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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
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Nuysch -

äsrkauä voor äs IlerrorminA, Arnh. 1864 ff. 2)s. Nubruk. H-PP-.

Nuysch, 1) Friedrich, Anatom, geb.23. März1638 im Haag, studirte in Leyden, wnrde sehr baldProsecwr, prakticirte daselbst, ohne seine anatomi-schen Studien zu vernachlässigen, wurde 1665 Pro-fessor der Anatomie in Amsterdam, 1685 auch Pro-fessor der Botanik u. st. 22.Febr. 1731. Er hat sichgroße Verdienste umdie Anatomie erworben, fertigtemit großer Geschicklichkeit anatomische Präparate,wußte die Leichname Jahre lang gut zu erhalten n.vervollkommnetedieGcfäßinjcction, die noch in ihrerKindheit lag. Sein die Bewunderung der Zeitge-nossen erregendes Cabinet verlauste er 1707 um30,000 Gulden anPetcr denGroßen u. brachte dannmit Hilfe seiner jüngsten Tochter ein gleiches vonNeuem zu Stande. Er schr.: Obssrvatüouuru ana-boiniLo-clürurxiearuiu osuturia, Amsterdam 1691,auch1721; Missaurun auatomions, ebd.170115,10 Thle.; ä.ckvsrsaria auatomioo-okürurAioa-ms-äiva, ebd. 171723; Ouraspootoriorss, ebd.1724;Ourao ronovatas, ebd. 1723; Opera oirmia auab.ineck. ekiir., ebd. 1721, 5 Bde., auch 1737. 2) Ra-Hel, Tochter des Vor., geb. 1664 in Amsterdam,vermählte sich 1696 mit dein Porträtmaler I. Pool,wurde 1701 Mitglied der Malerakademie im Haagund 1708 Hofmalers» des Kurfürsten von der Pfalzin Düsseldorf; bes. gute Blumenmalerin; sie st. 1750in Amsterdam. 0 Thamhay».

Nnysdael, 1) Salomonvan, hervorragenderholländ.Landschastmaler, geb. um 1605 in Haarlem,st. daselbst Oct. 1670. Er trat 1623 in die Maler-gilde zu Haarlem und verstand es, die von seinemReffen Jakob (s. u.) geschaffene u. zur höchsten Aus-bildung gebrachte moderne Richtung seiner Kunst-weise anzupassen. 2) Jakob, berühmter Landschaft-maler, Neffe des Vor., geb. wahrscheinlich 1625 inHaarlem, st. daselbst 12 . März 1682, Sohn einesEbenholz-Rahmenmachers; studirte zuerst Medicin,trat 1648 in die Malergilde zu Haarlem und scheintsein eigener Lehrer gewesen zu sein. 1659 ward R.Bürger von Amsterdam, wo er auch den größtenTheil seines Lebens verbrachte. Seine Vermögens-Verhältnisse waren so ungünstig, daß die Vorsteherder Wiedertänfergemeinde, der er angehörte, 1681für ihn um einen Platz im Armenhospital in Haar-lem nachsuchten, woselbst er auch starb. Er liebtes, abgelegene Gehöfte, einsame, stehende Wasser,tief schattige Wälder mit morastige» Wegen, See-küsten bei ruhiger und bei bewegter See, flaches,mäßig bewegtes Terrain darzustellen und beherrschtdabei alle Farbentöne seiner Palette mit der wunder-barsten Virtuosität. Zugleich geht er mit der größ-ten Liebe auf das Detail ein, aber ohne Ängstlich-keit. Seine Poesie ist tiefmelancholisch angehauchtund spricht von der Wehmnth eines tiefen Scelen-leidens. Regnet.

Rnyssclede, Flecken im Bezirk Thielt der belg.Prov.Westflandern;Leinenweberei, Sitz cincrZucht-anstalt (Looks äs rskorms) für junge Sträflinge n.verwahrloste Knaben; 6663 Ew. In der NäheBeernem mit gleichartiger Anstalt für Mädchen.

