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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
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Raritaii -

der Druck wirkt auf die Innenfläche von Organen.So spricht man von N. des Lungengewebes,wenn durch Druck der eingeathmeten Lust dieLnngen-bläschen über Gebühr ausgedehnt werden und indiesem Zustande verharren (Lnngenemphysem); esschwindet hier mit Zunahme der Ausdehnung derLungenbläschen das Gewebe der Lungen zwischen denLungenbläschen, die Lunge rareficirt. Infolge vonkrankhastenVorgängcn in den Geweben selbst entstehtSchwund von Gewebssnbstanz z. B. bei der Kno-chenbrüchigkeit (Ootooporoso); es wird bei dieser dieKnocheusubstanz ausgesogen, die einzelnen Knochen-Lälkchenverschwinden n.es entstehen großeHohlräume,die mit fettreicher Markmasse angefüllt sind. Kunze.

Naritan,F!ußchenimnordamerikan.UnionsstaatNew Jersey, mündet in die R-Bai des AtlantischenOceans, u. wird auf seinem Unterlaufe 26 km vondem wichtigen Delaware-R-Kanal begleitet.

Rarität (v.Lat.), Seltenheit.

Narotonga, die größte Insel des Cooksarchipels(südöstliches Polynesien), gebirgig (960 m hoheSpitzen), von vulkanischer Natur, mit breiten, frucht-baren, gut gewässerten Küstenebenen, von Korallen-riffen umgeben, im Innern unbewohnt.

Nsrus (lat.), selten, dünn stehend.

Ras (arab., Spitze), so v. w. Vorgebirge; inAbessinien (s. d. S. 54,), auch so v. w. Berg, Gipfel.

Rasant, bestreichend, heißt der Theil der Flug-bahn, in welchem sich das Geschoß innerhalb einergewissen Zielhöhe, gewöhnlich die Manneshöhe von1,s in befindet, s. u. Schießen.

Naschau, Kirchdorf in der königl. sächs. Kreis-hauptmannschast Zwickau; Oberförstern, Klöppel-schule, Spitzenklöppelei, Bergbau, Korkschneiderei,Bandfabrikation, Mineralbad; 1875:2300Ew. Inder Nähe der Graul, ein Arsenikwerk,u. dieVitriol-u. Alaunhlltte Allerheiligen.

Nascht (so genannt nach den Anfangsbuchstabenseines vollen Namens Rabbi Sch'lomo Jizchaki, nichtJarchi), geb. 1040 zu Trotzes (Champagne), starb1105, gehört zu den ältesten , bedeutendsten n. po-pulärsten Commentatoren der Bibel u. des Talmuds.Er besuchte als Jünger die Talmudschulen zu Mainz(unter Jakob b. Jakar), Worms n. Speyer, ließ sich1064 bleibend in TroyeS nieder n. gründete da einLchrhaus. Bald verbreitete sich sein Ruf als talmud.Autorität, von allen Seiten liefen talmud. Anfragenbei ihm ein, die er gründlich beantwortete. Einesolche Gutachtensammlnng hat sich von ihm erhalten,u. ist unter dem Titel Uaräss gedruckt. ScineHaupt-bedcutung aber liegt in seinen Commentaren: 1) zufast sämmtlichen Büchern der hl. Schrift (ausgenom-men sind die Bücher der Chronik u. Hiob); 2) zumgesammten babylonischen Talmud (ausgenommendie Tractate Nedarim, Nasir, Kerithoth, Me'tla undnach Einigen auch Tamid); unvollendet blieben dieTractate Baba bathra u. Maccoth; 3) zum MidraschBereschith rabba; 4) zu den Pirke Aboth. (Der Com-mentar zu Alfaßis Werk u. Baresch. rab. soll nichtvon ihm sein.) Ohne seine Wort u. Sacherklärungenwären die schwierigeren Partien im Talmud nochheute nicht zu enträthseln. Sein Commentar ist auchfür die Kritik des Talmndtextes von Wichtigkeit. WieR. als Bibelerklärer den Ehrennamen Parschandatha(Erklärer des Gesetzes) erhielt, so wurde sein Tal-mudcommentar kurzweg Lontres (abgek. für oom-

