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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
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Saal-Eisenbahn

bei Hammelburg im bayer.Regbez. Unterfranken n.Aschafsenburg, auf einem Berge am Thals der Frän-kischen Saale, an dessen Abhängen ein vorzüglicherWein wächst; war einst Nesivenz der thnring. Köni-gin Amalberga. S- «-rns.

Saal Eisenbahn, Ende 1877: Länge 74,g Icm;Anzahl der Locomoliven 12, der Personenwagen 35,der Güterwagen 129; Einnahme 815,529 LI; Zeitder Gründung 14. Febr. 1871, der Inbetriebsetzungl.Mai1874; Anlagecapital 16,992,80021; Privat-verwaltung; Directionssitz Jena.

Saalfeld, 1) ehemaliges, seit 1826 zu Sachsen-Meiningen gehöriges Fnrstemhnm, an Schwarzburg,Altenburg,Renß, Weimar, Preuß. Sachsen u. Ober-land-Meiningen grenzend; 440,z jHjkm (8 UM) mit28,000 Ew.; der jetzige Kreis S., s. Sachsen-Meinin-gen. 2 ) Hauptstadt darin, an der Saale, mit Brückeüber dieselbe, Krenzungspunkt der Thnring. Bahnu. der Saalbahn; Bergamt, L-chloß (ehemals Resi-denz), gothische Johanniskirche (1212 aus dem Er-trage der benachbartenGoldgruben von Reichmanns-dorf erbaut), Realschule I.Ordn.; Fabriken in Far-ben, Nähmaschinen, Marmor- u. Alabasterwaaren,landwirthschaftl. Maschinen, Mineralwasser, Wachs-tuch; Maschinenstrickerei; 6784 Ew. In der Nähedie Ruinen der uralten Sorbenbnrg (HoherSchwarm). Hier Ansang 1567 Landtag, wo Unter-thanen u. Ländereien Johann Friedrichs des Mitt-lern laut kaiserlichem Befehl, wegen der Grnmbach-schen Händel, dem Herzog Johann Wilhelm zuge-wiesen wurden; unter Herzog Johann Ernst, dem7. Sohne Ernsts des Frommen, wurde Stadt undGebiet zu einem selbständigen Herzogthume 1681;lO.Oct. 1806 Gefecht zwischen Franzosen u. Preu-ßen, wobei Prinz Louis Ferdinand von Preußenblieb (dessen Denkmal auf dem Wahlplatze, beiWöhlsdorf, steht). Lergl. Wagner-Grobe, Chronikvon S., Saals. 1867; Richter, S., mit Plan, ebend.1877. 3 ) Stadt im Kreise Mohrnngen des prenß.Regbez.Königsberg, amEwing-See, dsrdnrch einenKanal mit dem Geserich-See, sowie mit demElbing-Oberländischen Kanal verbunden ist; Amtsgericht,Gerberei, Molkerei u. Käserei, eine Maschinen-An-stalt u. eine bcdentendeDamps-Schneidemühle,Vieh-nnd Leinwandmärkte; (1875) 2787 Ew. S. ist seit1305 Stadt und hatte ehemals eine berühmte Lan-desschule. Schroot.

Saalmiinster, s. Salmünster. (Erfurt.

Saal-Unstrut-Eisenbahn, s. Nordhausen.

Saaltveide, so v. w. Sahlweide, s. Weide.

Saane (franz. La Sarine), linker Nebenfluß derAare in der Schweiz, entspringt am Sanetschgletscherbei Gsteig im Berner Bez.Saanen, bildet bald dar-aus am Arpel einen 97 rn hohen Wasserfall, tritt indenKant. Waadt ein, dann nach N. gewendet in denKant. Freibnrg, wo er den Hongrin, die Jogne(Jrnn) u. Glane aufnimmt, endlich bei Laupen inden Kant. Bern, wo er durch die Sense verstärktwird und bei Wyler-Oltingen nach einem 125 ümlangen Lause mündet. Bon ihr hat der S°bezirkim Kant. Freibnrg den Namen.

Saane» (sr. Gessenay), 1) (Taanenland), bis1798 eine besondere Landschaft der Schweiz, zwischendem Berner Obersimmenthal n. den Kant. Wallis,Freibnrg u. Waadt; umfaßte aus 330Hjüm(6 (IW)13 Thäler mit etwa 8000 Ew., wurde von einem

Saarbrücken.