Ruyter, Michiel Adriaanszoon de, einerder größten Seehelden aller Zeiten, geb. 24. März1607 zu Vlissingen in Zeeland; kam zu einem Sei-ler in die Lehre, entlief diesem aber u. wurde Ma-

- Nybnik. I

!trose. Als solcher u. als Steuermann, u. seit 1641!als Capstän machte er Reisen nach Westindien, Bra-silien, Grönland, befehligte dann als Contreadmiraldie Hilssflotte, mit welcher Holland Portugal gegenSpanien unterstützte, u. unternahm mehrere Zügegegen die afrikanischen Nanbstaaten. Bald daraufzog er sich vom Dienste zurück, übernahm jedoch 1652das Commando wieder und focht im Kriege mitEngland, seit 1 653 znm Viceadmiral ernannt, unterWitt n. Tromp mit Auszeichnung. In dem 1665wieder ansgebrochenen Kriege Oberbefehlshaber,besiegte er 1666 die Engländer dreimal im Canal,lief 1667 in die Themse ein u. erzwang so den Frie-den von Breda. Im I. 1673 trug er drei Siegeüber die verbündete englisch-sranz. Flotte davon.

Zur Unterstützung der Spanier gegen die Franzosennach Sicilien geschickt, starb R. 29. April 1676 znSyrakus infolge einer in der Seeschlacht auf derHöhe von Agosta erhaltenen Wunde. Denkmäler indcrNeucnKirchc zn Amsterdam (Grabstätte), am Ha-fen von Vlissingen (1841) u. im Admiralilätshausezu Rotterdam (1856). Vgl. Brandt, Injk sn bsstrijkran LI. cko L>., Amst. 1687; Klopp, Admiral de R.,Hann. 1852. Schroot.

Rnznameh (pers.), Tagebuch, Kalender, Al-manach, Register.

Rybiusk, Kreisstadt im russ. Gonv. Jaroslaw,ander Wolga, welche hier die Sheksna u. Rybenkiaufnimmt, Endpunkt der Eisenbahn R.-Bologoir-skaja (Petersburg-Moskau), Dampferverbindung!»mit den wichtigeren Häfen der Wolga, ist ein Cen-tralpunkt für den inneren Handel Rußlands, da hi«die Maaren von den größeren Wolgasahrzeugen anskleinere, weiter aufwärts gehende, od. ausdie Eisen- sbahn verladen werden und in der Nähe sich die Kn- snalsysteme verzweigen, welchedasKaspische mitdeni sBaltischen u. Weißen Meere verbinden. Der Wan- ^renumschlag wird auf 3540 Will. Rubel jährlich sveranschlagt. Die Stadt hat Leder- und Leinwand- ^fabrikcn, Börse n. 15,047 Ew., deren Zahl währendder Handelssaison ans 100,000 anwächst. Dr»» .

Nyüulfkl, Matthias, poln.General, geb. 1781 tzu Slawnta in Volhynien; studirte in Lemberg Mi- >litärwissenschaften, trat 1806 in französische Dienst! :u. war dem General Suchet attachirt, dann in pol-nische, kämpfte hier in den Feldzügen von 180S,

1812 n. 1813, wnrde, bereits Regimentscomman-denr, bei Leipzig gefangen u. nach Ungarn gebracht. ,Nach der Errichtung des Königreichs Polen kam eizum 1. Regiment, eilte mit diesem nach der Revo-lution in Warschau 21 . Novbr. 1830 dahin, ward! tznm Brigadcgeneral ernannt, focht als solcher bki ^ ^Grochow, erhielt später eine Division und wohnt! ivielen Gefechten u. bes. der Schlacht von Ostrolenk» !bei, lieferte auch 1. April das Gefecht von Wanm. ^ sNach der Übergabe von Warschau Sept. 1831 führt! ! >

er als General su oirsk die polnische Armee nach s iModlin u. Plock u. endlich 5. Oct. über die preuß.! tGrenze, wo er in Marienwerder eine Zeit lang lebt! d

u. endlich nach Frankreich ging. Seine Güter war- (

den confiScirt. Er st. 17. Jan. 1874 in Paris. t

Nybnik, 1) Kreis im prß.Regbez. Oppeln, durch- d

schnitten von der Linie Ratibor-Kattowitz der Ober- hschlesischen Eisenbahn; 851,g, üsskiu (15,UM! rmit (1875) 77,382 Ew. 2 ) Kreisstadt darin, °« gSawodebach,Station der oben genannten Eisenbahn! §