Rasen.

montarins), der Commentar genannt. Mit dem Na-men N.-Schrift bezeichnet man eine Art Cursiv-schrift, in welcher man hebr. Commentaricnzu schrei-ben Pflegte (vielleicht ist es jedoch nur die Übersetzungvon Cursivschrift, d. i. rasche Schrift). R. starbohne männliche Nachkommen, sein Geist ging aufseine3 Schwiegersöhne und Enkel über; seine Geburt wieseinen Tod hat die Sage vielfach ansgeschmückt, sieläßt ihn mit Gottfried v. Bouillon verkehren. SeinLeben und seine Schriften beschrieb ausführlich Zunzin der Zcitschr. f. d. Wissenschaft d. Jndenth., Berl.1823, ins Hebr. übertragen n. vielfach ergänzt vonS. Bloch in Lemberg. Eine kritische Ausgabe seinesPentateuch - Comment. besorgte 1)r. A. Berliner,Berl. 1866. Rahmer.

Raschid, so v. w. Rosette.

Raschkow (Raßkow), L>tadt im Kreise Adelnaudes preuß. Negbcz. Posen, am oberen Olobok; Vieh-märkte; 1875: 1523 Ew.

Räscht, s. Nescht.

Rascia (Naizen, magyar. Ratz, mittellat. Ras-siani), werden von den Magyaren einige serbischeBolksstämme der griech.-kathol. Kirche in Serbien,Ungarn, Siebenbürgen, Rumänien genannt; sie sollenvon den Nemajiten, welche 1159 Rassia od. Rascia,das spätere serbische Reich gründeten, abstammen.

Nascien, Bezeichnung des von den Türken zuBosnien gerechneten, von Serben bewohnten Land-striches an der Raschka und Simnitza zwischen derJavor-Goria- u. Rogosna Planina, größtentheilsein unwirthliches Alpenland; Hauptort Novi-Bazar.

Rasdorskaja, Flecken im Lande der DänischenKosaken (SRnßland), am rechtenUfer des Don; mitbesuchten Jahrmärkten, erzeugt in seiner Nähe denbesten weißen Wein SRußlands.

Nasen, kurzes, dicht stehendes Gras, welches sichans geeignetem, nicht zu lockeren Boden anznsiedelnpflegt und dann natürliche R-plätze bildet. DerZier-od. Garten-R. ist bei sorgfältiger Pflege u.Auswahl der geeigneten Grasarten ein hauptsäch-licher Schmuck der Lustgärten; Kürzen, dichter Standdes Grases, saftiges Grün u. Reinheit von Unkräu-tern sind Hauptbedingungen für die Schönheit desR-s. In England u. den Kllstengegenden wirkt diegroße Feuchtigkeit der Lust sehr günstig auf das Ge-deihen desselben; in minder begünstigten Gegendenmuß desto mehr durch häufige Bewässerung geholfenwerden. Der schönste, gleichmäßigste R. wird durchAussaat von Grassamen auf dafür gut vorbereiteten,sorgfältig planirten, fruchtbaren Boden erzeugt; esdürfen nur seinblätterige Grasarten dazu gewähltwerden mit Berücksichtigung der Ansprüche, welchesie an den Boden machen; den Hanptbestandtheilbildet gewöhnlich das feine engl. Raygras (Lolinmpsrsnns tsvns), welchem andere Gräser, z. B. kos.pratsnaia u. trivialis, §sstuea ovina n. ärwinsoula,AAroatis sbolonikora., A.vona liavososns n. a. bei-gemischt werden, da eine einzelne Grasart sich seltenlängere Zeit dicht zu erhalten Pflegt. Die beste Zeit,den R. zu säen, ist von Mitte April bis Mitte Mai,der Same wird gut gemischt, recht Licht (etwa 1H bis2 KZ pro Ar) u. gleichmäßig ansgesäet, flach unter-geharkt u. darnach gewalzt od. festgeschlagen. KleineR-flächen bildet man auch durch Belegen des gut vor-bereiteten u. planirten Bodens mit flachen R-stücken(Deck-N., Soden, Plaggen), die dann sestgestampst,