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Regenzeit
in den Boden ein. Mehrere einheimische Arten, vonLenen die größte Ii. teirostsr ist. Farwick.
Regenzeit, in den Tropenlandern die Zeit, woviele Gewitter u. starke Regengüsse stattfinden. Esist stets die Zeit, wo die Sonne am höchsten steht.
Regeste»(vonrsgsrsrs,eintragen,einregistriren),sind chronologisch geordnete UrkundenverzeichnissemitAngabe von Datum, Ort u. kurzer Stoffdarlegungu. dienen zur Übersicht über den Urkuudeuschatz vonReichen, Klöstern, Gemeinwesen rc. wie zur Grund-lage für die Geschichte der Regenten. Jedes Jahrerscheinen fast dergleichen R. Die wichtigsten für diealte deutsche Kaisergeschichte sind die von Böhmer,Chmel, Eickel und Stumpf, für die Päpste die vonPotthast u. Jaffc, für Österreich die von Meister, fürFrankreich von Brequigny, für die Schweiz vonHidber rc. Kl-mschmidt.
Negge, Nebenfluß der Vechte in der niederländ.Prov. Overyssel,im Mllnsterschcn entspringend, durchKanal mit der Schipbeek(Aa von Ahaus) verbunden.
Reggio, 1) (R. nell' Emilia), Prov. des König-reichs Italien (ehemals ein zu Modena gehörigesHerzogrhum) zwischen den Prov. Mantua, Modena,Massa-Carrara u. Parma, 2272H>km (41,2oHHM)mit 240,635 Ew. (106 auf l^jlcm, in ganz Italien00,5), 2 Bezirke (R. mit 177,886 Ew.),' 45 Gemein-den, gehört in ihrem nördl. Theil zur Poebene, diesüdliche Halste wird von den Abhängen des Apenninerfüllt (ans dem Kamm Gipfel bis 2060 in). Derebene Theil ist äußerst fruchtbar u. bringt Cerealien,Reis, Obst rc. im Überfluß hervor. An den Vor-bergen des Apennin wird viel Wein gebaut, im Ge-birge selbst ist die Schafzucht Haupterwerbszweig.Die Industrie ist von geringem Belang. Die Prov.ist reich bewässert (Po an der Nordgrenze n. mehrereseiner Nebenflüsse) u. wird von 30 icm der Oberital.Bahn sowie verschiedenen Kanälen (Canale die R.)Naviglio di R., Canale di Correggio) durchschnitten.2 ) Hauptstadt darin, an einer Abzweigung des Ca-nale di R. u. Station der Oberital. Bahn, von altenBefestignngenumgeben, gutgebantmit breiten,durchArkaden eingefaßten Straßen; Sitz der Provinzial-behörden und eines Bischofs; Kathedrale aus dem15. Jahrh. mit hoher Kuppel und Sculpturen vonClementi, Schüler Michel Angelos; Kirche MadonnadellaGhiara in Form eines griech. Kreuzes mitKup-pel und bemerkenswerthen Fresken, schöne moderneKirche Madonna della Concepcione; unter den welt-lichen Gebäuden zeichnen sich aus der Municipalpa-last und bes. das Theater, der Stolz R-s. Anstal-ten: bischöfl. Seminar,Bibliothek von 56,000 Bdn.u. 1066 Handschriften, Lyceum mit der Naturalien-sammlung Spalanzanis, Gymnasium, TechnischeSchule, zahlreiche Wohlthätigkeitsanstalten. In Be-zug auf industrielle Thätigkeit u. Handel bildet Seideden Hauptartikel; 19,131 Ew. (Gem. 50,657). Ge-burtsort Ariosts, Spalanzanis, Cialbinis und desAstronomen Secchi. 20 !cin südl. von N. liegen dieRuinen des Schlosses Canossa (Canosa, s. d. 2). R.hieß bei den Römern RsZinm I-opiäi (ksZinm I-s-Mnm, §orum I-opicli) u. war eine Gründung derBojer. 409 n. Chr. wurde es von Manch zerstörtu. 450 das Bisthum errichtet. Im Mittelalter warR. freie Stadt, ergab sich aber zu Ende an Obizzovon Este, Markgrafen von Ferrara. 1326 wurde R.demPapst unterthan, später vonJohann,König von
