Ruiiula — Rnmiiioultis.
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machte Reisen, diente unter Karl V., dann den Dä-nen als General und schlug 20. Oct. 1565 an derSvarteraar in Halland 25,000 Schweden mit 4000Mann; auch 1567—68 stritt er glänzend gegenSchweden; er blieb 11. Nov. 1569 bei der Belager-ung von Marburg. 6) Graf Josias, geb. 18.Oct. 1609, trefflicher General in schwedischen Dien-sten, kam 1635 mit Oxenstierna nach Paris, trat infranzösische Dienste, wurde 18. Febr. 1636 inarselurläs camp, führte in Flandern und Deutschland LeuKrieg n.ließ 1640 beiArras einBein u. eineHand,1642 wurde er gefangen. Er befehligte 1643 einfranz. Corps (zmii Theil die Reste des weimarischen)u. wurde bei Tuttlingen 24. Nov. geschlagen. 1645befehligte er als Generallientenant in Flandern u.derPicardie, erstürmte Kassel, wurde 30. Juni 1645Marschall von Frankreich. Nun trat er zum Katho-licismns über, 1647—48 nahm er alleSeeplätze inFlandern weg u. wurde Gouverneur von Dünkirchen.In seiner Treue beargwöhnt, wurde er 27. Febr.1649 gefangen, aber 22. Jan. 1650 frei u. st. 14.Septbr. 1650. 6) Graf Christoph, geb. 1625,wurde 1648 königlich dänischer Geheimer Rath undStatthalter von Holstein, empfing 1649 als dänischerGesandter die Reichslehn über Holstein und für sich16. Nov. 1650 die Reichsgrasenwürde mit großenFreiheiten (erblichen Adelstand zu verleihen, Uni-versitäten zu gründen, Ritter zu schlagen, goldeneMllnzenzu prägen rc.). Darauf wurde er katholisch,heirathetedie PrinzessinDorotheaHedwig vonSchles-wig-Holstein, wurde Neichshosrath uns kaiserlicherKämmerer, war 1657 sehr thätig bei Leopolds I.Kaiserwahl, wurde 1661 auch dänischer Reichsrath,Präsident aller Landescollegien u. Premierminister,u. st. 1696. 7 ) Graf Christian Detlev, Enkeldes Vor., geb. 1670. Da er 1700 mit seinenUnter-thanen in Zwist gerieth, wollten Holstein u. Däne-mark sich der Grafschaft bemächtigen, aber ein Reichs-hofrathsbeschluß setzte den Grafen 1710 wieder ein.Er ging nun nach Berlin n. da er hier den Königbeleidigte, wurde er bis 1720 in Spandau einge-sperrt, worauf er auf kaiserliche Bermittelung freikam; unterdessen hatte sein Bruder, WilhelmAdolf (geb. 1688), die Grafschaft in Besitz genom-men; als er aber von Wien ans gezwungen wurde,sie wieder an Christian abzutreten, ließ er Liesen ausRache 1721 meuchelmörderisch erschießen. Nun griffder König von Dänemark ein, ließ den Grafen Wil-helm Adolf bis zu seinem Tode (1734) auf das SchloßAggerhuns gefangen setzen u. bemächtigte sich 1722der Grafschaft trotz des kaiserlichen Verbotes. DieAllodialgüter fielen an die Schwester der beiden Gra-sen. Vgl. Das Hans R. Eine Familienchronik vonKarl von R. aus dem Hanse Neese oder Pauker,Celle 1865. Äl-mschmidt.
