, 1) chinesische Bezeichnung für denAmur; 2) (bei den Tataren Tarakai, bei den AinosKarafto od.Krafto u.beidenJapanesenOko Fass» ge-nannt), große Insel an der nördlichen Ostküstc Asiens,von ihr durch denTatarischen Sund getrennt, wird imS. von der Straße Lapeyrouse, im O. u. N. vomMeere von Ochotsk begrenzt und erstreckt sich von45° 40' (C. Notoro) bis 54° 25' n. Br. (C. Elisa-beth), die Breite schwankt zwischen 30 u. 120 Icm,der östlichste Punkt ist C. Terpjenija. Der Flächen-gehalt wird zu mehr als 120,000 Hjüm angegeben.Dem Festlande am nächsten kommt die Insel unter52" 13' n. Br., wo sie mit dem C. Lasarew dieschmale Mamiastraße bildet. Früher gehörte dernördl. Theil den Chinesen, der slldl. den Japanern;der erüere wurde nach der Eroberung des Amurlandes, später auch der südl. Theil von den Russenin Besitz genommen u. laut Vertrag mit Japan vom7. Mai (25. April) 1875 die ganze Insel dem ost-sibirischen Küstengebiete einverleibt. Das Innere istnoch unbekannt, koch weiß man, daß ein Gebirgszugfast die ganze Insel erfüllt, während dis Küsten znmTheil flache Sanddllnen sind. Znm Theil hat dieInsel sehr fruchtbaren Boden und ist namentlich inder südlichen Hälfte reich an Waldungen; noch wich-tiger ist es, daß man bedeutende Steinkohlenlagerdaselbst gefunden hat. Klima äußerst streng, Winterlang und kalt. Bewohnt ist S. im südlichen Theilevon Ainos, im mittleren von Orangen (Tnngnsen)u. im nördlichen von Giljaken. Die bemerkenswer-thesten Buchten sind die Anwabai an der Südküste,die Terpjenijabai an der Ostküste. Die russischenNiederlassungen (Korsakowa, Murajewsk, Tarackau. a.) sind alle noch sehr unbedeutend. Dronke.

Sichalin-Ula, Provinz der chines. Mandschurei(s. d.) mit der Hauptstadt Zizichar.

Sarhalin-Ula-Chaton, so v. w. Aignn.

Sacharja, Name, so v. w. Zacharias.

Sachenrecht, der Theil des Privatrechts, welcherdie Lehre von den dinglichen Rechten (z'nrainrs),den einen Gegenstand der unmittelbaren Herrschaftdes Berechtigten unterwerfenden Rechten behandelt.Es gehören hierher die Lehre vom Eigenthnm, vonden dinglichen Rechten an fremden Sachen (Servi-tut, Pfandrecht,Emphyteusis). Vgl. DinglicheKlage.

Sacher-Masoch , Leopold, Rittervon, österr.Schriftsteller, geb. 27. Jan. 1835 zu Lemberg, vonwo er nach Prag und Graz kam, Jura stndirte, dieUniverfitäts-Carriöre einznschlagen versuchte und zudem Zwecke veröffentlichte: Der Aufstand in Gentunter Karl V., Schafsh. 1857. Bald jedoch wandteer sich ganz der Pnblicistik zn u. schrieb: UngarnsUntergang, Lpz. 1862, Der Emissär, Prag 1863;2.A. Lpz. 1873; dieLnstspiele: Die Verse Friedrichsdes Großen, Schafsh. 1864, 2. A. Lpz. 1866; DerMann ohne Vornrtheil, das. 1866; die Romane:Kaunitz, 2 Bde., Prag 1865, 2. A. 1873; Der letzteKönig der Magyaren, 3 Bde., das. 1867, 2.A. 1870;Ans dem Tagebuche eines Weltmannes, das. 1870.Gegenstand der leidenschaftlichsten Parteinahme füru. wider wurde S. durch seinen Roman: Das Ver-mächtniß Kains, 2 Bde., 1. Th. Die Liebe, Smttg.1870 und wird ihm Mit Recht die allzu absichtliche