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Saadja -
in der Zeitschrift der Deutschen MorgenländischenGesellschaft, Bd.IX, S. 92ff., XII, S. 82 ff., XXX,S. 81 ff., sowieviele Erzählungen,Fabeln,Abhand-lungen rc. Auch hindustanische Verse hat S. geschrie-ben. Eine Auswahl seiner Werke übersetzte Dorn(Drei Lustgänge in S-s Nosenhain, Hamb. 1827);sämmiliche Werke in persischer Sprache, Calcntta1791 ff., 5 Bde., Bombay 1841, u. Täbris 1841,1848 u. ö. °-
Saadja,.Ben Joseph, berühmter Rabbi, ausFayum in Ägypten, geb. 892 ; ward.durch seineSchriften gegen die Karäcr , durch seine, eine neueÄra beginnende arabische Übersetzung u. Erklärungder Heiligen Schrift u. a. berühmt und 923 Gaon(Vorstand der Hochschule) in Sura. Wegen einesProcesses, in dem er dem Urthcil des Exilarchennicht beipflichtete, ward er von diesem entsetzt undlebte in Bagdad, wo er sich literarisch beschäftigte,bis er nach einigen Jahren sein Amt wieder erhielt.Er starb 942. S. ist Polemiker, Übersetzer, Exeget,Talmudist «.Philosoph. In seinem Werke: Glaubenund Erkennen (arab.) sucht er die Religion mit derVernunft in Einklang zu bringen, die sinnlichen Aus-drücke von Gott erklärt er geistig; Gott schuf eineStimme, welche die Offenbarung übermittelte; eben-so habe ein erschaffenes Licht den Propheten Gottkund gethan. Die Erde als Mittelpunkt der Welt istdas Vorzüglichste und auf ihr der Mensch das vor-züglichste Werk, dessen Vorzug in der Vernunft liegt.Die Lehren des Judenthums sind in der Vernunftbegründet; selbst für die rituellen Gesetze lassen sichGründe finden. — Ein philosophisches System hater nicht schaffen wollen. Die noch erhaltenen Werkesind: Nechtsgntachten, aus dem Arab. ins Hebr.übersetzt, verschiedentlich abgedruckt; LMarotir, die613 Gebote in Versen zum Synagogengebranch,wozu er noch mehrere Festgedichte (Piulim) fertigte;herausgeg, von Paulus aus einem Oxforder Mscr.,Jena 1790—91, vonHeinrich Ewald, Die Psalmennach S. in Über die arabisch geschriebenen Werke jü-discher Sprachgelehrteu, Stuttg. 1844; arabischeÜbersetzung des Pentateuch, des Jesaja, der Psal-men, des Buches Hiob, herausgeg. von Ewald indem eben genannten Werke; Erklärung des HohenLieds; das Buch llomra, (von der Weltschöpfnng),arab. übersetzt u. erklärt; Das Buch des Glaubens u.Erkenucns (klmunottr woDsotir), ins Hebr. übersetztvon Juda ibn Tibbon, 1186, deutsch übersetzt vonFürst, Leipz. 1845; eine neue correcte deutsche Über-setzung des Lmrmotir wo voobir von Or. Bloch inRahmers Jüdischem Literaturblatt, Magdeb. 1878.Siehe über ihn: Munk, Mties snr L. 8. Gaon, inCahens Bibel; Rapoport inBikkars Imidtim, 1828;Dukes, S. Gaon aus Fajum in Literarhistor. Mit-theilungen über die ältesten hebr. Exegeten, Gramma-tiker u. Lexikographen, Stuttg. 1844. Fürst.
Saak, Dorf in der Nähe von Eupatoria (Halb-insel Krim), mit vielbesuchten Schlammbädern.
Saal, Marktflecken im Bez.-Amt Königshofendes bayer. Regbez. Untersranken u. Aschafsenburg,an der Mündung der Milz in die Fränkische Saale;Obst- ».Ackerbau, Viehmärkte; Mineralquelle; 982Ew. Dabei 1 Wallfahrtskirche u. altdeutsche Gräber.
