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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
Entstehung
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8. Saadi.

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überwunden. S. Grimm, Deutsche Grammatik,!.,2. A., 162; Hahn n. Pfeiffer, Mittelhochd. Gram-matik, 1865, S. 30; SchinitthemierDeutschesWLr-terbnch von Weigand, 3. A., 1871, 2., 853; Wik-manns, Deutsche Achulgrammatik, 1878, S. 207 fs.2) Als Zahlzeichen: a) im Hebräischen: s 7

(s 7000), O 60 (5 60,000), ^ 300

(N 300,000), 290 (2 90,000); d) imGriechischen <r' 200, 200,000; e) in der Ru-

bricirnng 18. 3) Als Abkürzung: a) in grie-chischen Rechnungen ^Stater(s. d.); ki) in römischenRechnungen ^ Drachme (s. 8smi); auf Münzen,Denkmälern, in Handschriften rc. sivs, saoer,

LLNotuS, ssmissls, LSNabNZ, siAnavkb, 8PS8, 8SVU-

ritas, salutom; o) in deutschen Büchern San(Sanct), siehe, Seite, Süden; ä) in philosophi-schen Lehrbüchern an) Subject u. Unterbegriff;bb) so v. w. Limpkox vonvsi-8io, d. i. einfache Um-kehrung des Snbsects u. Prädicats in kategorischenUrthcilen ; s) auf französischen Münzen der PrägortTroycs, auf spanischen Sevilla; !) anfRecepten ent-weder 8nmatur (man nehme), oder mgnobur (manbezeichne), s. Recept; §) so v. w. Sons. 4) Diekrumme messingene Röhre, welche an das Fagott alsMundstück gestecktwird, weil sie dieForm eines 8 hat.5) Auch so v. w. Liniabra. 6) Chemisches Zeichenfür Schwefel. 7) 8. romaruun, die 8-förmige Krüm-mung des Grimmdarmes, s. u. Darm, S. 753. i) o.

8. k., Abkürzung 1) ans römischen Münzen fürZsonribao od. 8pv8 iluAnsti; 2) auf Recepten ent-weder für Zgamrcknm arbsm, nach der Kunst (derChemiker od. Apotheker), oder für oiirs aoküo, ainoIcali, ohne Säure, ohne Alkali; 3) bei Angabe vonBüchertiteln für sine anno, ohne Jahrzahl; 4) soV. W. 80 N H1S88S.

da Bandeira, Bernardo de, portugies.Staatsmann, geb. 1795 zu Santarem (Estrema-Lura); machte Lie portugies. Freiheitskämpfe mit,studirte hierauf in Coimbra u. Paris, schloß sich derRevolution von 1820 an und vertheidigte 1823 dieConstitution gegen Lie Contrerevolution, weshalb ernach deren Siege verbannt wurde. Er kam nachVerleihung der Charte durch Dom Pedro zurück u.bethätigte sich als Soldat wie als Diplomat als einewesentliche Stütze des neuen constitutionellen Thro-nes. 1832 wurde er Gouverneur von Porto undim November Marineminister u. Baron, aber schonim Mai 1833 wieder entlassen; im Septbr. verthei-digte er Lissabon gegen die Mignelisten, deren Nie-derlage hierdurch wesentlich befördert wurde. AlsGouverneur von Pcniche u. darauf von Algarbienbewirkte er diePacificirung dieser Provinzen. 1835Pair, führte er von Nov. 1835 bis April 1836 wie-der das Marineportescnille. 1838 znm Bisconde er-nannt, übernahm er kurze Zeit das Ministerium des

> Auswärtigen. Im Oct. 1846 stellte er sich mit an

> die Spitze der Provisorischen Junta, weshalb er allerWürden, Ämter und Titel entsetzt wurde; doch gab

^ ihm tzie Amnestie vom 10. Juni 1847 dieselben zu-rück. 1850 erhielt er die Würde eines Staatsmini-sters u. wurde Präsident des Colonialrathes, über-nahm 1856 neben dem Ministerium der Colonien

l auch das der Marine, 186064 das des Krieges;

- i^.6869 und 30. Aug. bis 30. Oct. 1870 war er

^ Ministerpräsident. Er st. 5. Jan. 1876 zu Lissabon.

