Randen —
tara; hat verschiedene alte Gebäude im normannischenStil, Öl- u. Weinbau; 7945 Ew.
Nauden, im engeren Sinne ein plateauartigerBergrücken im schweizer. Kanton Schafshausen, zwi-schen den Städten Stichlingen n. Schafshansen, derziemlich steil znm Wutachthale absällt n. einen Vor-sprung an dcnRhein bei Schafshausen entsendet, mitdem Hohen R. (928 m), Randenburg (902 m) n. a.Gipfeln; im weiteren Sinne der Theil des Schwä-bischen Jura, der sich vom Rhein bis znr Donau er-streckt, wo sie zwischen Donaneschingcn u. Scheer denJnrazugdurchbricht u. sich namentlich ans seiner Ost-seite durch eine große AnzahlKegelberge vulkanischenGesteins (Basalt, Phonolith), wie Hohentwiel (692m), Hohenkrähen (642 m), Mägdeberg (665 m),Hohcnhöven (849 m) rc. anszeichnet. H- Berns.
Randcrs, Amtshauptort in Jütland, an der Gn-den-Aa, ilLm oberhalb ihrer Mündung in denRan-derssjord, Station der Jütischen Eisenbahn; schöneKirche,Gymnasium,Armen-».Krankenhaus; Hand-schuhsabrikation, starke Schuhmacherei rc., lebhafterHandel mit Getreide, Pferden, Rindvieh, Brannt-wein, Handschuhen rc.; Schifffahrt; 1870: 11,374Ew. Der Randersfjord, ein Busen des Kattegat,schneidet etwa 23 Lm tief in die Ostküsts Jütlandsein, kann von Schiffen bis zu 4m Tiefgang befah-ren werden u. nimmt die Guden-Aa ans. H- Berns.
Randersacker, Marktflecken imBez.-AmtWürz-burg des bayer. Regbez. Unterfranken u. Aschafsen-burg, rechts am Main; vorzüglicher Weinbau; Kalk-steinbrüche; 1460 Ew.
Randglossen, so v. w. Marginalien.
Randolph, Counties im nordamerikan. Unions-gebiete, 1) in Georgia, 32" n. Br., 85" W.L., 10,561Ew.; Hauptort: Cuthbert; 2) in Illinois, 37" n.Br., 89" w. L., 20,850 Ew.; Hanptort: Kaskaskia;3) in Indiana, 40° n. Br., 85" w. L-, 22,862 Ew.;Hanptort: Winchester; 4) in Missouri, 39" n. Br.,92" w. L., 15,908 Ew.; Hauptort: Huntsville.
Nandon,Jacques Louis Ce sar Alex and re,Gras v., Marschall von Frankreich, geb. 25. März1795 in Grenoble; trat 1812 als Sous-Lientenantin die franz. Armee und machte den Feldzug nachRußland mit, wurde 1813 Adjutant des GeneralsMarchand, 1814 Capitän, 1330 Escadronches beiden Jägern, 1838 Oberst des 2. Jäger-Regimentsvon Afrika, 1841 Marbchal de Camp u. 1847 Ge-nerallieutenant. Er focht von 1837 — 47 mit Aus-zeichnung in Algerien. Im März 1848 wurde erim Kriegsministerium Chef der Angelegenheiten fürAlgier u. im Juni dess. I. Commandeur der Mili-tär-Division zu Metz. Am 24. Jan. 1851 trat erins sog. Ubergangsministerinm als Kriegsminister,übergab aber das Portefeuille 26. Oct. dess. I. anSt. Armand. Im Dec. wurde er General-Gouver-nenr von Algier, wo er 1853—56 erfolgreiche Expe-ditionen gegen die Kabylen leitete, wurde 1856 Mar-schall, 5. Mai 1859 wieder Kriegsminister, trat aberim Jan. 1867 zurück. Infolge seiner schlechten Ver-waltung mußteFrankreich 1866 darauf verzichten, eineRolle zu spielen. Erst. 16. Jan.1871 in Genf. SeineMemoiren kamen in Paris. 1875 ff., heraus. Schroot.
