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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
Entstehung
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Rupert -

dem Mistissinny See u. fälltin die James Bai (südl.Theil der Hudsons Bai). Au seiner Mündung liegtRuperts House, welches landeinwärts inWasser-verkehr mit den Handelsposten bis zum MistissinnySee steht; Nnpertsland, s. Canada II. 8.

Rupert (Rudbert, eigentlichHrnotbert), St. R.,der Apostel der Bayern, stammte aus dem frän-kischen Königshause u. war Bischof in Worms, als6S6 der Nus des Herzogs Thcodo von Bayern anihn erging, das Christenthum in dessen Lande einzu-führen; R. folgte diesem Rufe n. taufte zunächst denHerzog, viele Edle n. eine große Menge Volk in Re-gensbnrg, dann bereiste er das Herzogthum derDonau entlang, das Evangelium predigend n. grün-dete zuerst am Wallersee, wo die Fischach aus dem-selben tritt, eine Kirche (jetzt Seckirchen), dann um700 Kirche n. Kloster da, wo nachher Salzburg ent-stand; er wurde hier Bischof n. st. am Osterfest; dasJahr seines Todes ist unbekannt; sein Tag ist der27. März. Nach den Salzburger Chroniken aus dem12. bis 14. Jahrh. fällt sein Wirken in Bayern schonein Jahrh. früher. Doch wird nach älteren Schrif-ten: Vits, primi^snia, einer Schrift von 873 überdie Bekehrung der Bayern, 6on^o8ium des BischofsArno von Salzburg, Lrovsa notitias des BischofsVergil von da (gest. 784), jetzt allgemein angenom-men, daß N. erst nach Eustasius n. Emnieran seinBekehrnngswerk in Bayern begann. Johann ErnstGraf v. Thun, Erzbischof von Salzburg stiftete ihmzn Ehren 1701 den R-us°Orden zum Schutze deskath. Glaubens. Der Orden erlosch 1802. Löffler."

Nuphia, bedeutendster Nebenfluß des Alpheios(Peloponnes), bricht ans den nördl. Gebirgen Arka-diens hervor, ist reißend, zur Regenzeit wasserreich,dann wieder sehr seicht. Nach der Vereinigungnimmt der Hauptstrom den Namen N. vom Zuflussean und bricht in westl. Richtung ans dein Gebirgeherans n. mündet in den Golf von Arkadia; an sei-nen Ufern liegt Olympia.

Rupie (engl. Rupee), im ostl. Asien, bes. inPersien n. Indien gewöhnliche Gold-, Silber- undRechnungsmünzevonverschicdenem, wenn auch nichtbedeutend abweichendem Werth in den einzelnenLändern. LH In Gold: a.) in Bombay ist derMohur oder die Gold-N. 15 Silber-R-n; sie istgctheilt in 3 Paunchea oder Fanums, 15 R-n, 60Quartos oder Quarters, 240 Annas, seit 1824I1,ssss8r 2S,8M2 iU; es werden einfache u.dop-pelte zn 15 u. 30 R-n Silber, dann Theilstllckc zu 10u. 5 R-n ausgeprägt; die früheren waren besser, b)In Calcutta 1818 ( 16 Sicca-R-n in Silber)zu 23 Karat fein, 13,33, 225- 8, später u.des. seit 1835 wie in Bombay u. allen engl.-ostind.Colonien. ö) Der Werth der Silber-R. in Indienals Rechnnngseinheit war zwar im Allgenieinengleich u. das Gewicht bei großer Feine (15 Loth 9Grän) dasselbe der Gold-R-n, sie wurden aber nachu. nach von den indischen Fürsten bei gleichem Ge-wicht im Gehalt abweichend ausgeprägt n. hatten imDurchschnitt einen Werth von 1,g2 U. Daherwurde im Juli 1835 festgesetzt, daß die Silb er- R.als die eigentliche Münzeinheit der engl.-ostind. Co-lonien mit der Eintheilnng in 100 Rees od. 4 Quar-ters od. der jetzt amtlichen Eintheilnng in 16 Annasä 12 Pice gelten sollten, sowie daß Silber die gesetz-liche Zahlungsmünze sei; diese Company-R-n

