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Nuukclstein
den, weshalb bei x die erwähnte Luftpumpe bestän-dig Wasser und Luft absaugen muß. Die Röhre edient zum Abteilen des warmen Condensations-Wassers, durch ^ kann das Vakuum mit reinemWasser ansgcspült werden, k) Der eingedampfte Saft,die Füllmasse, wird nur selten, wenn sie besondersrein ist, direkt in Hntformeu gebracht, so erzeugterZucker heißtSaftmelis, gewöhnlich läßt mau ihn8—16 Tage in Kästen (Schlitzenbachsche Kästen) inderwarmenFüllstube krystallisiren, wobeidernacheiniger Zeit nicht krystallisirende Syrup abfließenkann u. befreit den gebildeten Zucker auf Centrifugenvom Reste des Syrups. Das Wasser eines seinenin die Centrifnge eingcleileten Dampsstrahls nimmtLabei die letzten Theile des Syrups fort u. man er-hält einen reinen schön weißen Zucker, der als Faß-zucker, Kochzucker re. immer mehr direkt Verkanss-artikel ist. Soll aus ihm Hutzucker fabricirt werden,so wird er in den Zuckerraffinerien nochmals in we-nig Wasser gelöst, geklärt, filtrirt, eingedampst inHutformen krystallisiren gelassen, wobei der Syrupdurch die Spitze abfließt und durch reines, oben aufden Hut gegossenes Znckerwasser (Decken) allmählichverdrängt wird. So erhaltener Zucker heißt Raf-finade. §) Der ans der Füllmasse erhaltene Syrupwird nochmals filtrirt, wiederum eingedampst undgibt eine geringere Sorte Zucker (zweites Product),der hier erhaltene Syrup liefert dann noch ein drit-tes u. viertes Produkt. Schließlich enthält er zwarnoch 50 »/^Zucker Derselbe kann aber wegen der übri-gen Bestandtheile dieser dunklen säst Theer ähnlichen,bitter schmeckenden Masse, Melasse genannt, nichtmehr krystallisiren. Die Melasse wurde deshalb bis-her entweder mit Wasser verdünnt, mit Hefe versetztund auf Spiritus zweiter Qualität (Rllbenspiritus)verarbeitet, während der Rückstand Schlempe ge-nannt verkohlt und auf Pottasche (s. d.) verarbeitetwurde. Oder man benutzte ihn als Vichfntter oderdes. in Frankreich zur Bierbrauerei. In neuesterZeit aber ist es gelungen, den Zucker aus der Me-lasse mittels der endosmotischen Filterpresse vonNelle, wobei der Zucker der Melasse durch eineMembran (Pergamcntpapier) diffundirt, währendder sog. Nichtzncker zurllckbleibt, oder durch dasElutionsverfahren von Seifert, wobeidie Melasse mittrockuem, gebranntem u.pulverisirtemKalkc gemischtu. der Nichtzncker aus der so entstehenden festen po-rösen Masse mit Spiritus ausgezogen wird, wie-derum zu gewinnen, weshalb die oben erwähntenIndustriezweige, namentlich die Melasse-Spiritus-Brennerei sehr an Bedeutung verloren haben. Diezur Filtration nöthige Knochenkohle wird zur Zeitdurch Behandlung mit Salzsäure, Ammoniak u. eineArt Gährung mit nachfolgendein Ausglllhen regelte-rirt. Die Abfälle bei der R-fabrikation werden inder Landwirthschaft sowol als Düugmittel, als auch alsFutterstoff zur Mästung mit Vortheil verwendet.Bergl. Stammer, Lehrbuch der Zuckerfabrikaiion,Braunschw. 1874; Derfl, Wegweiser in die Zucker-sabrikatiou, ebd. 1876; Walkhoff, Der prakt. Rüben-zuckerfabrikant, 1873; Stohmann u. Siemens, DieZuckerfabrikation, u. Stammcrs Jahresberichte überdie Zuckerfabrikation; Huß, Der gesammte Brenne-rcibetrieb, 6. A. 1875, 1. Th. Jungs.
