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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
Entstehung
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18 Ramberg -

Gießen u. starb hier 19. April 1735. Als Theologwirkte er im Geiste Speners u. Franckes; als Hym-nolog suchte er das Gesangbuch durch neue Liederüber die noch nicht besungenen Gegenstände der Dog-matik u. Moral zu vervollständigen u. brach so derdidaktischen Richtung im Kirchenlieds Bahn; u. sindin dieser Beziehung zu erwähnen: Geistliche Poesien,1720; Poetische Festgedanken, 1723; das von ihmbesorgte Darmstädtische Kirchengesangbuch, 1733, u.ein Auserlesenes Hausgesangbuch, 1735; viele seinerVorlesungen erschienen nach seinem Tode, von Fre-senius, Hecht, Neubauer herausgegeben. 2)Aug.Jakob, Hymnolog, Enkel des Bor., geb. 28. Mai1777 in Quedlinburg, wurde 1802 Diakonus anSt. Jakob in Hamburg u. 1819 Pastor an derMi-chaeliskirche, sowie 1834 Senior des geistlichen Mi-nisteriums u. st. 9. Sept. 1851; er übersetzte u. be-arbeitete eine große Anzahl Lateinischer Hymnen u.Sequenzen u. gab heraus Anthologie christlicher Ge-sänge aus allen Jahrhunderten der Kirche, Altona18171822, 4 Bde. «agai.

Ramberg, Berg des Unterharzes bei Gernrodeim anhalt. Kreise Ballenstedt, mit der Noßtrappe(461 rn), dem Hexentanzplatz (454 rn) und der Vic-torshöhe (537 in); ans der letzteren ein paar mäch-tige, aufeinander gethürrnte Granitblöcke (Teufels-muhle) und ein 1829 vom Herzoge Victor Alexiuserbauter, 27 in hoher Aussichtsthurm.

Ramberg, 1) Joh. Heinrich, Historienmaler,geb. 1763 in Hannover, st. das. 6. Juli 1840. Ermachte, dem König Georg III. von England durcheinige gelungene Harzansichten bekannt geworden,seine Studien auf der Malerakademie in London, vonwo der König ihn 1788 nach Italien reisen ließ u.wurde später Hofmaler in Hannover. Bekannt bes.durch seine Kupfer zu Almanachen, wo er anfangsLen glücklichsten Humor entwickelte, aber durchs Ko-mische in die Caricatur gerieth, welche ihn auch beiDarstellung sentimentaler Darstellungen befangenhielt; berühmt sind namentlich sein Reineke Fuchsu. sein Eulenspiegel. S. Hoffmeister, I. H. R. inseinen Werken dargestellt (Hannov. 1877). 2) Ar-thur Georg, Freih. von, Historienmaler, geb. zuWien 4. Sept. 1819, st. in München 5. Febr. 1875,Sohn eines österr. Feldmarschalllieutcnants, er er-lernte die Kunst bei seinem Großoheim R. 1) lebtein seiner Jugend abwechselnd in Italien, Ungarn,Siebenbürgenu. Steiermark, ging 1840 nach Prag,wo er zugleich die Universität u. Kunstakademie be-suchte, dann ohne seines Vaters Wissen aus die Aka-demie zu Dresden, wo er I. Hübners Schüler ward,siedelte 1850 nach München über, schloß sich dort na-mentlich an Schwind an, ward 1860 als Professoran die Kunstschule in Weimar u. 1866 als solcher andie Münchener Akademie berufen. Hauptwerke: DerHoshalt Friedrich II. in Palermo; Compositionen zuGoethes Hermann u. Dorothea, zu Voß' Luise, zurSchiller-Galerie von Brockhaus, zu Schillers Ge-dichten von Cotta, Illustrationen zu Steffens, Nieritzu. Auerbachs Kalendern rc. R. war Ehrenmitgliedder Wiener u. Berliner Akademie. Regnet.

Rambert, Eugdne, franz. Schriftsteller, geb.1830 in Lausanne, studirte an der dortigen Akademieu. wurde nach längerem Aufenthalt in England u.Paris Professor der Literatur in Lausanne, späterProfessor der franz. Literatur am Polytechnicum in

- Ramboux.

