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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
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Rußland (Kriegsmacht).

Dragoner., 1 Ulanen-, 1 Husaren- und 1 Kosaken-Rcgiment. Außerdem besteht 1 kaukas. Cavalerie-Ditlsicii n.lDon-Kosakcn-Division. a. Die Artil-lerie: 48 Feld-Fuß-Artillerie-Brigaden ä 6 Batte-rien, sind den 48 Infanterie-Divisionen ständig zugc-theilt, außerdem sind 2 tnrkestanisihe u. 1 ostsi'birischeBrigade u. 1 westsibirische Batterie vorhanden, imGanzen 300 Batterien n 4 im Kriege ä 8 Gcsch.,34 reitende Batterien, wovon je 3 bei Len 2 Garde-,je 2 bei den 14 Armee-Cavalerie-Divisionen ständigeingetheilt sind, außerdem bestehen 14 beurlaubteDon-Kosaken-Vattcrien, letztere haben im Friedennur 3 Geschütze bespannt, die übrigen reitenden Bat-terien haben im Kriege und Frieden je 6 Geschütze.Die Artillerie-Parks sind während des letzten Kriegcs neu formirt worden, jeder Infanterie-Divisionwar ein aus 3 Artillerie- n. 2 Jnfanterie-Abtheil-ungen bestehender Park, jeder Cavalerie-Division n.jeder Schützenabtheilnng 1 Park-Abtheilung über-wiesen, außerdem waren noch 14 Artillerie-Parks ä4 Abtheilnngcn für den Nachschub der Munition be-stimmt. Im Frieden sollen die Cadres dieser Parksin den Militärbezirken unter besonderen Chefs ver-einigt werden. cl. Die Jngenieurtrnppen sindin 5 Brigaden eingetheilt, deren jede ans 3 Sap-peur- n. 2 Pontinier-Batterien, 12 Telegraphen-,1 Jngenienrpark und 1 Eiscnbahnbataillon besteht,letzteres fehlt bei der 5. (kaukas.) Brigade. Außer-dem bestehen 2 Seemincnverwaltnngen mit 2 Tor-pedocompagnien, 1 galvanische Lehr-u. I tnrkestan.Sappenrcompagnie. Einen besonders organisirteuTrain hat die russische Armee nicht. II. Die Re-serv etruppen werden erst im Falle eines Kriegesin der Stärke von 164 Infanterie-Bataillone neuformirt, ein schon im Frieden bei der Garde beste-hendes Cadre-Bataillon wird ans ein Regiment L 4Bataillone verstärkt. Jede F--Artillerie-Brigadestellt im Falle einer Mobilmachung 1 Reserve-Bat-terie auf. III. Ersatzlrupp en der Infanterie wer-den erst im Kriegsfälle mit 199 Bataillonen aufge-stellt, die Cavalerie hat schon im Frieden 56 Ersatz-Escadrons, die in besonderen Brigaden ä 6 Esca-drons formirt sind, nur bei der Garde sind die Ersatz-Escadrons im Frieden schon bei den Regimenterneingetheilt. Die Artillerie hat ebenfalls im Friedenschon ihre Ersatzformationen gebildet n. zwar 3 rei-tende u. 24 Fuß-Ersatz-Batterien, letztere in 4 Bri-gaden L 6 Batterien. Die Jngenieurtrnppen stellenbei der Mobilmachung pro Brigade 1 Ersatz-Bat.ans. IV. Die Localtruppen sind sehr verschie-denartig organisirt und haben theilweise den Dienstals Polizeitruppen zu versehe», ein Theil derselbenist als Besatzung für die festen Plätze bestimmt. Esbestehen 46 Local-Jnfanterie-Bataillone, ferner 33sog. Cadre-Bataillone, die im Kriege znRegimenternn.47Cadre-Commandos,dieimKriegezuBataillonenverstärkt werden, außerdem noch eine größere ZahlvonLocal-Post-Begleit- rc. Commandos. Die ebenfallszu Len Localtruppen zählende Festungs-Artillerie sollnach der neuesten, indessen noch nicht vollständigdnrchgcsührtcn, Organisation ans 15 Verwaltungenund 47 Festungs-Artillerie-Bataillonen bestehen.Sämintliche Trnppentheile der regulären Armeeunterstehen den Chefs der 14 Militärbezirke, in welchedas Reich eingetheilt ist. Diesen obersten Tcrrito-rialbehörden sind sämintliche im betreffenden Bezirke

