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Namcau —
Sammlung fort; kehrte 1827 nach Trier, 1829 aberwieder nach Italien zurück, von wo er 1843 nachKöln übcrsiedelts u. die Conservatorstelle am städt.Museum antrat, in welchem er als RestauratorTüchtiges leistete. Eigene Arbeiten: Cartons zu denWandteppichen im hohen Chor des Kölner Domesu. zu Glasmalereien in Koblenz. Regnet.
Nameau, Jean Philippe, berühmter Com-ponist u. Musiktheoretiker, geb. 25. Sept. 1683 inDijon; pflegte schon in den Kinderjahren das Kla-vierspiel u. widmete sich ganz der Musik. Er triebneben dem Klavier- das Orgel- und Violinspiel;wurde wegen eines Liebesverhältnisses 1701 nachItalien geschickt, schloß sich bald einer im südlichenFrankreich hernmziehendcnOpcrngesellschaftalsVio-linist an n. trat gleichzeitig in verschiedenen Städtenals Organist ans. Nachdem er dann in Montpellierdie Elemente der Harmonielehre nachgeholt, ging er1717 nach Paris, wo er den Umgang u. Unterrichtdes berühmten Organisten Marchand genoß, nahmdann den Organistenposten an St. Etienne in Lille,darauf in Clermont an. Hier befaßte er sich viel mittheoretischen Untersuchungen u. schrieb viele Motet-ten, Cantaten, Klavierstücke. Im I. 1721 wiederin Paris angekommen, lenkte er bald durch die kri-tischen Anfechtungen, welche die von ihm veröffent-lichte Abhandlung über die Harmonie (1722) fand,die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich, trat außer-dem mit Cantaten, Klaviersonaten hervor, übernahmdie Organistenstellc an St. Croix de la Brctonncrie,tchrieb Gesangs- und Tanzstücke für die Komödiendes Singspieltheaters der Foire St. Germain (spä-tere Opera oomigns),dic weiterentheoretischenWerkeNouveau Systems äs musigus vksoretiguo (1726),Dissertation äs la äitkerentss mstkoäos ä'aoeom-paAnsmsnt paar 1s olaveoin et pour 1'orguo, Allesmit bestem Erfolge. Unterstützt durch den General-Pächter La Popeliniere wandte er sich nun auch dergroßen Oper zu u. schrieb Samson (Text von Vol-taire), doch konnte erst Dippol/be st Ariels (1732)vor das große Publicum gebracht werden u. erwecktedurch die Neuheit ihrer Erscheinung, ihren Harmo-niereichthnm, ihre dramatische Energie u. ihre Jn-sirumentationseffccte den Widerspruch der Lullysten.Später vereinigten sich die Anhänger Lullys ». R-s,um gegen die Italiener (von 1752) zu kämpfen u.schon damals entwickelte sich jener Streit zwischenden Bnfsonisten und Antibuffonisten, welcher unterGluck zu seiner größten.Hestigkeit entbrannte. R. lie-ferte von 1733—1760 noch etwa 22 Opern, darun-ter Lie beste: Castor und Pollux (1737), die letzte,im 77. Lebensjahre des Componisten zur Aufführ-ung gebrachte: Des palaäins, welche seinen Ruhmüber Lie Grenzen seines Vaterlandes verbreiteten u.ihn zum ersten Operncomponisten Frankreichs erho-ben, wie er denn auch erst vonGlncküberboten wurde.R. erlebte in den späteren Jahrenviele Ehren; wurdeCabinetscomponist des Königs, Mitglied verschiede-ner Akademien rc. n. st. 12. Sept. 1764. Denkmalin seinem Geburtsort. Seine musikalischen Verdienstesind sehr bedeutend. Er war der Erste, welcher derHarmonielehre eine feste Basis verlieh, indem er denUrsprung des Dur- u. Molldreiklangs vom Mitklin-gen der Töne (Nebentöue, Obertöne) herlcitete unddie übrigen Accorde durch terzenweisen Aufbau undUmkehrung gewann, sowie für die Verbindung der-
Ramisscram.
selben den sog. Fnndamentalbaß (Kasse saus vutou-äns) anfstellte. Als Bllhnencomponist hat er die vonLully begonnene Lramatisch-declamatorischeNational-oper weiter gebildet, im Ganzen die Formen der-selben zwar beibehalten, aber die Declamation nocheindringlicher, feiner, die Melodik wärmer, gesang-reicher, die Harmonie voller, vielfältiger, die Chöre(oft unter Anwendung contrapnnctischer Künste) le-bendiger, wirksamer, u. bes. die instrumentale Be-gleitung selbständiger, mit Handlung u. Situationübereinstimmender gestaltet. Siebenrock.
