Rcgrnbog — Rcgmerativgcisfcucrung.
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Donau in den bayer. Regierungsbezirken Niedsr-bayern u. Oberpfalz; am Böhmcrwaldgebirge ent-springend, vereinigen sich der Große und Kleine R.bei Zwiesel zum Schwarzen R., und dieser vereinigtsich darauf mit dem Weißen R. bei Pulling zum R.,welcher die Cham bei Chamb aufnimmt u. bei Stadt-amhof, Regcnsbnrg gegenüber, mündet. 2 ) Markt-flecken u.Hanptort in dem 569,^ Hjüm (10,g« IHM)mit (1875) 26,215 Ew. umfassenden, gleichnam.Bezirksamt des bayer. Regbz. Niederbayern, amSchwarzen N., Station der Bayer. Staatsbahnen;Bierbrauerei, Branntweinbrennerei, besuchte Vieh-märkte; 1875: 2404 Ew. — Das Bez.-Amt, daseinen Walddistrict im höchsten Theile des Böhmer-waldes (vom Großen Rachel bis zum Großen Arber)bildet, enthält viele Glashütten. H- Berns.
Negenbog (Regenbogen), Barthel, Meister-sänger', eigentlich einSchmicd, verließ abersein Hand-werk aus Liebe zur Dichtkunst und begab sich nachMainz, wo er mit Franenlob (gest. um 1318), wel-chen er überlebte, znsammcntraf n.ini Gesänge wett-eiferte. Gedichte von ihm in der Kolmarer Meister-sängerhandschrift u. von der Hägens Minnesingern(Bd. 4); s. auch Bartsch, Meisterlieder aus der Kol-marer Handschrift, Stuttg. 1862.
Regenbogen, farbiger Bogen, welchen wir er-blicken, wenn die in einer gewissen Höhe hinter unsstehende Sonne ans eineudicht fallenden Regen scheint.Meist bemerkt man über dem R. in einem gewissenAbstande noch einenzweiten, matterfarbigenN eb e n-R. Die Farben des R-s sind die prismatischen Far-ben (s. u. Farben); n. zwar liegt am Hanpt-R. dasViolett innen, Las Roth außen, am Neben-R. um-gekehrt. Zuweilen zeigen sich am inneren Randedes Haupt-N s, seltener auch am äußeren Rande desNeben-R-s, noch schmale, roth und grün gefärbteSäume (secundäre vd. überzählige N.). Die Breitedes R-s beträgt etwa 2", der Halbmesser des inne-ren, violetten Bogens 40H", der des äußeren, rothenBogens 42 H", u. so hoch erhebt sich auch der R. amHimmel, wenn die Sonne gerade im Horizont steht;je höher dieselbe steht, desto kleiner ist der R.; flehtsie endlich 42° hoch od. noch höher, so ist die Bildungdes R-s nicht mehr möglich. Der Mittelpunkt desganzen, zu einem Kreis ergänzt gedachten R-s liegtstets der Sonne gegenüber in der Verlängerung derdurch die Sonne und das Auge des Beobachters ge-zogenen Linie. Zuweilen erscheint kein vollständigerR-, sondern nur Stücke desselben (Regen- od. Wasser-gallen). Auch das Mondlicht kann N. erzeugen, dochzeigen diese Mond-R. selten eine deutliche Färb-ung. Theorie des R-s: wenn Sonnenstrahlen aufdie dem Beobachter zugewendete Seite eines Regen-tropfens fallen, so treten dieselben in den Tropfenein u. werden dabei gebrochen; an der Hinteren Wanddes Tropfens treten sie zum Theil aus, zum Theilaber werden sie dort reflectirt und kehren in denTropfen zurück, um, an der vorderen Fläche wiederangelangt, theilwcise auszutreten, wobei sie zumzweitenmal gebrochen werden. Das weiße Sonnen-licht wird dabei in die prismatischen Farben (s. d.)zerlegt. Die nach vorn ausfahrenden Strahlen di-vergiren im Allgemeinen nach allen möglichen Richt-ungen; eine aus die Natur der Kugelfläche sich grün-dende Rechnung ergibt aber, daß diejenigen Sonnen-strahlen, welche die Oberfläche des Tropfens ober-
