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Ranzau — Laxliunus.
gelben Mithin, lanzettförmigen, nnten fein behaar-ten Blättern, in Sümpfen, ebenfalls scharf, giftig u.dem Viehe schädlich, ja tödtlich. b) Blätter sämmt->ich oder znm Theil tief getheilt: I. Wurzelfasernknollig verdickt: R. asiatious L., mit zottig behaar-ten Stengeln u. Blättern, keilförmig-ruudlichenBlatt-abschnittcn n. großen gelben, weißen od. rothenBlü-then; im südöstlichen Europa u. dem Orient heimisch,in Gärten meist gefüllt als Zierpflanze. II. Wnrzel-fascrn nicht knollig verdickt: R. aeor T. (ScharferHahnenfuß, Ankelblnme), Stengel eingedrückt be-haart; untere Blätter handförmig tief getheilt; häu-fig auf Wiesen, in allen seinen Lheilen sehr scharf,Las Kraut sonst als Horba ranunouli pratensis of-ficinell. R. pol^antbemus T,., dem vorigen sehrähnlich, aber die Stiele gefurcht, Früchtchen linsen-förmig znsammengedrllckt, mit hakigein Schnabel u.der Fruchtboden borstig. 14. rspons T. (KriechenderHahnenfuß), mit kriechenden Ausläufern u. weich-haarigem Stengel; Kelch locker anliegend; Frücht-chen mit kurzem, geradem Schnabel; häufig in Gär-ten, auch gefüllt als Zierpflanze, doch wie Lervorigsdurch seine wurzelnden langen Ausläufer lästigesUnkraut. R. bukbosus D. (Knolliger oder Zwiebel-Hahnenfuß), mitbehaarten, zurückgeschlagenenKelch-blättchen, dreizählig dreispaltigen, eingcschnitten ge-zähnten, behaarten Blättern und haselnußgroßem,rundlichein, knolligem Grundstock; sehr scharf u. gif-tig; an trockenen Plätzen. R. arveusls T. (Acker-hahnensnß, Ackerranunkel), mit dreispaltigen, doppeltzusammengesetzten Blättern, mit linealischen Ab-schnitten, blaßgelben kleinen Blüthen, stacheligenFrüchten; auf Aeckern, Saatfeldern als Unkraut,eben-falls scharf u. giftig. D) Rroaria, nur 3, selten mehrKelchblätter; Honiggrnbchen mit einer Schuppe be-deckt. R. Henris, L. (Scharbockskraut), mit knolligverdickten Wurzelfasern, niederliegendem Stengel u.herz-nierenförmigen, glänzenden Blättern, in derenAchseln sich Brntzwiebelchen bilden, welche sich los-lösen u. oft große Flecken bedecken; Blumenblättergoldgelb, glänzend; sehrhäufig, namentlich in schat-tigen Gebüschen. Engler.
Ranzau, so v. w. Rantzau.
Ranzen von den vierläufigen Raubthieren, sichbegatten. Ranzzeit, so v. w. Begattungszeit.
Ranzig, übelschmeckend, bittcrlichscharf; von Öl,Fett, Butter, wenn dieselben infolge theilweiser Zer-setzung einen unangenehmen Geruch und kratzendenGeschmack angenommen haben. Das Ranzigwerdenrührt daher, daß ein Theil des Fettes an der Luftu. bes. bei Gegenwart von albuminösen Materiensich zersetzt, wobei Fettsäuren, bes. Bnttersäure freiwird. Durch vorsichtiges Behandeln mit schwachenAlkalilösungen, z. B. etwas Pottasche- oder Soda-Lösung, läßt sich die freieFettsäure u. somit der ran-zige Geruch u. Geschmackzuweilen beseitigen. Jungck.
Nanzion (v. Jtal.), Lösegeld, mit welchem manfrüher Kriegsgefangene loskauste, auch das Lösegeldfür gekaperte Schisse u. deren Mannschaft. Ran-zioniren, loskausen; durch Auswechselung einenKriegsgefangenen befreien; sich selbst ranzioni-ren, aus der Kriegsgefangenschaft entweichen.
