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Rangiren
Jugendschriften); hat an der Nedaction verschiedenerZeitschriften (Iris, 1833, Lunoinia, Hellas, iUsLpso-tatonr cl'Orisnt, 1853—55, 8 Bde., lilsa l?anäora,seit 1851, u. A.) Antheil; verfaßte zahlreiche lyrische,erzählende n. dramatische Gedichte (ckräq>o(>a Trory-znrra, Athen 1837 — 40,2 Bde.; ck-rxopa Ry/rj-zccrra, Athen 1855 fs., 3 Bde.; «Tra^ra r« y,r/lo/lo-/rxa, sämmtl. Poet. Werke, auch die Romane umfas-send, auf 14 Bde. angelegt, Athen 1874 fs., bis jetzt 8Bde. (deutsch dieKomödie: DieHochzcitdesKutrulis,vonSanders, 1849; Der Vorabend, von Kind, Neu-griech. Anthologie; Zwei poetische Erzählungen vonEllissen, Analekten, 2., 1856); er schr. auchdL/l/iyvrxy/(-yarozc-xSk-a (mitByzantios), 5 Bde., 6. A., 1863s.; lüsguisss ck'unsArammairscluAroa aetnsl1857;ein franz.-griech. Wörterbuch (mit Anderen), 2Bde.;.TÄK/Oxr) x/xox/lo7rartlet'ol,- mit Sutso eine Erwei-terung von Meier Hirschs algebraischen u. geometr.Aufgaben; Geschichte von Altgriechenland, nach denQuellen; ^ntigaites 8ellsnignos,Ath.1852.1855,2 Bde. (Jnschrijtensammlung); (Ge-
schichte der alten Kunst), Athen 1865 f., 2 Bde.;l?rsois ck'uns üistoirs cls 1a littsr. uso-siollsnigns,Berlin 1877, 2 Bde.; mehrere archäolog. Abhand-lungen in Zeitschriften u. Akademie-Sammlungen.Die eine Art Statistik von Griechenland enthalten-den Athen 1853 f., 3 Bde., haben Jakob
Rizo, den Vater des Alex. R., zum Verfasser, derebenfalls als Dichter u. Übersetzer von Dichtwerkenthätig war. Eberhard.
Rangiren (v.Fr.), ordnen, anordnen; Truppen,Eisenbahnzüge u. dgl. normalmäßig ausstellen.
Nangiroa (Nairsa, Fliegen-Jnsel), die größteInsel in der Gruppe der Niedrigen Inseln (Polyne-sien), 15° südl. Br., 80 km lang, nur ans Koral-lenboden bestehend, mit Cocospalmen geschmückt (s.Niedrige Inseln).
Rangliste (R. u. Quartierliste), das gedruckteVerzeichuiß sämmtlichcr Militärbehörden, Offiziere,Regimenter u. ihrer Garnisonen. Die osficielle fürdie preußische Armee erscheint jährlich im Januar.
Rangordnung, 1) s. u. Rang 3); 2) R. derGläubiger, s. u. Concurs.
Rangpnr (Rungpore), 1) District der DivisionRadschschahi der indobrit. Präsidentschaft Bengalen;eine durchaus fruchtbare und stark bevölkerte Ebene,durchflossen vom Tista u. anderen Nebenflüssen desBrahmaputra: 9002 Hsüm u. 2,149,972 Ew. 2)Hauptort darin, mit schöner Moschee; 14,845 Ew.
Rangnelcs, Indianer in Süd-Argentinien, denAraucaneru verwandt, ein etwa 10,000 Köpfe star-ker Stamm, welcher in jüngster Zeit heftige Kämpfegegen die Republik führte. Sie ähneln in äußererErscheinung u. Wesen den benachbarten Patagoniernn. Araucanern, beschäftigen sich jedoch mehr als diesemit etwas Ackerbau u. Viehzucht n. haben einige In-dustrie; bes. in Silbcrarbeiten u. Webereien leistensie Hervorragendes.
Rangun, 1) District der indobrit. Division Pegu(s. d.) in Britisch-Birma, im Mündungsgebiet desJrawaddi, 25,381 Hjlcm, 431,069 Ew. 2) Haupt-stadt davon und von ganz Britisch »Birma, an demgleichnam., für Seeschiffe fahrbaren, durch einen Ka-nal mit dem Jrawaddi in Verbindung stehendenFlusse, 35 km vom Meer, Sitz der obersten Behör-den u. Haupthandelsplatz des Landes, wo besonders
— Rank.
