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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
Entstehung
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Rasenbremicn -

mit feiner Erde dünn überstreut und bei trockenemWetter begossen werden; steile Böschungen, an denendie Aussaat selten gedeiht, müssen stets mit R-stllckenbelegt werden, welche oft noch durch Holzpflöcke be-sestigt werden müssen; ist die Böschung sehr steil, sowerden die R. nicht flach neben einander, sondernmauersteinartig über u. auf einander gelegt(Kopf-R.,Eck-R.)> Die gleichmäßige Kürze u. Dichtigkeit desR-s wird durch häufiges Mähen, Walzen und Ans-stechen der großblätterigen Pflanzen, seine FrischeLurch öfteres Bewässern bewirkt. Das Mähen mitder Sense ist weniger zu empfehlen, als das Schnei-den mit derR - sch eere u. den verschiedenen N-schesr-maschinen; von letzteren werdendes, empfohlen: fürgrößere R. die amerikan. einpferdigen Park-Gras-mähmaschinen von Rich. Hornsby u. Sons, vonSamuelson u. Co. und von W. Anton Wood; fürkleinere R. die Hand-Scheermaschinen Excelsior vonChadborn u. Coldwell, The Studley Royal vonWilliam Parkinson, Greens verbesserter u. der Phi-ladelphia R-mäher RancomesAutomaton, sowie dieHand-R-mäher von John Warner Sons, MarderMitchell u. Co. n. verschiedenen deutschen Fabrikenz. B. von Herbertz in Köln und I. I. Schmidt inErfurt; die meisten dieser Scheermaschinen sind zu-gleich mit einer R-walze verbunden. R-bänke(R-sitze) sind einfache, aus auf einander gelegtein R.gebildete Sitzplätze; R-erde s. Gartenerde. Wolds.

Nasenmi, so v.w.Etrusker, s.Etrurien, S. 569.

Nasenbrenuen (Plaggenbrennen), eine beson-dere Art der Cultivirung vernarbten Bodens. DieRasen od. Plaggen werden ans dem trocken gelegtenGrundstück abgeschält, in Haufen zusammengebrachtu. nebst demdarauf befindlichen, vorher abgehauenenGestrüpp angezündet. DieAsche wird gleichmäßig ver-theilt, welches dann ohne eine andereDüngung einigeJahre hintereinander zum Frnchtban geschickt ist.

Raseneisenstein (Raseneisenerz, Wiesenerz,Sumpserz, Eisensumpferz, Quellerz, Morasterz),Varietät des Branneisenerzes, mehr oder wenigerverunreinigt, namentlich mit Sand, enthält nebenEisen, Mangan, Wasser auchPhosphorsänre n. meistQnellsäure; seine Bildung Lauert noch fort, zuwei-len findet es sich unmittelbar unter der Dammerde(Rasenläuser). Sehr verbreitet ist cs in Holland,Dänemark u. Schweden; in Wermland u.Smälandfindet es sich in einer großen Menge Seen u. heißtdaher Seeerz; auch in den Niederungen des nördl.Deutschland, Schlesien rc. kommt es vor.

Rasenschmiele ist das sehr verbreitete, großeRasen bildende Gras ^ira oaospitosa L. od. vo-«tmmpsis, oaospitoss, Lsanv.

Raserei , als Krankheit, s. Seelenstörungen.

Rasgrad (Hazargrad, Hesargrad), Stadt imFürstenthumBulgarien, früherem lürkischen Donau-Bilajet, am Ak-Lom u. der Varna-Rustschuker Bahnbefestigt, wichtiger Straßenknotenpnnkt; hat lebhaftenHandel und 10,000 Ew. Hier 13. Juni 1810 sieg-reiches Gefecht der Russen gegen die Türken; wäh-rend des Krieges 1877 lange türk. Hauptquartier.

Rafin-Sce, großer Strandsee, in welchen einArm des St. Georg (Donau) mündet, durch schmaleLandenge vom Schwarzen Meere getrennt, mit demes durch die Portitza Boghasi in Verbindung steht.

Rastren (v. Fr.), den Bart abnehmen; Glacisinederhauen, Dämme, Häuser rc. abtragen.