Runkelsteiu(Rungelstein),prächtigeSchloßruinebei Bozen in Tirol, ans einem steil abfallendenPor-
— Niiprrt.
phyrfelsen am Eingänge des Saruthals, mit sehens-werthen alten, ans mittelalterliche Dichtungen, na-mentlich aufTristan u.Isolde sich beziehenden Fres-ken. Die 1234 erbaute Burg gehörte seit 1385 denBischöfen von Trient und ist in neuerer Zeit durchKauf in den Besitz der österr. Regierung übergegan-gen. Vgl. Freskeucyklus des Schlosses R. bei Bozen,gezeichnetvonSeelosu.erklärtvouZingerle,Jnnsbr.1857;Schönherr,dasSchloßR., ebd. 1874.H-Berns.
klunner (engl., amer., d. i. der Nenner), Mäkler,Agenten unterster Sorte, die sich bes. an die Frem-den mit ihren Dienstauerbietungeu machen.
Nunny Mead (Runymcde, Runimead), einewaldige, heidige, von der Themse durchschnitteneGegend auf der Grenze der engl. Grafschaften Mid-dlesex, Surrey u. Buckingham, zwischen Windsor u.Staines gelegen; auf derselben oder einer dabei lie-genden Themseiusel (Magna Charta Island) unter-schrieb König Johann 15. Juni 1215 die NnAnaOüarta. (s. d.).
Nunöe, kleine Insel im Rigaer Meerbusen (Ost-see), zum rnss. Gouv. Livland gehörig, mit einemLenchtthurm.
Runzeln (linAas), die Falten der äußeren Haut,welche sich da bilden, wo dieselbe bes. beweglich undgrößerer Spannung fähig ist, während sie dieseSpannung nicht erhält. Infolge häufiger Faltungzieht sich dieHautandiesen Stellen mehr als anders-wo zusammen u. verdichtet sich, so daß wahrnehm-bare Vertiefungen bleiben, auch während die Hautgespannt ist. Doch werden diese Falten erst dannerheblicher, wenn die Fettunterlage der Haut undderenTurgosabnimmt; daher istrunzcligeHautein Zeichen des Greisenalters, sowie solcher Krank-heiten und Schwächezustände, wo bas Fett verzehrtist. Auch willkürlich vermögen wir die Haut an ge-wissen Stellen zu falten; insbesondere gehört das R.der Stirne, der Augenbrauen, der Nase (Naserüm-pfen) , der Gegend um den Mund zu dem Mienen-spiel. Auch an der Bauchdecke der Weiber, welchegeboren haben, bemerkt man wenigstens die erstenJahre R. Auch die Falten in den Schleimhäuten,wie in dem Magen, den Gedärmen und an anderenOrten nennt man R. Jahn.
Nuotgcr, Schüler des Erzbischofs Bruno vonKöln, schrieb dessen Biographie. Pertz gab sie im 4.Bande der Llonnmsuta Osrmawias Iristoriea alsRnotAsri vits, Lrnrwnis heraus u. Jasmund über-setzte die ausgezeichnete Arbeit ins Deutsche, Berlin1851.
Nttotsinsalmi, starke kleine Felsenfestung aufeiner unbedeutenden Insel vor der Mündung desKymmene im finnischen Busen, zum finnischen Gou-vernement Wiborg gehörig, mit Kasernemeuts fürbedeutende Besatzung; der Hafen ist zur Ausnahmeeines Theiles der Skärenflotte bestimmt
Nupcl, Name des aus der Vereinigung der Dyle,Nethe u. Senne bei Rümpft in der belg. Prov. Ant-werpen sich bildenden 12 km langen schiffbarenFlusses, der gegenüber Rupelmonde in die Scheldemündet. Von ihm geht der Brüsseler Kanal aus.
Nupelmonde, Marktflecken an der Schelde, ge-genüber der Rupelmündung, belg. Prov. Ostflan-dern; Spitzenfabrikation; 3108Ew. GeburtsortdeSGeographen Mercator.
Nup ert , Fluß in Labrador (Canada); entsteht aus