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Rye —
schien von 1850—74 (5Bde.), bciAusarbeitnng dessechsten Bandes ereilte ihn der Tod 19. Der. 1877.R. war Mitglied vieler Gelehrten Gesellschaften n.wurde 1860 von der Universität Upsala znm Doctorder Philosophie Ironoris causa ernannt. Jonas.
Nye, Stadt in der engl. Grafschaft Snssex, ander Mündung des Rother in den Kanal, Eisenbahn-station, einer der Cinque Ports (s.d.); altes Schloß(jetzt Gefängniß), Stadthaus, Lateinische Schule,Schiffswcrfte; Kalkbrennereien; 1871: 3445 Ew.
Nylks, Kreishanptstadtim russ. Gonv. Kursk, amschiffbaren Seim (Zufluß der Desna); hat Kreis-schule, Gemüse- u. Obstbau, Handel; 9445 Ew.
Nynarschewo (Nynarzewo, Rohrbrnch), Stadtim Kreise Schubin des prenß. Regbez. Bromberg,an der Mündung der Gonsawka in die Netze; 790 Ew.
Nffn-Pesski, d. h. schmaler Sand, Wüste imrnss. Gonv. Orenbnrg, zwischen der unteren Wolgaund Ural, im Bezirke der kaspischen Depression ge-legen, ist sie westlich salzig, sonst besteht sie ans 5 bis10m hohen wandernden Sanddünen, zwischen wel-chen herrliche Weideländer liegen; sie bildet dasHanptgebiet der nomadisirenden Kirgisenhorden.
Nynsburger, Nhynsburger, s. Arminins 2).
Nhot (Raiot, Nayot, Reiot, aus dem arabischenrassat, weiden), in Indien Nainen des Landinannes,danach Ryotwar-System, ein indisches Steuer-Mein, s. Indien, S. 688.
fftyse (Riese), Adam, berühmter Rechenmeister,geb. 1492 in Zwönitz, st. als Vergschrciber in Anna-berg 1559. R. hat sich durch sein zuerst 1552 inErfurt n. ö. an verschiedenen Orten erschienenesRechenbuch: Rechnung aufs der Innen vnd federn inzal, maß vnd gewicht aufs allcrley handierung, einenNamen gemacht und ist seitdem der Ausdruck: nachAdam Ryse für die Richtigkeit einer Rechnungsprichwörtlich geworden. Auch von seinen SöhnenAdam, Isaak und Jakob R. erschienen arithme-tische Schriften.
Nhffcl, Stadt, so v. w. Lille.
Nyswijk, Dorf im Bezirk Haag der niederländ.Prov. Südholland; 1869: 2817 Ew. — Hier 20.Sept. 1697 Friede zwischen Spanien, Frankreich,England, Deutschland u. den Bereinigten Provinzen,s. u. Frankreich (Gesch.). In diesem Frieden wardLurch die sog. Ryswijker Clausel (Art.IV.) be-
S, s, s.
stimmt, daß, wo seit 1622 durch Frankreich dieKa-tholischeKirche inDeutschlandeingeführtworden, die-selbe in ihrem nnmnehrigen Besitzstand bleiben sollte.
Nyswhk, Johann Theodor van, vlämischerVolksdichter, geb. 8. Juli 1811 in Antwerpen, wardaselbst Leihhanssecrctär, wurde endlich geisteskranku. st. 7. Mai 1849. SeineDichiungen, unter denennamentlich seine VoIIcslisckjss, Antw.1846, ihn sehrpopulär machten, sind gesammelt erschienen ebend.1849s., 4Bde., n. dann auch von der AntwerpenerRhetorhkkammer nach seinem Tode heransgcgeben;VollsciiAs rvsrlrsn, Antw. 1853. Er gab auch Lln-rsnaldnm (literarisches Jahrbuch), 1843—48, her-aus. Sein Bruder Jan Baptist, seit 1857 Her- .ansgeber des Blattes Os Oroncirvct, geb. 13.Sept.l8I8inAmsterdam; hat sich ebenfalls als flämischerDichter hervorgethan.
Nzeszötv, Stadt n. Hanptort im gleichnamigengaliz. Bezirk (Österreich), Station der Galiz. Karl-Lndwigsbahn; alterthiimliches Schloß, Ober-Gym-nastum, Lehrerbildungsanstalt, Hauptschule, Bern-hardinerkloster; Fabrikation von Leinwand n. Gold-waaren,Handel,bed.Pferdemärkte; 1869:9189 Ew.
Nziha, Franz, ansgezcichneler Eisenbahninge-nienr u. technischer Schriftsteller, geb. 28. März 183lzu Hainspach in Böhmen; absolvirte die technischeHochschule zu Prag und begann 1851 seine Praxis,die er bis 1876, in welchem Jahre er seinen Wohn-sitz als Civilingenieur in Wien nahm, bei verschie-denen Eisenbahngesellschasten fortsetzte. Er traciriewährend dieser Zeit 19 Eisenbahnlinien, wirkte an1,0 Eisenbahnbanten, constrnirte, seit 1856 selbstän-dig leitend, 12 Tunnel u. erfand 1862 ein eigenes ;Tunnelbausystem inEisen, welchesinBraunschweiz,Preußen u. Sachsen Anwendung fand u. wodurch,in Verbindung mit der schriftstellerischen Thätigkeit 'R-s,dieTnnnelbauknnst zu einer selbständigenDisci-plinerhobenwnrde.Nebenbeiwirkte erin25wichtige»Fällen als Experte u. Schiedsrichter. Sein Haupt-werk ist das Lehrbuch der Tunnelbauknnst, 2. A. Berl.1874. Außerdem veröffentlichte er neben zahlreichenAbhandlungen in Zeitschriften u. a.: Die neue Tun-nelbaumethode in Eisen, 2. A. Berl. 1864; Der eng-lische Einschnittsbetrieb, ebd. 1872; Eisenbahn, U».ter- u. Oberbau, Wien 1877, 3 Bde., mit 19 Tafelnund 293 Holzschnitten. Schrool.
S.
S, s, s (letzteres am Schluß eines Wortes odereiner Silbe), 1) als Buchstabe: griechisch L oder
6, ,7. 5 (letzteres Schlug - Sigma); lateinisch n. ro-manisch 8, s; hebräisch ; (Sajin), x, (Sin), O (Sa-mech); im griech. u. lat. Alphabet der 18., im deut-schen u. romanischen der 19.; im hebräischen (;) der
7. od. (^) der 15. od. (--,) der 21.; auch im Grie-chischen gab es ursprünglich drei Formen dafür(Kirchhofs, Griech. Alphabet, 1867, S. 132). AlsLaut gehört das s (Sansclant) zu den Dentalen,wird über die vor die Zahne tretende Zunge gelin-der oder härter gezischt. Der gewöhnliche Gebrauch
zur Verschärfung, ff nach kurzem Vocal, ß nach lan-gem Vocal, und nach kurzem, wenn keine vocalischanlantende Silbe folgt (hassen, stoßen, Haß, häßlich),zu setzen, entbehrt der wissenschaftlichen Berechtig-ung; ß, auch ss geschrieben, ist nicht ans s und z zu-sammengesetzt, sondern vertritt die weichere Aspiraüdes Zungenlautes 2 (z) im Alt- u. Mittelhochdeut-schen, wofür das Gothische u. andere deutsche Sprach-zweige b bieten; 82 findet sich seit dem 13. Jahrh-,daneben vereinzelt in älterer Zeit ?s (und geschärft22 , 2 ss) u. a. Die Verwirrung im Gebrauche bl-ginnt im 15. Jahrh. und ist auch heute noch MP