NaiNichtiaram, s. Ramisseram.
Namee, L oniseve l a, englische, unterdem Pseu-donym Onida schreibende Romanschriftstellerin, geb.1830 in London, betrat frühzeitig die Schriftsteller-laufba >n mit kleinen Novellen und Erzählungen inden untergeordneten periodischenZeitschristen. Nach-dem sie sich hierdurch Routine u. eine gewandte Federerworben, veröffentliche sie eine Reihe der sensatio-nellen Schule angehörende, meistens dreibändigeRomane, unter denen die bekanntesten sind: Dsiä inbcwäaAs, London 1863; Ltrabkmors, ebend. 1865;Okanäos, ebd. 1866; OseilOasbslmain's §a§o, anäotksr uovsUsttos, ebd. 1867; läalia, ebd. 1867;Duäsr trvo tüag-s, ebd. 1867; Diisobrin, bks stör/ob a wart anä stra/, 1869; Dolle-Darüis, ebend.1871; ^ äoA ob Dlanäsrs, anä otksr storios, ebd.1872; Dasoarsl, ebd. 1873; llkvo littks vvooäeuskoes, ebd. 1874; 8iZna, ebd. 1875; In a rvi.nt.ereit/, ebd. 1876 u. ä.riaäns, tke stör/ ob a äreain,ebd. 1877, zum Theil auch schon in den Tanchnitz-Ausgaben. Bartling.
Nameehanf, so v. w. Chinagras.
Namenghi, Bartolommeo, genannt Bag-nacavallo, ital. Maler, geb. 1484 zu Bagnaca-vallo, st. 1542. Schüler zuerst Francias, dann Ra-faels; zeichnete sich bes. durch eine kräftige Färbungu. Derbheit der Charaktere aus. Hauptwerke: dieauf Wolken thronende Madonna in der Dresdener-Galerie; Die Disputa in S. Agostino agli Scopentiin Bologna; u. Drei Heilige im Berliner Museum.
Namganga, (Ramaganga, Ramgunga), Neben-fluß des Ganges in Indien, der an einer der äußerenHimalaja-Ketten in der Division Kamaon entspringtu. nach einem vorherrschend südlichem Laufe beiKa-nodjch mündet. Seine bedeutendsten Nebenflüsse sindder Kosi u. Sunka.
Nainistcircn (v. Lat.), verästeln, verzweigen;daher Ramification, Verästelung.
Na»ttllics,DorfimArr. Nivellesderbelg. Prov.Brabant, Station der belg. Staatsbahn; 744 Ew.Hier 23. Mai 1706 Sieg Marlboroughs über dieFranzosen unter Billeroi.
Nailling, 1) Neich-R., Dors im Bez. Steher desErzherzogthums Österreich ob der Enns, am Ra-mingbache,L>tationderKronprinzRndolfsbahn;Mcs-singsabrik,Stahl-u.Eisenhämmer; 1869:1986Ew.2 ) Groß-R., Dors in demselben Bez., an der Enns,Station der Kronprinz Rudolfsbahn; schöne Pfarr-kirche, Eisenindustrie; 1869: 2535 Ew.
Namrffcram (Rameyvaram), Insel zwischen derSOKnste Vorderindiens u. der NWKüste von Cey-lon, am Ende des Golses von Manaar, administra-tiv zu dem Distr. Madnra der PräsiLcntsch. Madrasgehörig, sandig und nnsrnchtbar, von Cocospalmen^ umsänmt, bemcrkenswerth Lurch einen alten aus Na-
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