Ruppin.

l sind zn ^ fein (Standard) u. 180 TroygränS schwer,! also 916I TansenLtheile fein; l Silber-R. 1,2245deutsche Gold-LI; das Verhältnis) des Goldes zumSilber ist dabei wie 15 :1 angenommen; es werdenSilberstücke zn 1, 2, H,j-, ^ Conipauy-R-n geprägt.Neben den früheren Caicntta- oder Siccar-R-n2,5 Ll (nach dem Siccagswicht so genannt), unter-schied man noch als bloße Rechnungsmünze Con«rant-R-n, welche um 10 "/g geringer als jene ge-rechnet wurden. 100,000 R-n sind ein Lack R-n.Der Persische Kran heißt in Bombay Persische R.

1,5875 deutsche Gold-21 (nach Untersuchungen von

1826). Brambach.

Rüppell, Wilhelm Peter Eduard Simon,berühmter Naturforscher n. Reisender, geb. 20. Nov.1794 in Frankfurt a. M.; widmete sich dem Han-delsstande, begab sich aber nach einigen Jahren ge-sundheitshalber nach Italien u. von da 1817 nachÄgypten. 1818 nach Europa zurückgekehrt, erlernteer in Genua unter Anleitung bes Barons von Zachdas Verfahren der astronomischen Ortsbestimmungenund studirte darauf in Pavia Naturwissenschaften.Seine in Afrika begonnenen Sammlungen wandteer der in Frankfurt imJahre 1817 gegründeten Sen-ckenbergschen naturforschenücn Gesellschaft zu, ebensodie (größtcntheils zoologischen) Sammlungen, die er182227 auf einer Reise in Nordafrika, Dongola,Kordofan u. dem Peträischen Arabien veranstaltete.183134 bereiste er Abessinien n. brachte von die-sen beiden Reisen die wichtigsten Materialien für 'Na-turgeschichte, Geographie, Älterthnmsknnde und Ge-schichte zurück. Die dabei gesammelten Alterthnmerschenkte er der Frankfurter Stadtbibliothek, wogegener sich eine Pension ans dem Stadtärar ausbedang.1839 erkannte ihm die königl. Geographische Gesell-schaft in London den Preis zn. 1866 verließ er Frank-furt. Basel ernannte ihn zum Ehrenbürger u. seit1870 wurde in Frankfurt eine R.-Stiftung behufsUnterstützung der wissenschaftlichen Institute Frank-furts und junger Forschungsreisender gegründet.Er schr.'. Reise in Nubien, Kordofan und dem Pe-träischen Arabien, Frkf. 1829; Reise in Abessinien,ebd. 18381840,2 Bde.; Neue Wirbelthiere zurFauna von Abessinien, 183540, 13 Hefte, sowiemehrere kleinere naturhistorische Schriften, und be-endigte auch den von derSenckenbergschen Geselljchaitangefangenen Atlas zur Reise im nördlichen Afrika,182630, 20 Hefte. r.

Ruppen, fahrbarer Paß (931 m) in den Appen-zeller Alpen; verbindet Altstädten im Rheintyal mitTrogen und St. Gallen.

Ruppertsberg, Kirchdorf im Bez.-Amt Neu-stadt des bayer. Regbez. Pfalz (Rheinpfalz), fast mitDeidesheim zusammenhängend; Weinbau (R-er,der vorzüglichste Traminer Wein, süß n. stark, abernicht so fein wie die Weine der benachbarten OrteForst und Deidesheim; 907 Ew.

Nuppi», 1) Kreis im preuß. Regbez. Potsdam,durchschnitten von der Berliner Nordbahn und derLinie Berlin-Büchen-Hamburg der Berlin-Hambur-ger Eisenbahn; 1770,35 Hsicm(32,l5HjM)mit( 1875)74,949 Ew. 2) (Neu-R.), Kreisstadt darin, am R-erSee; 3 Kirchen (darunter die Lutherische Kreuzkirche),Gymnasium, Schnllehrerseminar, höhere Töchter-schule, Standbild Friedrich Wilhelms II., 3 Hospi-täler; Streichgarn-Maschinenspinnerei, ansehnliche