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Rappahannock -
die meisten seiner Anhänger ein klägliches Ende fan-den. R. st. 7. Ang. 1847 in Economy. Vgl. Wag-ner, Geschichte der Harmoniegesellschast, Vaih. 1833;v. Bonnhorst, Schilderung des Abenteurers Proli,Franks. 1834; Nordhoff, Oommuniskio sooiskios okbirg Onitsä Ltntss, Land. 1875. 2 ) Jean, Grafvon, General des französischen Kaiserreiches, geb.29. April 1772 in Kolmar, von niederer Herkunft;trat als gemeiner Soldat 1788 in ein französischesCavalerieregiment, machte die Feldzüge am Rhein u.als Adjutant von Desaix die Feldzüge in Italien u.Ägypten mit, wurde Chef d'Escadron, bei Saman-hout verwundet, Oberst und mach Desaix Tode beiMarengo Adjutant Napoleons. 1802 vermittelte ersehr gewandt die Vereinigung der Schweiz mit demfranzösischen Interesse, fiel aber 1803 in Ungnade,La er sich seines Freundes Reynier annahm, Späterbegleitete er Napoleon in das Lager von Bonlogneu. dann als Brigadegeneral u. Adjutant nach Öster-reich. Für Austerlitz, wo er sich durch einen Cavalerie-angriff mit wenig Truppen gegen die russische Gardeauszeichnete, ernannte ihn Napoleon 24. Deccmber
1805 znm Divisionsgeneral. Er ward mit Missionenan Macdonald, Marmont und St. Cyr in Italienbeauftragt u. begleitete dann Napoleon nach Paris.
1806 befehligte er die Militärdivision von Straß-burg. BeiJena war R., den man 1'lntrspiäs nannte,Adjutant Napoleons und führte bei der Verfolgungeinen Theil des Vortrabs Mnrats; in Polen com-mandirte er wieder die Avantgarde, wurde bei Go-lymin blessirt, von Napoleon znm Gouverneur vonThorn u. dannanLesebvres StattzudemvonDanzigernannt, wo er die drückenden Anordnungen znmWohle der Stadt möglichst milderte. 1809 focht erbei Aspern, brach aber kurz vor der Schlacht vonWagram durch einen Sturz das Achselbein u. 3 Nip-pen. Am 1. Ang. 1809 wurde er Graf des Kaiser-reiches u. war Napoleons Begleiter in Schönbrnnn,wo er 12. Oct. zuerst aus das Attentat von Stapsaufmerksam wurde. Nach Paris zurückgckehrt, thater bei der Vermählung Napoleons mit Marie Luiseeinige ÄußerungenzuGnnstenJosephinens u. erhieltdeshalb die Weisung, nach Danzig zurückzukehrcn.Hier ließ er mehrere Befehle des Kaisers, namentlichden, die engl. Maaren zu verbrennen, unausgeführtu. sprach lebhaft gegen den Rufs. Krieg, fand aberwenig Gehör. 1812 ging er mit nach Rußland, focht beiSmolensk n. Mosaisk, wo er dis 23. Wunde erhielt,begleitete dann Napoleon nach Malo-Jaroslawetz u.leistete ihm auf dem Rückzüge bedeutende Dienste.Kurz vor Wilna sendete ihn Napoleon nach Danzigvoraus, um den Rest der Armee neu zu organisircu.Bald war er in Danzig eingeschlossen, vertheidigteLiesen Platz aber gegen die Russen u. Preußen, bisihn Hunger u. Mangel aller Vertheidigungsmittelim Januar 1814 zur Capitnlatiou nöthigteu. Diealliirteu Monarchen ratificirten indessen die Capitu-lation nicht n. R. wurde als Kriegsgefangener nachKiew gebracht, kehrte aber nach dem Frieden nachFrankreich zurück u. erhielt bei der Landung Napo-leons von Ludwig X.VII1, im März 1815 Leu Be-fehl über das 1. Armeecorps. Der Abfall der Armeevereitelte jedoch allen Widerstand n. R. wurde vonNapoleon 16. April als Befehlshaber der Rhein-armee zur Besetzung der Linie an der Lauter u. vonWeißenbnrg abgesendet u. 2. Juni Pair von Frank-
— Rapperswyl.
reich.. Doch mußte sich sein Heer bei Annäherungder Österreicher auf Straßburg zurückziehen. Lud-wig xvm., dem er sich alsbald wieder unterwarf,ließ ihm den Oberbefehl über die 5. Division, dochzog er sich in die Schweiz zurück im Sept. 1815.