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Böhmen, dem Deutschen Reiche unterworfen. R.wechselte hierauf den Besitzer mehrmals, bis es 1409wieder an das Haus Este kam, bei welchem es nun,die Zeit von 1796—1814 ausgenommen, wo es einTheil der Cisalpinischcn Republik u. des KönigreichsItalien war, bis 1859 blieb, wo es mit Sardinienvereinigt wurde. 1706 eroberten die Franzosen dasfeste Schloß. 3) (N. di Calabria), Provinz, früherCalabria ulteriore I., bildet den südlichsten Ausläu-fer des ital. Festlandes, 3937 ßIcm (71,5 H>M) mit353,608 Ew. (90 ans 1 Hstcm, in ganz Italien 90,z),3 Bezirke (R. mit 124,280 Ew.) 107 Gemeinden.Das Land ist bis ans die schmalen Küstenebenen ge-birgig durch den hier gutbewaldeten Apennin (Ca-labr. A.), der im Aspromonte 1974 m aufsteigt. Be-wässerung nur durch Küstenflüsse; Getreideproduc-tion nicht ausreichend, reichlichen Ersatz dafür u. be-deutenden Überschuß zum Export gewähren Seiden-zucht, Wein-, Öl- n. Obstban. Die industrielle Thä-tigkeit ist nicht unbedeutend bes. was Seidenweberei,Fabrikation von Thonwaaren, Weinstein, Seifen u.Essenzen betrifft. Die Calabrische Bahn umzieht dieganze Ost- u. SKüste mit etwa 130 km. 4) Haupt-stadt darin an der Meerenge von Messina in zugleichanmuthiger u. großartiger Umgebung, Station derCalabr. Bahn, Sitz der Provinzialbehörden u. einesErzbischofs, ansehnliche Kathedrale, Seminar, Lyce-um, Gymnasium, Technische Schule, öffentliche Bib-liothek; Fabrikation von Essenzen, Weinstein, Sei-denwaaren, Töpfergeschirr; schöner Hafen, bedeut.Handel (Ausfuhr von Landesprodncten u. Einfuhrvon Cerealien rc.; 19,083 Ew., Gem.35,235). Diean sich alte Stadt wurde durch das Erdbeben von 1783fast ganz zerstört u. trägt daher ein modernes An-sehen. R. ist das römische Rlioginm (s. d.). Nachdem Untergang des Römischen Reiches fiel es an dieOstgothen, 918 an die Saracenen, 1060 an die Nor-mannen n. 1266 an das Königreich Neapel. 1543wurde es von Barbarossa, 1552 n. 1594 von denTürken geplündert. 1847 u. 1848 waren hier Em-pörungen gegen die neapolitan. Regierung. Am 19.Aug. 1860 landeten die Garibaldianer in der Nähevon R. u. schlugen unter Bixio 21. Aug. die könig-lichen Truppen, worauf 23. Aug. die Stadt an sieübergeben und mit Italien vereinigt wurde.
(Geogr.f Schroot. (Gesch.). Thielemaan.
Reggio, Herzog von ,s. Oudinot.
Negicides (frz. Königsmörder), in der frz. Ge-schichte diejenigen, welche für den Tod Ludwigs XVI.gestimmt hatten; wurden nach der Restauration ausFrankreich verwiesen.
Regie (fr.), 1) eine mit Verantwortlichkeit undRechnungsablegnng zur Hebung u. Verwaltung ge-wisser Staatseinkünfte, bes. der Regalien (Tabak,Salz) beauftragte Verwaltung unter Aufsicht desmonarchischen od. republikanischen Staates; ein Un-ternehmen in eigene R.nehmen heißt, dasselbe vonStaatswegen (od. von Seiten einer Eisenbahn od.auch des Eigenthllmers rc.) selbst ohne Überlassungan Accordanten rc. ausführen. 2) Die Verwaltungeiner Bühne in künstlerischer Hinsicht; sie wird aus-gesllhrt von sog. Regisseurs, die zwar nicht selbstSchauspieler zu sein brauchen, meist aber von demDirector ans Le» ersten Kräften seines Theaters ge-wählt werden. Ihre Wirksamkeit hängt von der grö-ßeren oder geringeren Thätigkeit der Direktion ab,