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Rammen -
Ramme« (Mar.), mit dem Bilg des eigenenSchiffes gegen die Seite eines anderen anrennen;gewöhnlich in feindlicher Absicht n. in dieser Gestalteine Hauptgefechtsart der antiken wie der heutigenSeekriege(s.n.Taktik). DavonRamme(od. Sporn)die Verlängerung des Vorstevens nach vorn zu,welche beim R. in die Seite des angegriffenen Schif-fes unter Wasser eindringt u. es leck stößt. In glei-chem Sinne Nammbug, Rammschiff.
Rammenau, Kirchdorf in der kgl. sächs. Kreis-u. Amtshauptmannschaft Bautzen; Schloß, Leinen-und Bandweberei, Granitbrüche; 1875: 1274 Ew.R. ist Geburtsort des Philosophen Fichte, zu dessenAndenken hier 1862 ein Denkmal errichtet und dieFichte-Stiftung (Unterrichtsanstalt für arme talent-volle Knaben) gegründet wurde.
Namming, Wilhelm Fr e ih errR.v o nRi ed-kirchen, österr. Feldzeugmeister, geb. 1815inNemo-schitz in Böhmen, trat.inderMilitärakademiezuWie-nerNeustadterzogen, 1835 als LieutenantindenGene-ralstabsdienst u. war als Sollschef des Generalstabes1849 erst in Italien, dann unter Haynau in Ungarnthätig. 1857 zum Brigadecommandenr im 3. Ar-meecorps ernannt, kämpfte er 1859 bei Magenta,wurde darauf mit Generalsrang Vorstand der Ope-rationskanzlei unter dem Generalstabschef Heß undübernahm nach dem Frieden von Villa Franca zumFeldmarschalllientenant ernannt, die Leitung derOperationskanzlei im Generalquartiermeisterstab.1866 commandirte er das 6. Armeecorps und beiNachod 27. Juni von den Preußen geschlagen, be-fehligte er bei Skalitz und Königgrätz die Reserve.Darauf Feldzeugmeister, lebenslängliches Mitglieddes Herrenhauses, Hanptmann der Arcierengardein Wien, st. er 1. Juli 1876 in Karlsbad. Er schr.das ausgezeichnete Werk: Der Feldzug in Ungarn u.SiebenbürgenimJan. 1849, Pest 1850. Kleinschmidt.
Nam-Mohun-Roy, einindisch. Brahmane (geb.1774 zu Burdwan in Bengalen, gest. 1833 zu Bri-stol in England), der die starren Satzungen seinerReligion zu reformiren unternahm (s. u. Brahmo-Samaj).
Ramnad (indisch Ramanathapuram), Stadt imDistrict Madura der indobrit. Präsidentschaft Ma-dras, mit einem Fort, mehreren Moscheen, eineralten Protestant. Kirche, Sitz des ehemals selbständi-ges, jetzt nur noch nominellen Zemindars von R.,dessen Gebiet sich über das unfruchtbare Gebiet biszur Palkstraße erstreckte (ungefähr 5000 fsZIcm mit504,131 Ew.). Er wie der größte Theil der Einwoh-ner gehört zu den Maravern, einer räuberischenSudrakaste. Schon seit Jahrh. hat unter ihnen dieprotestantische Mission mit Erfolg gearbeitet.
Nanmes (Ramnenses),der Name derältestcn Tri-bns der römischen Urbürgerschaft, des Volkes derRomulus(vondemselben Wortstamm),liebender nochzwei andere, die Tities u. die Lnceres standen.
Namolino, Maria Lätitia, s. Bonaparte 1).
Rampe (aus dem altfranz. ramxsr, kriechen),Bodenanschllttnng vor einem Gebäude u. dient dazu,eine Auffahrt zu einem hoch gelegenen Parterre-Ge-schoß herzustellen. Die R. ist vor dem Hanptportalhorizontal u. fällt nach beiden Seiten hin ab. Vornist sie meist durch ein auf einer Mauer stehendes Git-ter abgeschlossen. Von dem Gebäude ist die R., aus-genommen vor der Eingangsthür, durch einen min-
— Ramses.
destens 60 ein breiten Gang, welcher sowol ein Ein-dringen von Erdfeuchtigkeit in das Mauerwerk des Ge-bäudes verhindert, als auch die Zuführung von Lichtu. Luft zu den Kellerfenstern ermöglicht. Kühne.