1817 kam er wieder nach Paris, wurde 22. Juli
1818 wieder als Generallieutenant ins Heer gestellt,
5. März 1819 Pair von Frankreich, Oberkammer-herr u. Großgarderobier, 1820 Präsident des Wahl-collegs am Oberrhein. Napoleons Tod erschütterteihn tief. Er st. 8. Nov. 1821 auf seinem LandguteRheinweiler in Baden n. ihm wurde 1853 in Kol-mar ein Standbild gesetzt. Er schr.: Llsmoirss ein6omts R., Par. 1823 (Deutsch: Des Generals R.Denkwürdigkeiten aus seinem Tageb., Gotha 1824);Lebensbeschreibung von Spach in den LioArupirissalsLcisunss, Nancy 1871. Klemschmidt.
Nappahnnnock, 220 km langer Fluß im nord-amerikan. Unionsstaate Virginia, entsteht an der Ost-grenze des Cnlpcpper County aus dem Zusammen-fluß des Rapidan u. North (beide vom Blue Ridge)u. mündet in die Chesapeake Bai deSAtlant. Oceans.Eristiiokm weit, vouFrederiksburg au schiffbar. Anseinen Ufern Siege der Conföderirten über die Unio-nisten 2.-6. Mai 1863 (Chancellorsville) u. 5. Mai1864 (Wilderneß).
Rappee, s. n. Tabak.
Rappel! (frz. raypsl), Znrllckbcrnfuugsschreiben,bes. für Gesandte; als militärisches Signal: Samm-lung des Ganzen, woher auch üappol, Titel vonZeitschriften.
Rappen, Scheidemünze in der Schweiz, vonKupfer u. Billon, seit dem 15. Jahrh. in Basel undFreiburg u. anfangsZweiling genannt; um1480gingen 36 auf ein Loth Silber, später wurden sieschlechter. Die Freiburger hatten einen Rabenkopf,daher der Name. Bis 1850 waren 10 R. — 1Batzen, 100 R. — 1 Schweizer Franken (ü 1,^ U),also 1 R. — 1,2 Pfennige; seitdem entsprechen dieR. (ebenfalls noch immer der 100. Theil einesFrank, welcher jetzt 0,g, LI werth ist) vollständig denfranzösischen Centimes, also 1 R. — 0,g Pfennige.R-Heller waren halbe R. R-münze nannte mandie, welche nach ihnen berechnet wurde, wohin derR-schilling 4 R., der R-thaler — 17 Batzenu. R-vierer zu 2 R. od. 4 R Hellern gehörig; vondiesen gingen 75 auf einen Gulden von 60 Kreuzern.
Rappenau, Kirchdorf im Amtsbez. Sinsheimdes bad. Kreises Heidelberg, Station der BadischenStaatsbahnen; Schloß mit schönem Garten, Ma-schinenfabrik, Ludwigssaline, Soolbad; 1875: 1325Einwohner.
Rappcrsivyl (Rapperschwyl), Stadt im Seebez.des schweizer. Kantons St. Gallen, aus einer in denZürichersee vortretenden Halbinsel, Station der Ver-einigten Schweizerbahnen, Dampfschiffstation; alter-thümliche Grafenburg, Kapuzinerkloster, sehens-werthes Rathhaus, polnisches Nationalmuscum (vomGrafen Plater gegründet u. seit 1869 in der Grafen-burg),Baninwollenspinnerei,FabrikationvonBaum-wollenwaaren, Gießerei, Bierbrauerei, Bleicherei,Färberei, Sägemühlen; 1875: 2574 Ew. Über LenSee nach dem schwyzer. Fischerdörfchen Hürden führteine 1460 m lange hölzerne Brücke ohne Geländer.
— Die Herren von R., deren Schloß Alt-R. aufder linkenSeescitestand, erscheinen schon in der Mitte