PierersUmversal-Convsrsations-Leriton. 6. Aufl. XV

Rnskvlnikrn.

Nasirgrind, eine Entzündung der Haut derBartgegend mit Abschilferung und selbst Borkenbil-dung infolge des Reizes durch Barbieren.

sstask, Rasmus Christian, dän. Sprachfor-scher, geb. 22. Nov. 1787 zu Brendekilde bei Odenseauf Fünen; lebte mehre Jahre in Island, reiste durchSchweden n. Rußland nach Indien (181823) u.wurde 1825 Professor derLiterargeschichte inKopen-hagen, 1828 auch Bibliothekar an der Universitäts-bibliothek daselbst, 1831 Professor der orientalischenSprachen; er st. daselbst 14. Nov. 1832 und schriebdänisch: Anleitung zur Kenntnis) der IsländischenSprache, Kopenh.1811,Stockh.1818; KurzgefaßteAnleitung zur Altnordischen Sprache (deutsch vonWienbarg, Hamb. 1839); Angelsächsische Sprach-lehre, Stockh. 1817 (engl, von Thorpe), Kopenhag.1830; Untersuchungen über den Ursprung der altenNordischen Sprache (Preisschrift), Kopenhag. 1818(deutsch Hamb. 1819); Spanische Grammatik, ebd.1824; Friesische Sprachlehre, ebd. 1825 (deutsch vonBuß, Freib. 1834); Über das Alter u. die Echtheitder Zendsprache u. des Zend Avesta (deutsch von F.H. van der Hagen, Berl. 1826); Lappische Sprach-lehre, Kopenh. 1832; Gesammelte Abhandlungen,ebend. 1834 ff., 3 Bde. Seine dänische Grammatik,Kopenhag. 1830, ist englisch geschrieben. Gab her-aus: Björn Halderssohns Isländisches Wörterbuch,Kopenhag. 1814 rc.

Naskolniken, d. i. Schismatiker, od., wie sie sichselbst nennen, Starowerzi(Starobriadzi,d. i. Alt-gläubige), Jsbraniki (d. i. Auserwählte), Pra-woslawniije (d. i. Rechtgläubige), Gesammtnameder Secten der Rufs. Kirche. Sie verwarfen die seit1642 von dem Patriarchen Nikon in Moskau einge-leiteten Reformen des Kirchenwesens, die Verbesser-ungen der griech.-slawon. Bibelversion nnd andererlitnrgischerBücher u. sagten sich 1666 ans derSynodezu Moskau von der herrschenden Kirche los. Baldnach ihrer Entstehung spaltete sich die Secte wegendes Verhältnisses zu den Priestern. Ein Theil be-hielt die Priester bei, sowol die vor den ReformenNikons geweihten wie solche, die nach den neuenKirchenbüchern die Weihe empfingen. Dies sind diePopowtschina, die Priesterlichen, die sich unterPeter I. bes. auf der Insel Wjetka u. um Nowgorodsammelten. Sie heißen auch von ihrem AufenthaltinduuklenEichenwäldernStarodubowzen,vomWoh-nen in festen Dörfern Nobodaer. Die Priesterlosen,Bespopowtschina, zu denen die Spassow-tsch ina u.A.denÜbergangbilden, trennten sich ganzvom Priesteramt. Sie sind in eine große MengekleinerSecten zerfallen. Die wichtigsten unter ihnensind die Pomoränen, Wiedertäufer, welche wegender Verwerfung der priesterlichen Taufe dieübergc-tretensn nochmals tauften, dieDnchoborzen (j. d.),die Philipponen, die Eid u. Kriegsdienst verwar-fen u. dem Martyrium bes. hohe» Werth beilegen,die Theodosier, die Soshigateli (Selbstvcrbrenner).Gemeinsam ist den priesterlosen russischen Secten dasDogma, daß der Antichrist ans Erden erschienen seiu.in den Behörden u.ihrenUntergebenen seinWesenhabe u. daß jetzt nur Rettung im Gebet zum Heilandsei. Alle hassen die Neuerungen der Regierung, ob-wol siedenZarenanerkennen; sie repräsentiren über-haupt das alte, jeder Reform abgeneigte,dieReligionhauptsächlich ins Rituelle setzende russische Volk.. Band. 3