Ramponiren, etwas beschädigen, abnutzen.
Nampsinit, s. v. w. Ramses 3).
Nampur, Iliudobritischer Vasallenstaat,admini-strativ den NWProvinzen zugetheilr u. innerhalb derDivision Rohilkand gelegen, eine niedrige, fruchtbare,mit Reis, Zucker, Indigo bebaute Ebene, bewässertvon der Ramganga u. deren Nebenfluß Kosila; imnördlichsten Theile in das Gebiet des Terrai (s. Hi-malaja, S. 307) hineinreichend u. dort sehr unge-sund; 2450 Uslrm u. 507,013 Ew.; fast ausschließ-lich mohammedanische Rohilla-Afghanen. An derSpitze steht ein Nawab betitelter Fürst, dessen Vor-fahr 1793 die englische Oberhoheit anerkannte.2) Hauptstadt davon, weitläufig gebaut an dem Kosila.ij) Hauptstadt des indobrit. VasallenstaatesBnssahir,am linken Ufer des Setledsch, Winterresidenz desRadscha von Bussahir, mit großem Palast desselben.
Namri (Namree), District der Division Arracan(Britisch-Birma), 11,160 üsjkm und 144,177 Ew.;die gleichuam. Insel, die Insel Tscheduba n. einigeandere umfassend/ 2) Ort auf der Insel R. mit3663 Ew.
Namsau, Dorf im Bezirksamt Berchtesgadendes bayer. Regbez. Oberbayern, in der malerischenRamsau; Schloß, Mühlsteinbrüche; im SommerAufenthaltsort vieler Münchener Maler; 860 Ew.Südlich von R. das romantische Wimbachthal.
Ramsap, Allan, namhafter schott.Dichter, geb.15. Oct. 1686 im Kirchspiel Crawford in Lanark-shire, war bis zu seinem 30. Jahre Perückenmacheru. hatte sich während dieser Zeit durch seine auf flie-genden Blättern veröffentlichten Gedichte einen Na-men gemacht. Unterstützt von mehreren hohen Per-sonen gab er sein Handwerk auf u. ließ sich als Buch-händler in Edinbnrg nieder, ward auch Verleger u.etablirte die erste Leihbibliothek in Schottland. Dieerste Sammlung seiner Gedichte erschien 1721; ihrfolgten bald andere unter denen die volksthümlichstenwaren: M>s tsa-tabls misosllkln^, Edinb. 1724;Iks Zonkls sstsxstsrä, eine schott. Pastoralkomödie,ebd. 1725; u. ooUsotion ok kstirt/ kastlss, ebd.1730. R. war ein fleißiger Sammler alter schott.Volkslieder u. machte sich hochverdient um die Er-haltung mancher Überreste der alten schott. Literatur.Er st. zu Edinbnrg 7. Jan. 1758. Bartling.
Ramsch ist Rabonge (s. d.) mit der deutschenKarte u. wird ebenso gespielt wie letzteres.
Namsden, Jesse, Optiker, geb. 1735 in Hali-fax in Vorkshire; anfangs Tuchmacher, dann Kupfer-stecher; heirathete die Tochter des Optikers Dollond,welcher ihn in der Kunst mathematische Instrumentezu fertigen unterrichtete. R. zeichnete sich bald darinaus, verbesserte und erfand mehre optische und vieleastronomische u.mechanischeWerkzeuge; bes. berühmtwaren seine Fernrohre u. getheilten Winkelinstrn-mente. Seine Dsseription ok an snssins kor ckivi-äinA nmktl. Instruments erschien Lond. 1777. Inden kstilos. Irans, finden sich verschiedene Abhand-lungen von ihm. Er st. bei London 5. Nov. 1800. r.
Ramses (Ramessu),derNamevon 16 ägyptischenKönigen aus der 19. n. 20. Dynastie, darnnter be-merkenswertb 1) R 1., der der Dynastie, im