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Ncgclsläche
Reihenfolge stehen wie die zugehörigen Zahlen imersten und zweiten. Ist z. B. die Aufgabe gestellt:21. Arbeiter vollenden ein Werk in 45 Tagen, wielange Zeit brauchen dazu 15 Arbeiter? so erhältman den Ansatz: 15 A. : 21 A. — 45 T. : x T. od.15 : 21 — 45 : X, 15 X — 21 . 45, X — 63. Auf-gaben, deren Lösung mehrfache Anwendung der R.(einsachenR.) erfordert, heißen Aufgaben der zu-fammengesetztenR. (RvAula compooita), zu wel-cher auch die Kettenregel gehört. Sind 5 Größen ge-geben, aus welchen eine sechste zu berechnen ist, soheißt die zur Lösung mittels einer Rechnung füh-rende Regel Ro§ula äo guinstns, Ikogula gninquo,oder, weil eine doppelte Anwendung der R. nöthigsein würde, Lonnig, äuplsx. Die Berechnung einerachten Größe aus 7 bekannten geschieht durch dieLo^nla soptsm rc.; die Regel, welche eine mehr-fache Anwendung der R. ersetzt, heißt Regula mul-tiplex. Das Gemeinsame aller dieser Regeln ist, daßsie Anweisungen zur mechanischen, möglichst gedan-kenlosen Auffindung der Resultate geben, ähnlich wieoben gezeigt worden ist; darin liegt der Grund, daßsie jetzt fast sämmtlich ans den Rechenbüchern ver-schwunden sind. R. und ihre Verwandten sind An-wendungen der Lehre von den Proportionen; werdiese versteht, kann leicht sämmtliche einschlägigenAusgaben lösen, ohne für die besonderen Fälle be-sonderer Anweisung zu bedürfen. In neuerer Zeitversteht man deshalb unter R. meist die Lösung jenerAufgaben, ohne Rücksicht auf den Weg, ans welchemsie startfindet; die früheren Regeln werden verstän-diger Weise gewöhnlich unterdrückt. Buchrucker.
Regelfliiche(Geom.), eine durch Bewegung einergeraden Linie erzeugte Fläche.
Rcgel-Kompasj, so v. w. Peilkompaß, s. unterKompaß.
Regel»,; o v. w. Menstruation.
Regelung, Rehling, s. u. Reling.
Regen, Niederschlag atmosphärischen Wassers inForm von Tropfen oder Wasserstrahlen. Nach derForm, Menge und Ausbreitung des fallenden R-sunterscheidet man: Staub-R., LessenTropsen sehrklein sind u. den Übergang znm Nebel bilden; Strich-R., welcher nur aus einer einzelnen vorllberziehen-den Wolke niedersällt, nur einen kleinen Landstrichtrifft u. kurzeZeit dauert; Platz-R., einen starken,ebenfalls nicht lange anhaltenden R. mit großenTropfen, wie er namentlich oft bei Gewittern alsGewitter-R. vorkommt; Land-N., welcher Tagelang anhält und viele Meilen weit sich ansbreitet;Wolkenbruch, ein Erguß großer Wassermaffen inStrömen. R. entsteht, wenn derselbe Proceß, wel-chem Nebel u. Wolken (s. d. Art.) ihre Entstehungverdanken, sich so weit fortsetzt, daß die Wasserkügel-chen infolge ihrer zunehmenden Größe durch den Luft-widerstand nicht mehr nahezu schwebend erhalten wer-den. Während anfänglich die Dunstkllgelchen nurlangsam sinken und dabei in größerer Tiefe wiederverdunsten, nähert sich die Luft immer mehr ihremSättigungspunkte; ist dieser erreicht, so verdunstendie Wassertröpfchen nicht mehr; zugleich vergrößernsie sich, u. zwar theils, wie man annimmt, dadurch,daß mehrere derselben zu einem größeren Tropfenzusammenfließen, theils aber dadurch, daß auf der-Oberfläche der ans größerer Höhe herabsinkenden,also kälteren Tröpfchen sich immer mehr Wasser aus
— Regen.