Eines seiner Hauptverdiensie ist die Aufhebung derSklaverei in den portug. Colonien, 26.Febr. 1869,auch begründete er mehrere Fachschulen. Von ihmerschien: k?-red8 an! 8tatomsnb8 eonesrninA birgrigkib ok birg Ororvn o! Rartugal io iiio iorritorlosok Auksmba, Oabimka, Winkum sie., Lond. 1877,u. eine Karte von Angola (mit da Costa Leal). Schroot.

Sa de Mrranda, Francisco de, ausgezeich-neter portugiesischer u. span. Dichter, geb. 27. Oct.1495 zu Coimbra, widmete sich anfangs dem Rechts-studium u. wirkte später mehrere Jahre als Professoran der Universität seiner Vaterstadt, ging dann aufReisen, hielt sich längere Zeit in Spanien u. Italienauf, erhielt nach seiner Rückkehr unter Johann!ll,ein Hofaml, gab dies jedoch bald wieder auf u. lebteauf seiner Besitzung den Schönen Wissenschaften; er-st. 1558. Er schrieb mit gleicher Gewandtheit undEleganz in portugies. wie in span. Sprache u. ver-öfsentlichte zuerst theils portugiesisch theils spanisch:Ick)-Iko8 und 0a,nti§o.3, in denen er einen echt volks-thllmlicheu Ton auschlng; als klassisch gelten auchseine 6-rrtas pootioa8, die er zuerst in das portugies.Schrifteuthum einführte. Das Studium der italien.Bühne veranlaßte ihn zur Abfassung von Lustspie-len, ziemlich den ersten in Portugal, u. gleich aus-gezeichnet durch Sprache wie durch gewandte Dar-stellung. Von seinen zuerst 1595 in Lissabon ver-öffentlichten gesammelten Werken (Obi-a8) erschien u.a. l784eincguteAusg., ebd.inüBdu. Booch--wssy.

Saadi (Sadi, Scheikh Moslich-Eddin), geb. 1184von armen Eltern in Schiras (daher el Schirasi ge-nannt) in Persien, kam an den Hof der Atabeke,welche ihn erziehen ließen n. ihm viele Wohlthatenerwiesen. -Nach Vollendung seiner Studien begab ersich mehrere Jahre auf Reisen, gerieth in Gefangen-schaft u. arbeitete als Sklave au den Festungsarbei-ten in Tripolis, bis ihn ein Kaufmann aus Aleppoloskaufte u. ihm die Freiheit schenkte. -Nachdem erin seine Heimath zurückgekehrt war, legte er seinereichen Erfahrungen in Schriften nieder und starb,97 Jahre alt, 1291 in einer Einsiedelei unweit Schi-ras, wo noch jetzt sein Grabmal gezeigt wird. Er isteiner der berühmtesten persischen Dichter, sein Haupt-werk ist Gulistan (d. h. Rosengarten), ein zum Theilin Prosa, zum Theil in Versen abgefaßtes morali-sches Werk, herausgeg. von Gentius mit lat. Über-setzung, Amsterd. 1651; vonGladwin mit englischerÜbersetzung, Calc. 1806, 2 Bds., u. ü.; mit Glossarvon Johnson, Lond. 1863; von Semetet mit franz.Übersetzung, Par. 1828 u. 1834; mit Comm. vonSudi, Constant. 1833, Bomb. 1844; von Sprenger,Calc. 1851; von Eastwick, Herf. 1850, mit engl.Übers. 1852; deutsch von Olearius, 1654, von Wolfs,Stutlg. 1841, von Graf, Lpz. 1846 u. von Nesscl-mann, Berl. 1864; franz. von Defremery, Paris1858. Ferner schrieb er Bostan (d. i. Lustgarten),ein ebenfalls moralisches Werk in Versen, herausgeg.Calc. 1821, 1832 u. ö.; mit pers. Comment., ebd.1828; vonGraf, Lpz. 1858; deutsch von Graf, Jena1850; der Fruchtgarten von S., auszugsweise (me-trisch) übertragen durch O. M. Frhr. von SchlechtaWffehrd, Wien 1852; franz. von Nicolas, Paris1869. Außerdem verfaßte er einen Divan (eineSammlung) lyrischer, didaktischer u. panegyrischerGedichte in arabischer u. persischer Sprache; Probendaraus in deutscher Übersetzung von Gras u. Bacher