Holz, Ll und Reis ansgefllhrt werden; 98,745Ew., meist Birmanen, dann Chinesen, Armenier,Hindus, Parsen und Europäer. Die dem Flusse pa-rallel laufende Hauptstraße bietet mit ihren steinernenComptoirs und Magazinen einen stattlichen Anblick,während die Hütten der Eingeborenen in Seiten-straßen landeinwärts stehen. R. hat mehrere christl.Kirchen, mohammedanische Moscheen, Hindutempelu. viele buddhistische Pagoden, darunter die berühm-teste die goldene (Dagoung). Früher ein unbedeu-tender Ort, wurde es von König Alompra 1755 zurResidenz erhoben u. mit vielen Bauwerken geschmücktu. hat sich seit der Besitznahme durch die Engländer1852 zu hoher Blüthe erhoben. Thi-lem-mn.
Ranicri, Antonio, ital. Jurist, Philosoph u.Geschichtschreiber von Verdienst, geb. 8. Sept. 1809in Neapel; studirte daselbst u. erweiterte seine Kennt-nisse auf einer mehrjährigen Reise in Frankreich,England u. Deutschland, wo er in Berlin, später inGöttingen geschichts-philosophischeVorlesnngen hörte.Nach seiner Rückkehr lebte er in Neapel in treuemFrenndschaftsbunde mit dem kranken Dichter Leo-pardi zusammen, dem er die letzten sechs Jahre sei-nes Lebens in allen Beziehungen erleichterte u. ver-schönte. Seine erste Schrift war der sociale Roman:Linsvra, o 1' orkana äslla Nunriiata, in welcher dieunglaublichen Mißbräuche im Ospizio della Nnnziatazu Neapel n. die verderblichen Folgen der Staats-verwaltung schonungslos aus Licht gezogen wurden.Das 1839 erschienene Buch wurde von der ange-griffenen Partei mit rastlosem Eifer aufgekauft undverbrannt u. R. selbst zu einer 45tägigen Gefängniß-haft verurtheilt. Inzwischen erschien gleichwol einezweite, wesentlich verstümmelte Auflage dieses Bu-ches, und nach der Befreiung beider Sicilien endlich1862 in Mailand eine dritte, trefflich illustrirte Aus-gabe. Im 1.1841 erschien in Brüssel R-s zweitesepochemachendes Werk, die Ltoriaci'Italia ckal guintoalncmo ssoolo, eine historische Musterarbeit, die aberwieder Anlaß zu Jntriguen gegen R. wurde. 1842ließ er ein populär gehaltenes Merkchen: II träteRovoo erscheinen, worin er sittlich-ernste Ansprachenan das ital. Volk richtete, um es aus seiner geistigenwie socialen Versunkenheit zu erheben. Seine hiergenannten 3 Schriften erschienen in einer Gesammt-Ausgabe von 3 Bänden (Mailand 1862—64). Da-neben wirkte R. fortwährend als Advocat in Neapel.1860 schloß er sich der Garibaldischen Bewegung an,wurde dann 1861 ins ital. Parlament gewählt underhielt die Professur der Geschichte an der Universitätzu Neapel. Booch-Arkossy.
Ranigandsch (Naneegunge), Stadt im DistrictBancurah der indobrit. Division Burdwan (Benga-len) , am Damudah u. der Eisenbahnlinie Calcntta-R.-Patna; 6562 Ew. In der Nähe die mächtigenKohlen- u. Eisenlager von R., deren Abbau seit 1855begonnen ist.
Ranis (Rahms), Kreisstadt im Kreise Ziegenrückdespreuß.Regbez.Erfurt; Viehmärkte; 1875: 1715Ew. Dabei die Bergschlösser Burg R. (theilweiseverfallen) und Brandenstein.
Rank, Dorf im BezirkKaschau des Ungar. Comi-tats Abauj; stark kohlensäurehaltige Mineralquellenmit Bad (R.-Herleiner Bad) n. merkwürdigem, in-termittirend artesischem Brunnen, dessen Strahl beiden Eruptionen bis 44 m hoch steigt.