der feuchten Luft niederschlägt; diese Zunahme derGröße der N-tropfcn ist so rasch, daß z. B. die R-menge auf dem Gipfel hoher Thürme stets sehr merk-lich kleiner ist als an deren Fuße. Sind die Wolken»aus welchen cs regnet, sehr hoch, so bestehen die fal-lenden Theilchen anfangs aus Eis u. thauen erst beitieferem Herabfallen auf, wenn die untere Luft einehohe Temperatur hat, widrigenfalls sie in Gestaltvon Schneeflocken herabfallen. Daher kann cs amFuße eines Berges regnen, während es aus dersel-ben Wolke auf dem Gipfel schneit. In der heißenZone, wo dieWolken wegen der größeren Luftwärmehöher stehen, also kälter sind, müssen auch dieR-tro-pfen während des Fallens mehr Wasser ans sich Nie-derschlagen, sind also weit größer als bei uns, u. wodie ganze Atmosphäre feucht ist, wird es auch in derTiefe stärker regnen als in der Höhe. Werden diefeuchten Winde gegen ein (bes. bewaldetes) hohesGebirge getrieben, so erfolgt eine bes. rasche gewalt-same Condensirnng, wodurch dis furchtbaren, in Ge-birgsgegenden nicht seltenen Wolkenbrüche entstehen.(Vgl. auch Hagel.) Jenseit hoher Gebirge sind da-her die R. viel seltener; ja cs können so regenloseGebiete entstehen; wie die Wüste Gobi im östlichenCentralasicn, die Küste von Peru n. a.
In der Regel beträgt dis in einem Jahre gefalleneRegenmenge desto mehr, je höher die mittlere Jah-restemperatur, je größer also das Maß der Aus-dünstung ist. So beträgt die jährliche Regenmengein Deutschland 400—1000, in Indien dagegen bis3000 ww. Über die Bestimmung der Regenmenges. u. N-messer. Dis jährliche R-menge hängt fer-ner vom Zug der Gebirge, von den Winden, welcheverschieden erwärmte Luftschichten mit einander men-gen, von der Nähe des Meeres u. anderen örtlichenVerhältnissen ab. DenEinflnß derJahreszeitcn an-langend, so ist zu beiden Seiten des Äquators derganze in einem Jahre fallende R. auf die Zeit be-schränkt, in welcher die Sonne an den betreffendenOrten am höchsten steht; sie heißt die R-zeit. Nurin Hindostan bringen die SWMonjune andauerndeR-güsse. In der Gegend des Äquators selbst (imCalmengürtcl) dagegen regnet es täglich um dieMittagszeit. Weiter von den Tropen entfernt ver-theilt sich der N. aus die einzelnen Jahreszeiten gleich-förmiger. In SEuropa sällt jedoch das MaximumdeS N-S auf den Frühling u. Herbst, in Deutschlandaus den Sommer und Spätherbst. An der WKüsteEuropas ist die R-menge im Winter ebenso groß,wie im Sommer. Je weiter man aber nach demContinent vorrückt, desto vorherrschender findet manden R. in den Sommermonaten. In neuerer Zeithat man einen Zusammenhang der R-inengen mitder Periode der Sonnenflecke ermittelt, indem inden Jahren der Maxima der Sonnenflecke die N-menge auf der ganzen Erde eine größere war alssonst. Das R-wasser ist nahezu chemisch reinesWasser; es enthält Spuren von in der Luft enthal-tenen Substanzen, theils gelöst, theils suspendirt,namentlich enthält es stets etwas salpetersanres Am-mon. Über die Bedeutung des R-s iin Haushalteder Natur s. Wasser. Vgl. v. Bcbbcr, Die R-ver-hältnisse Deutschlands, Münch. 1877; Dove, Klinia-tologische Beiträge, 2. Bd., Berl. 1869; Wojeikof,Die atmosphärische Circulation, Gotha 1874.Specht,j Regen, 1) linker, 165 sim langer Nebenfluß der