halb seiner Mitte unter 59^", sowie unter einem biszu mehreren Minuten größeren oder kleineren Win-kel treffen, alle fast genau in derselben Richtung den -Tropfen verlassen; für den in dieser Richtung befind- ^
lichen Beobachter muß daher der Tropfen bes. hell >erscheinen. Der Winkel, den diese Richtung mit der-jenigen der auf den Tropfen fallenden Sonnenstrah-len bildet, beträgt für rothe Strahlen 42H", für vio-lette 40H". Daher erscheinen alle die Regentropfen,die sich gerade in einem Winkelabstande von 40ß"resp. 42H° von dem oben definirten Mittelpunkte desR-s befinden, violett resp. roth, d. h. man sieht umdiesen Mittelpunkt in einem Abstande von 40A" einen -violetten, in einem Abstande von 42^° einen rothenLichtbogen u. zwischen beiden die übrigen prismati-schen Farben. Eine andere Reihe von Strahlen, die ,den Tropfen an einer gewissen Stelle unterhalb sei-ner Mitte treffen, tritt erst nach zweimaliger Re-flexion ans, u. für die Richtung, nach welcher diesgeschieht, gilt die analoge Betrachtung wie vorhin;der Winkel, welchen die Richtung der dichtesten Strah- ,len mit der Achse bildet, beträgt aber hier für dierothen Strahlen ungefähr 50", für die violetten un-gefähr 53H", so daß man um den ersten R. concen-trisch einen zweiten mit der umgekehrten Folge der ;Farben erblickt. Die Lichtstärke des zweiten ist weit Ikleiner, weil für den zweimal reflectirten Strahl ein igrößerer Theil des Lichtes durch Austreten nach außenverloren gegangen ist. Diese Theorie des R-s rührt sin ihrer mathematischen Begründung von Newtonher. Die oben erwähnten, oft bis zu 4 vorhandenensecundären R. entstehen nach Äsung durch Interfe-renz der Strahlen, welche den Tropfen über n. unterden für den Haupt- resp. Neben-R. in Betracht kom-menden Punkten treffen. Wimme,murr rl.
Regenbogenhaut, s. u.Auge, S. 348. R-ent-zündung (Iritis), s. Augenentzündung.
Negenbremse, s. Bremsen.
llögonve (franz.), Regentschaft, bes. die berüchtigtePhilipps von Orleans, 1715—23; aber auch in derBedeutung von Regierung.
Regeneration (v. Lat.), so v. w. Reproduction
Negenerativgasfenernng (hierzu eine Tafel),eine bes. von Siemens ausgevildete Methode derGasfeuerung, mittels welcher sich die technisch höch-sten Hitzegrade erzeugen und zugleich die Wärme-verluste sehr verringern lassen. Die vom Generator(s. d.) bei (k Fig. 111^ kommenden Gase treten durchden Kanal ir in eine mit stark glühenden, feuerfestenSteinen durchbrochene ansgesetzte Kammer (o Fig. >I u. II) durch ein Ventil (s), welches die Menge deseinströmenden Gases zu reguliren erlaubt. Von etreten sie stark erhitzt durch die auf der einen Seitedes Ofens liegende sogenannte Kunst aus 2 — 3Spalten in den Schmelzraum des Ofens (in der Fi-gur ein Flußstahl-od. Martinofen). Durch einzweitesVentil (ck) wird in eine daneben befindliche, ebenfallsmit glühenden, feuerfesten Steinen durchbrochen aus-gesetzte Kammer (o) die Berbrennungsluft geleitet u.tritt durch die Kunst aus mit denen des Generator-gases abwechselnden 2—3 Spalten (welche aber inder Figur der Deutlichkeit wegen als hinter den erste-rcn liegend gezeichnet sind, was jetzt nicht mehr ans-gesührt wird) in den Ösenraum, wo die Verbrenn-ungderausdieseWeiseinniggemischtenGase stattfindet.
Die verbrannten Gase treten durch die Öffnungen der