befindlichen Corps-, Divisio»s-u. Brigade-Comman-dos unterstellt. Die Eintheilnng in Armeecorps istfür den Frieden noch nicht vollständig durchgeführt,nur die Garde n. die in den westlichen Provinzen ste-henden Divisionen sind in Corpsverbände vereinigt.Für den Krieg bilden in der Regel 2 Infanterie- u.1 Cavalerie-Division nebst den entsprechenden Fuß-u. reitenden Batterien, sowie den technischen Trup-pen ein Arincecorps. Der regulären Armee sindnoch beizuzählen: 1 Lehr-Jnsanterie-Bataillon, 1kaukas. Lehrcompagnie, 1 Lehrescadron und 2 Lehr-battericn. Die gesammte Kriegsstärke der regulärenArmee beträgt etwa 44,000 Offiziere, 1,800,000Mann, 200,000 Pferde, 2798 Geschütze, lieber dieirregulären Truppen vergl. Kosaken.

Festungen. Die Grenzen R-s sind zum größtenTheile durch natürliche Hindernisse, im dl. durch dasEismeer u. ein rauhes Klima, im O. u. theilweiseim S. durch ungangbare, wenig bevölkerte Land-strecken gegen Invasionen sicher gestellt. Nur dieWestgrenze u. der westliche Theil der Slldgreuze istverletzbar, iudeß bilden auch hier, wo nicht die Küsteselbst die Grenze ist, große Waldstrecken, Steppen,Sümpfe n. zahlreiche Wasserläufe die hauptsächlich-stenMittel zur Vertheidigung des Landes u. beschrän-ken feindliche Invasionen auf verhältnißmäßig we-nige Straßen. Dem entsprechend lassen sich bei denruss. Festungen vier Gruppen unterscheiden: 1) dieBefestigungen an der Ostseeküste: Sweaborg,Wyborg, Kronstadt, Reval, Dünamünde; 2) die Be-festigungen in Polen gegen Deutschland:in erster Linie Nowogeorgiewsk, die Citadelle vonWarschau, Zwangorod an der Weichsel, in zweiterLinie Brest-Litewsk am Bug zur Sperrung der Bah»Warschau-Moskau u. der projectirten Bahn Königs-berg-Odessa, in dritter Linie Düuaburg, Knotenpunktder Bahnen Königsberg-Petersburg u. Riga-Smo-lensk, n.Bobruisk an der Beresina; 3) die Befestig-ungen südl. der Sumpfzone von Pinsk biszum Schwarzen Meere gegen Oesterreich:Kiew, Bender, Nikolajsw; 4) die Befestigungenan der Nordküste des Schwarzen Meeres:Odessa, Oczakow, Sebastopol und Kertsch zur Deck-ung der Straße in das Asowsche Meer.

Ü. Seema ch t. Die russische Kriegsflotte ist derMachtstellung des Reiches nicht entsprechend u. zwaraus demselben Grunde, weshalb ein eigentlicherSeehandel nicht zur Entwickelung gelangen kann:der Mangel offener Meere. Nach dem Goth. Hos-kalender hatte die Flotte 1876 olgendeu Bestand:

Bezeichnung

r. Baltisch: Flotte:Panzerschiffe finel. 4 im Bau)Kriegsdampfer....

! Lransporldampfer .

! 2 . Im Schwarzen Meer:j Panzerschiffe (Popowkas).Kriegsdampfer iincl. r im Bau)j Transporldampfer .

^ 3. J»i Kaspischen Meer:Kriegsdampfer smcl. l im Ban)i Nichi-armirte Dampfer .

! 4. Sibirische Flottille:Kriegsdampfer . . . .

^ Nicht-armirte Dampfer .

5. Ural-Flottille: Dampfert>. Weißes Meer: Dampfer

Tonnen-

Gehalt

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