Saal, Georg, Landschastmaler, badenscherHof-maler, geb. 1818 in Koblenz, gest. 3. Oct. 1870 inBaden-Baden; bildete sich seit 1844 an der Düssel-
- Saalrck.
dorfer Akademie und ans öfteren Reisen, lebte von1848 in Heidelberg, Paris und Baden-Baden. Erpflegte die Stimmnngslandschaft u. malte abwech-selnd nordische u. süddeutsche Landschaften, in denener seine hohe Begabung für ächt poetische Auffassungn. energische Darstellung bekundete. Auch dem Waldevon Fontainebleau entnahm er Stoffe zu mehrerenBildern. Hauptwerke: Das Lierbacher Thal imSchwarzwald, mit Zigennerstaffage; Schwarzwald-landschaft (in der Galerie des Louvre); Wasserfall imStifte Drontheim; Begräbniß in Skandinavien (inMejico); Lappländische Mitternacht; Der Labro-fall rc. S. ist in vielen Galerien neuerer Meistervertreten. Regnet.
Saalbaudn.Saalbnch.s.Sahlband, Sahlbuch.
Saalbarg, 1)Stadt im Fürstenthnm Rens; j.L.,in reizender Lage, an der Saale, mit Ringmauer u.Thnrm, Ruine eines im 11. Jahrh. gegen die Sor-ben erbauten Schlosses; Wollen- und Banmwollen-weberei; 1075 Ew. Dabei die Ruine des ehemali-gen adeligen 'Nonnenklosters zum Heiligen Kreuz.Hier 8. Oct. 1806 ungünstiges Gefecht der Preußengegen die Franzosen. 2) Ruinen eines Römercastellsim Taunus, 6 km nördlich von Homburg (Regbez.Wiesbaden), vielleicht das alte Artaunnm.
Saale, 1) (Sächsische, Thüringische S.) linkerNebenfluß der Elbe, entspringt am WAbhange desgroßen Waldstein auf dem Fichtelgebirge im bayer.Regbez. Oberfranken, fließt dann durch die Fürsten-thümer Neuß n. Schwarzburg-Rudolstadt, die Her-zogthümer Sachsen-Meiningen und Sachsen-Alten-bürg, das Großherzogthum Sachsen-Weimar, denprenß. Regbez. Merseburg, das Herzogthum Anhaltn. den prenß. Regbez. Magdeburg u. mündet hiernach einem 364 km langen Lause unterhalb Saal-horn, südöstlich von Barby in zwei Armen. AeQuelle der S. liegt 728, ihre Mündnng 52 m ü. d.M.; sie ist von Natur bei Halle, durch Kunst schonbei Naumburg im Ganzen 184 km weit schiffbarund außerdem noch von der bayer. Grenze ab etwa135 km flößbar. Sie ist ziemlich fischreich. Neben-flüsse sind rechts: Lausitz, Regnitz, Wiesenthal, Orla,Roda, Methan, Rippach, Weiße Elster, Fuhne;links: Selbitz, Loqnitz, Schwarza, Ilm, Unstrnt,Salza, Wipper n. Bode. Ihr Flußgebiet wird zn21,640 Hjkm (393 HfM) angegeben. 2) (Frank-sche S.) rechter, 112km langer Nebenfluß des Main,entspringt aus dem Saalbrunnen auf der bayer.n. meining. Grenze bei Sta. Ursula, fließt durch denbayer. Regbez. Unterfranken, nimmt rechts die Milz,Streu, Brend, Schondra u. Sinn, links die Lauerauf und mündet bei Gmünden; sie ist von Gräfen-dorf ab 15 km weit für kleine Fahrzeuge schiffbar.3) (Saalach,Salzbnrgische s.) linker Nebenfluß derSalzach, entspringt im Glemmthale in Tirol, fließtdurch das österreich.Herzogthnm Salzburg, tritt amSteinpaß nach Bayern über n. mündet, als Grenz-fluß 10 km weit schiffbar, östl. von Freilassing un-terhalb Salzburg. H- Berns.
Saaleck, 1) Kirchdorf im Kreise Naumburg desprenß. Regbez. Merseburg, an ver Saale; dabei dieRuinen der Rndelsburg (s. d.), ferner dicht dabei,jedoch auf meiningischem Gebiet, die SaaleckerThürme. Im Anfang des 13. Jahrh. kam S. andie Schenken von Vargula, welche es 1344 an denBischof von Naumburg verkauften. 2) BergschWi