Randow, 1) Nebenfluß der Ucker in Preußen,steht durch einen Wassergraben mit derWelse in Ver-bindung; bildet größtentheils die Grenze zwischenden Provinzen Pommern und Brandenburg, fließt
Rangavis. 23
durch den Löckenitzschen See u. mündet bei Eggesin.2) Kreis im preuß. Regbez. Stettin, durchschnittenvon den Linien Berlin-Stettiu-Köslin-Danzig undPasewalk-Stettin der Berlin-Stettiner u. der LinieKüstrin-StettinderBreslau-Schweidnitz'FreibnrgerEisenbahn; 1371,jg Usicm (24,^ s^jM) mit (1875)101,329 Ew. Sitz des Landrathsamtes ist Stettin.
Randschit Singh.s.Rnndschit Singh. lB-rns.
Rands-Fjorden, ein 74Icm langer, aber schma-ler See im norwcg. Amte Christians, liegt 130 m ü.d. M., nimmt den Dokka- u. Etna-Elv aus u. fließtdurch den Rands-Elv in den Tyrifjord ab. Der R.wird von Dampsschiffen befahren.
Ranen, großer Fjord an der WKüste des nor-weg. Amtes Rordland; in den R. mündet der Ra-nens-Elv u. nördlich von demselben liegt der Svar-tisen, einer der größten Gletscher Norwegens.
Ranenburg(Orauienbnrg), Kreisstadt im rnss.Gouv. Rjäsan, am Zusammenflüsse der Rjäsa, Ja-godnaja u. Stanowaja; bedeutende Seifensiedereien,Kornhaudel u. zwei große Jahrmärkte; 4594 Ew.Die Stadt ist 1702 vom Fürst Menschikow gegrün-det worden.
Rang, 1) Reihe; 2) in Schauspielhäusern eineder Reihen Logen neben einander; 3 ) die Ordnung,wodurch sich im Äußeren ein Vorzug des Einen vor-dem Anderen anssprechen soll, also gewissermaßenein Ehrenplatz in der bürgerlichen Gesellschaft überAndere. Das Verhältniß dieser Plätze heißt R-ord-nung. In den monarchischen StaatenbesteheneigeneHof-R-ordnungen, welche Jedem, wenigstensjedem Staatsbeamten, seinen R. anweisen. Der R.der Souveräne wird an den einzelnen Höfen durchdas Herkommen bestimmt. Unter den großenMächtenfindet seit dem Wiener Congreß bei diplomatischenUnterhandlungen kein wirklicher R. statt, sonderndieselben unterzeichnen nach dem Anfangsbuchstaben,welchen ihr Staat in französischer Sprache hat, z. B.L.utriosis, Uranos, 6rauck-8rstaAns,ItaIis,krnsss,Rnssio. Ganz hiervon verschieden ist der R. derStaaten je nach ihrer Größe und Machtstellung undunterscheidet man hier Staaten 1., 2., 3. rc. R-es.Über den R. der Gesandten s. Gesandte.
Nangavis, Alexander Risos (auch französ.Raugabe), aus einer Phanariotenfamilie, geb. 1810in Constantinopel, ausgebildet in Bukarest, dann inOdessa, seit 1825 in München auf der Kriegsschulen. der Universität, 1829 Artillerie-Offizier in Grie-chenland, 1832 Rath im Cultnsministerium, baldChef der Unterrichtsverwaltung, in welcher Stellunger um die Einrichtung von Schulen, Gymnasien u.Universität große Verdienste sich erwarb. Er gehörtezu den Gründern derArchäolog.GesellschaftiuAthen,deren er seit 1837 mitre-
digirte. 1842 trat er als Rath in das Ministeriumdes Innern, mußte aber als Heterochthon 1844die Stelle niederlegen. 1845 Professor der Archäo-logie an der Universität Athen, infolge der Occupa-tio» des Piräeus durch die Franzosen Minister desÄußern 1856—59; Deputirter; 1866 Prytane derUniversität Athen; seit 1867 Gesandter an verschie-denen Höfen. Er übersetzte Mehreres aus dem Alt-griechischen (darunter den ersten Gesang der Odysseein Hexametern; 3 Komödien des Aristophanes; Plu-tarchs Biographien, 1864—1866) und aus neuerenSprachen (u. a. Lassos Befr. Jerusalem, Kampes