Raon l'EtaPe, Stadt im Arr. St. Die desfranz. Dep. Bosges, an der Meurthe, mit der sichhier die Plaine vereinigt, Station der franz. Ost-bahn; Fabrikation von Eisengußwaaren, Pfriemen,
Strohhllten, Fayence- u. Töpferwaaren, lebhafterHandel mit Getreide, Bauholz u. Brettern; 1877:3601 Ew. (Gem. 3851). Im Deutsch-frauz. Kriegewurde der 5. Oct. 1870 von Franctireurs besetzteOrt nach heftigem Gefechte von deutschen Truppengenommen.
Naonl, franz. Name für Rollo n. Rudolf.
Naoul - Röchelte, Dbsire, Archäologe, geb.9. März 1789 in St. Amand (Cher), kam 1811nach Paris, wurde l813Professor derGeschichte amLyceum Routs Is Oranä, 1815 an der Sorbonne u.an der Pariser Facnltät der Literatur, 1818 Con-servator des Antiken- n. Medaillencabinets an derköniglichen Bibliothek, 1820—24Censor, 1826 Pro-fessor der Archäologie an der königl.Bibliothek undbegleitete 1828 die Expedition nach Morea , wurde1838 Mitglied und 1839 beständiger Secretär der.loaäsmis ckss insoiiptrons, verlor 1848 als Roya-list seine Stellen n. st. 3. Julil854 inParis. SeinHauptwerk ist: Rolnturos äoRompsi, 1828—30 u.1844—51; ferner sind bes. erwähnenswert!): List,äss oolontss Arooguss, 1815; ^.ntiguitss äu Los-xkars Oimmöriou, 1822 ; Llonumsnts insäitsä'antiguits L§ureo, 1828—33, u. Rsiuturos an-tigussursäitss,1836; OataoombssäsRoms, 1837bis 1853; ^.ntäguibös obrsbisnnss clss oabaoombss,1839; Rottros sur la pointurs äos drsos, 1840;Rapport snr Io rssultat äs In äsoouvsrts bs-itoxrös äos ruinös äs 1'anoisnns ibiinivo, 1845 rc.;vieleAbhandlnngeninderRsvusäosäsuxLkonässrc.
fispaoia, Raubthiere. sBolchert.
Nlapacität (v. lat. raxax), Raubgier; dann Ge-schwindigkeit, Raschheit.
Rapallo, 1) Meerbusen des Golfs von Genua;in demselben 28. Aug. 1431 Seesieg der Venetianerunter Peter Loredano über die Genuesen. 2) Stadtdaran, Station der Oberital. Bahn, Gymnasium,nautische Schule, Hasen; Handel mit Olivenöl, Ko-rallen- u. Thunfischerei; 5352 Ew. (Gem. 10,406).In der Nähe die Wallfahrtskirche der Madonna diMontallsgro.
Raphael, 1) Erzengel u. heilender Schntzgeist,bes. bekannt als Führer desTobias, s. d.; nach demTalmud steht er hinter dem Throne Gottes. 2) (Ra-fael, Raffael) Vorname, bes. von den Malern Santi(Sanzio) und Morghen.
Naphanie, so v. w. Kriebelkrankheit.
kapkmnus T., Pflanzengatt, ans der Fam. Oruoi-ksras-Rapbunsao (X.V. 2), Schoten lineal od. länglich,fast kegelförmig, glattu. nicht Heilbar, od.perlschnur-förmig n. in Glieder zerfallend, mehrsamig; Keim-blätter rinnig gefaltet. Arten: R. sabivusT. (Rettig),Stengel unten hohl, nebst den Blättern zerstreut steif-haarig: Blätter leiersörmig; Schoten gedunsen, zwei-od. eingliederig, schwammig, nicht aufspringend, an-fangs der Länge nach zweifächerig, durch scheinbareQuerwändeineinsamigeFächergetheilt; in Asien hei-mischsinEuropavielfachwegenderangeschwollencnchc-liebtenWurzel gebaut.Man unterscheidet hauptsächlich2 Varietäten: a)mxsr(Nllbenrettig), mitsehr großer,meistrübenförmiger,außenschwarzer, scharsschmecken-der Wurzel; b) Raäioula (Radieschen), mit kleiner,kugeliger oder rübensörmiger, dünnschaliger, weißerod. purpurnfarbener Wurzel. R. Rapbaoistrum T.(Rapbauistrum ssAotnm RartMA., Ackerrettig),Schoten perlschnursörmig, bei der Reife gerieft; Blät-