Berner Landvogt verwaltet und bestand aus einemfranzösischen u. einem deutschen Lheile, welche durchdie Mediationsacte von 1803 getrennt wurden; derfranz. Theil kam als Bezirk Pays d'Enhant (s. d.)zu dem Kant. Waadt und ans dem deutschen wurdeder gleichnam. Berner Bezirk gebildet, welcher dasGsteig-, Tnrbach- und Lanenthal umfaßt, ganz ge-birgig ist, von der Saane durchflossen wird u. 5130Ew. hat, welche sich bes. mit der Alpenwirthschaftbeschäftigen u.vortrefflichenKäsebereiten. 2)Fleckenn. Hanptort darin, an der Saane; Käsehandcl, be-suchteMärkte;(1870)3639Ew.(alsGem.). H- Berns.

Saar, 1) (im Alterthum Laravns, franz. Sarre),rechter, 246 üm langer Nebenfluß der Mosel; entstehtamWAbhange des Wasgaugebirges beiHermelingcnans der Weißen u. Rothen S., von denen erstere amDonon und letztere östl. von demselben entspringt;fließt durch das deutsche Reichsland Elsaß-Lothrin-gen, wird vom Rhein-Marne-Kanal überschritten,tritt bei Saargemünd in den preuß. Regbez. Trierüber, nimmt links den Naubach, die Albe, Rossel,Biste, Nied u. Lenk, rechts den Biberbach, die Jsch,den Eichelbach, die Blies, den Snlzbach, Fischbach,Köllerbach n. die Prims ans und mündet bei Konz.Sie ist vonSaargemnnd abwärts 128 Icm weit schiff-bar und durch den 63, g üm langen S-kohlen-Kanal(s. Rhein, S. 182) mildem Rhein-Marne-Kanalverbunden. 2) (ZLär) Stadt im mähr. Bez. Neu-stadl, an der Sazawa, unweit der böhm. Grenze;Bezirksgericht, alterthüml. Pfarrkirche, Kunstmühle,Tuch - u. Baumwollenweberei, Flachsbau, Leinen-weberei,Biehmärkte; (1869) 2955 Ew.(Gem. 3072).Dabei das große Schloß Saar, welches vormals eineCistercienser-Abtei war. H- Berns.

Saar, Ferdinand v., österr. Dichter, geb. 30.Sept. 1833 in Wien; trat nach absolvirtem Gym-nasium in die österr. Armee 1849, nahm aber schon1359 seinen Abschied u. widmete sich nun ganz derSchrisstellerei, theils in Wien, theils ans dem Guteeines Freundes in Steiermark lebend. Bon seinenzahlreichen Dichtungen seien erwähnt: Kaiser Hein-rich IV., deutsches Trauerspiel ü: Z Abth. (Hilde-brand, Heidelb. 1863, u. Heinrichs Tod, ebd. 1867),Heidelb. 1872; Jnnocenz, ein Lebensbild, ebd. 1866,3. A. 1874; Die beiden de Witt, ebd. 1875; Österr.Novellen (Novellensammlnng), ebd. 1877.

Saaralben(Saaralbe),Stadt im Kreise Forbachdes deutschen Regbez. Lothringen (Elsaß-Lothringen),an der Mündung der Albe in die Saar n. amSaar-kohlen-Kanal, Station der Elsaß-Lothring. Eisen-bahnen; Strohhntfabrikation, Bleichen, Seidenfär-berci,Ziegelei,Schifffahrt, besuchteMärkte, 3 Salinen(S., Salzbronn u. Haras), die jährlich etwa 240,000Ctr. Salz produciren, Soolbad; (1875) 3160 Ew. Diegleichnamige Herrschaft kam 1560 an Lothringen.

Saarbrücken (Saarbrück), 1) Kreis im preuß.Regbez. Trier; wird von der Saar und dem Saar-kohlen-Kanal, sowie von der Saarbrücker, S.-Trie-rer u. S.-Saargemünder Eisenbahn durchschnitten;384,5g IMm (6,gg UM) NUt (1875) 102,722 Ew.2) Kreisstadt darin, an der Saar, durch zwei Brückenmit der Gemeinde St. Johann (s. d. 3) verbunden;Knotenpunktder Eisenbahnen nach Neunkirchen (Bin-gen u. Lndwigshasen), Trier, Metz, Saargemllnd u.St. Ingbert; Bergamt, Hauptsieueramt, Gymna-sium, Provinzialgewerbeschule, mehrere höhereTöch-