Zürich. Einen Namen hat er sich gemacht durch seineStudien Llaäams äs LtasI, Laus. 1857; Lorusills,Ravins, Llolisrs, ebd. 1862; X. Viust, ä'axrss osspoesios, Genf 1868. Außerdem schr. er eine Massevon Aufsätzen, Novellen rc.

St. Rambert, 1) Stadt imArr.Belley des franz.Dep. Am, am Albarine, Station der Paris-Lyon«Mittelmeerbahn; bedeutende Seiden- n. Wollenspin-nerei, Fabrikation von Tafelleinen u. Papier, Sei-denmühle: 1877: 1571 Ew. (Gem. 2620). 2)Stadtim Arr. Montbrison des franz. Dep. Loire, an einemArmdesBonsonunweitderLoire; sehenswertheKircheaus dem 11. Jahrh., Ban von Steinkohlennachen,Töpferei; 1877: 1319 Ew. (Gem. 2432).

Ramberbillers, Stadtim Arr. Epinal des franz.Dep. Vosges, an der Mortagne, Station der franz.Ostbahn; fehenswerthe Kirche aus dem 11. Jahrh.,Fabrikation von Fayence, Thonröhren, Töpserwaa-ren, Ziegeln, Leinwand, Zwillich, Strümpfen, Tuch,halbwollenen Zeugen und Papier, Wollenspinnerei,ansehnliche Gerberei rc., Hopfenbau, Handel mitHopfen, Getreide, Wein n. Leder; 1877; 5281 Ew.Hier 9. Oct. 1870 Gefecht zwischen Truppen desdeutschen 14. Armeecorps und franz. Truppen desGenerals Cambriels.

Rambla, Stadt in der span. Provinz Cordova(Andalusien); Wollendeckenfabrikation, Handel mitKl, Wein u. Getreide; 5926 Ew.

Namboldini, Vittorino, nach seinem Geburts-ort meist F eltre genannt, ital. Humanist, geb. 1378,lehrte in Venedig und Padua, gründete dann, seit1425 Erzieher der Söhne des Marchese Gonzaga inMantua, eine großartige Lehranstalt für humani-stische Studien, in der er namentlich die alten Clas-siker zu einein klaren, innigen Verständniß zu brin-gen suchte, bes. Vergil u. Cicero, anknüpfend an letz-teren Redeübungen vornahm, auch Mathematik undMusik u. körperliche Übungen treiben ließ. Die An-stalt wurde eine Musteraustalt für lange Zeit. R.'st. 2. Febr. 1446. Vgl. Rosmini, Vits, o äisoiplinaäi V. L. äa Usltrs, Bass. 1801, deutsch v. Orelli,Zürich 1812; Benoit, Victoren äs IVItrs, Paris1853, 2 Bde. Lagai.

Rambouillet, Stadt n. Hauptort in dem 6 Can-tone u. 119 Gem. mit 1877: 66,820 Ew. umfassen-den, gleichnam. Arr. des franz. Dep. Seine-et-Oise,an einem Zuflusse der Droue u. au dem gleichnam.,12,818 Im umfassenden Walde, welcher zugleichThiergarten u.Parkist, Stationderfranz.Westbahn;Schloß, in welchem Franz I. starb, Ludwig XIV.,XV. u. XVI. häufig rcsidirten u. Karl X. nach derJnlirevolution 1830 abdankte, im Parke eine zumSchlosse gehörige, von Ludwig XVI. gegründeteMerinoschäferei; Gerichtshof erster Instanz, öffent-liche Bibliothek, Archäologische Gesellschaft, Fabri-kation von Uhrenbestaudtheiten, Handel mit Getreide,Mehl, Holz, Vieh, Wolle u. Schmuckfedern; 1877:4750 Ew. H. Berns.

Ramboux, Johann Anton, Maler u. Con-servator des städt. Museums in Köln, geb. zu Trier1790, gest. zu Köln 2. Oct. 1866, seit 1807 Schüler-Davids in Paris, begann dort Meisterwerke derMalerei trefflich in Aquarell zu copiren, worauseine unvergleichliche Sammlung erwuchs, ging 1815nach München, von da 1817 nach Rom, schloß sichdort an Cornelius u. Overbeck an, und setzte seine