llanula, s. Froschgeschwulst.lisnllncnilacsae, Pflanzenfam. ans der Klasse derskol^oarpieas; Krämer, selten Halbsträncher oderSträucher; Blätter abwechselnd, selten gegenständig,gestielt, Stiele oft halb umscheidcnd, ohne Neben-blätter; Blllthcn vollständig od. durch Verkümmer-ung unvollständig, regelmäßig oder unregelmäßig,einzeln, in Trauben oder Rispen; Kelch frei, drei-bis sechsblätlerig, oft blumenartig, Blumenblätter4 bis 15, ein- od. mehrreihig, zuweilen zu Nectarienumgebildet, bisweilen ganz fehlend; Staubblätter
frei , zahlreich; Antheren mit Längsritzen anssprin-gend; Fruchtknoten, sowie die Staubblätter meistzahlreich u. spiralig, ein- od. mehreiig; Früchte sindtheils Nüßchen, theils Balgkapseln od. Beeren, miteinem od. mehreren Samen; Keimling am Grundedes hornigen Eiweißes, klein, orthotrop; Samen-lappen blattartig, Würzelchen zunächst des Nabels.Die meisten Arten dieser Familie sehr giftig oder-scharf, mehrere auch narkotisch. Trib. 1: Lloruati-äsrrs, Blätter gegenständig; Kelch blnmenblattartig,klappig; Früchtchen nußartig, mit hängendem Sa-men: Olsniatis, ä.tra,Aüns, k^aranislia. Trib. 2:Lllsmonoas, Blätter abwechselnd; Kelch u. Blumen-krone (letztere oft fehlend) in der Knospeulage dach-ziegclartig; Frucht nußartig mit > hängendem Sa-men: Lirätiotrum, ^msmoiio, IMIsatiUa, Lopatiea,Lnoivltonia, Hamaclrxas, Hziärastis, 7(ckon1s, Oai-liulltiioinniri u. a. Trib. 3: RannneuIsLS, mit dach-ziegeligem Kelche in der Knospe, Blumenblätter amGrunde mit einem Honiggrübchen; Früchtchen nuß-artig, mit einem aufrechten Samen: Ranunoulns,(lsra-toeoplmlns, Llz-osurns u. a. Trib. 4: IllsIIs-borsas, Kelch u. Blumenblätter m der Knospeulagedachzisgelartig; Kelch blnmenblattartig; Blumen-blätter sehr verschieden gestaltet, bisweilen zu Nec-tarienumgebildet; Früchtchen balgartig, mehrsamig:Oaltiia, ll'roI1ius,8rantiiis, Usllsborus, Isopzwum,Ooptns, ibliAsIla, ^guilsAia,, Oslpliinium -lrooni-tum u. a. Trib. 5: k?aoonisas, wie die vorigen,aber mit nach innen, nicht nach außen aufspringendenStaubbeuteln: Manivsttoria, L,otasa, Lotropliis,^.etinospora, (ümieit'uAa, Xantmorrtiina, und 1?as-ouia. Engter.
llainmoulus L., Pflanzengatt, aus der Fam. La-nuuon1a,osa,ö(Llll., 6); Kelch drei- bis fllnsblätterig,Nagel der Blumenblätter mit einem Honiggrllbchen;Früchtchen eiusamige Nüßchen. Die zahlreichen Ar-ten hat man in folgende Untergatküngen vertheilt:Latraolrinin, mit qnerrnnzelig gestreiften Ka-ryopsen, weißen, gelbgenagelten Blumenblättern, imWasser schwimmenden od. untergetauchten Stengelnund Blättern: R. agnackilis L., mit schwimmenden,gelappten, schildförmigen od. untergetanchten, haar-förmig zertheilten Blättern, sehr langem, schwim-mendem Stengel; in Flüssen u. Gewässern; K. äl-vnrieatms, li. üuitans u. a. ö) Lsoatonia, Blüthenweiß, selten gelb; Honiggrllbchen unbedeckt, zahlreichealpine, weißblühende Arten, wie R. alpssbris ll-.,!L.^la-oialls ll-. u. a.; auch k. oestsratus ll). (Brenn-kraut), mit hohlem Stengel, handförmigen unteren,fingerförmigen oberen Blättern, stnmpfenLappen u.Blättchen, gelben, kleinen, hinfälligen Blumenblät-tern, glatt, in allen Theilen einen sehr scharfen, dieHaut anfresseuden und böse Geschwüre erzeugendenSäst enthaltend; für Menschen u.Vieh ein tödtliches,Entzündung u. Brand der inneren Theile erregen-des Gift, in Sümpfen, an Wassergräben. 6) Lu-ranuuenius, Blüthen gelb, Honiggrübchen der Blu-menblätter von einer fleischigen Schuppe bedeckt,a) Alle Blätter ungetheilt, Früchtchen kahl: L. üam-mnla L., mit liegendem, anssteigendem Stengel,eilanzettsörmigen, herablausenden Blättern, kleinen,gelben Blumen, auf sumpfigen Wiesen, an Teichen,scharf, blasenziehend, dem Vieh schädlich u.nach derMeinung der Landleute Ursache der Egelkrankheit;daher auch Egelkraut. L.IinAnaL., mit großen,