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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
Entstehung
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Ramadan -

Reich; jetzt Er-Ram. 2) R. beiJafa; ein andererName von Arimathia.

Namadan(Namasan), bei denMohammedanernder neunte Monat des Jahres; in demselben soll derProphet seine ersten göttlichen Offenbarungen erhal-ten haben n. währenddessen muß jederMoslim vonTagesanbruch biszumSonnennntergangsasten, darfauch nicht rauchen. Das Ende des R-s bildet das Bai-ram- od. Beiramfest, welches mehrere Tage dauert.

Namasianga, s. Ramganga.

Namnsana (Ramayana), eincsder beiden großenindischen Natwnalepen, dessen Inhalt die Beschreib-ung des Lebens und der Thaten des Raum bildet.Dasaratha,derhochbetagte König vonAjodhja (Audh)ist ohne Söhne, erreicht aber durch ein großes Roß-opfer von den Göttern die Gunst, daß seine 3 Frauen3 Söhne gebäre», Kansalja den Rama, Sumitra denLakschmana, Kaikeji den Bharata. In Nama ver-körpert sich zugleich der Gott Vischnu (s. d.) mit derausdrllcklichenBcstimmung, den frevelhaften Riesen-könig Ravana von Lanka, der nach einem Versprechendes Brahma weder von Göttern, noch von Dämonengetödtet werden sollte und sich vor Menschen durchseine Stärke geschlitzt glaubte, zu tödten. Nama u.Lakschmana werden in der Einsamkeit zu frommenund tapferen Jünglingen herangezogen; der erstere,schon früh ein kraftvoller Held, heirathet durch seineStärke die Sita, Tochter des Königs Dichanaka vonMithila. Durch die Jntriguen der Kaikeji wird Raumseines Rechtes auf Thronnachsolge beraubt zu Gun-sten des Bharata (obwol wider dessen Willen) u. be-gibt sich, freiwillig gefolgt von der Sita, in dasWaldgebirge, umgeben von einer Schaar frommerEinsiedler, die er durch seine Kraft u. den Bogen desIndra vor den Angriffen der dort zahlreichen Dä-monen (Rakschasa) u. wilden Thiere beschützt. Dar-über erzürnt, entführt deren König Ravana, wäh-rend die Brüder Rama und Lakschmana jagen, dieSita, die er in Gestalt eines goldenen Hirsches inden Wald gelockt hat, durch die Luft nach seiner Resi-denz aus Lanka (Ceylon). Auf seinen Nachforschun-gen kommt Raum zu dem Affenkönig Sugriva, demer bei einein Streit mit seinem Bruder Bali Bei-stand leistet u. versichert sich der Hilfe dieses u. seinergesammten Affeuarmee. Dem Affenfeldherrn Hanu-man gelingt es, den Aufenthalt der Sita zu erfor-schen, im Flug setzt er über die Meerenge nach Cey-lon u. dringt zu ihr, ohne jedoch sie besreien zu kön-nen. MitanfBefehlRavanasverbranntemSchwanzekehrt er im Fluge zurück u. meldet den Ort, woraufein großes Heer von Affen u. Menschen unter An-führung Raums gegen Ceylon vordringt, die Meer-enge auf hincingeworfenen Felsblöcken (daher dieEntstehung der Adamsbrücke und die Heiligkeit vonRamisseram) überschreitet und nach einem 7tägigen,furchtbaren Morden die Hauptstadt Lanka erobert.Ravana wird dabei von Rama, der mehrmals tödt«lich verwundet, jedesmal durch von Hannman imFlug herbeigeholte heilkräftige Kräuter wiederherge-stellt wird, am 7. Tags erschlagen und Sita befreit.Nachdem sie durch die Feuerprobe ihre Unschuld be-wiesen hat, kehrt sie auf einem Götterwagen mitRama nach Ajodhja zurück, wo dieser, nach freiwilli-gem Rücktritt seines Bruders Bharata, die Herr-schaft übernimmt. Dies ist der summarische Inhaltder ersten 6 Bücher; nach einem 7. (wahrscheinlichPlerers Universal-Conversations-Lexiton. 8. Ausl. X"

Rambach.

als spätere Znthat zu betrachtenden) fühlt Sita durcherneute Zweifel des Rama an ihrer Treue sich ge-kränkt u. läßt sich von ihrer Mutter Erde verschlingen;Rama, sich an seinen Ursprung erinnernd, läßt sichunter großen: Pomp von dem Fluß Saraju (Gogra)anfnehmen u. kehrt so in den Götterhimmel zurück.Das R., sehr verschieden von dem anderen EposMahabharata (s. d.), macht bei Weitem mehr denEindruck eines compacten Werkes, einer einheitlichenAbfassung u. scheint sich, obwol sein Umfang ein sehr-bedeutender ist (24,000 Sloka d. h. Doppelverse), auseinen Verfasser zurückführen zu lassen. Als dessenangeblicher Name wird Balmiki angegeben. Daßder eigentliche Kern der Erzählung durch spätere Zn«sätzevermehrt ist, ist als sicheranznnehmen; als solchewerden nach gewöhnlicher Annahme die in Raumsich vollziehende Jncarnation Vischnus, daher auchdas ganze 7. Buch, angesehen. Abgesehen von diesenreligiösen Znthaten u. vielen allegorisirenden Episo-den, bleibt als historischer Inhalt des Gedichtes dieSchilderung des Vordringens der Arier von Hindo-stan nach dem Dekhan u. der Unterwerfung n. Be-kehrung der dortigen, als vollständige Wilde beschrie-benen Urbewohner mit Unterstützung eines Thcilesder Urbewohner, die wegen ihrer abschreckenden Häß-lichkeit als Affen dargestellt werden. Über die Zeitseiner Entstehung gehen die Meinungen sehr aus-einander; während es einerseits als das ältere indischeEpos betrachtet wird, will eine neuere Ansicht dieAbfassungszeit aus die Zeit um Christi Geburt fixirenu. in der vorliegenden Fassung Spuren von Beein-flussung u. Bekanntschaft mit den Griechen, im Be-sonderen mit dem trojanischen Sagenkreis, entdecken.Jedenfalls war das Gedicht zuerst mündlich über-liefert u. erst später schriftlich fixirt, womit der Um-stand, daß uns mehrere wol in der Hauptsache stim-mende, aber in der Anordnung der Einzelnen u. imAusdruck oft diffcrirende Recensionen des Textesvorliegen, übereinstimmt. Herausgegeben ist es inCalcutta, 1859, in Bombay, 1859; von Gorresiomit italienischer Übersetzung (die ersten 6 Bücher,10 Bde., Paris 184358); Ausgaben von Theilenvon Carey u. Marshman, Seramp.1806 (Buch 12),von Schlegel mit latein. Übersetzung (Buch 1 u. 2,Bonn 1829 f., 3 Bde.); Übersetzungen ins Fran-zösische von Fauche, Par. 1860; ins Englische vonGriffith, Benares, 1870, 5 Bde. Erklärungen undAuszüge finden sich bei Wheeler, Historz- ok lnckia,Bd. 2, Lond. 1869; Williams, Ou luckiau xootrz-,Lond. 1863. Über Composition u. Entstehungszeitvgl. Weber, Über das R., Berl. 1870. TlMemami.

Ramasseeisc», ein ans Schmiedeschrot durchHämmern und Walzen hergestelltes Materialeisen,das sich durch gute Qualität auszeichnet u. deshalbbei der Fabrikation von Feineisen, Radreifen, Ble-chen rc. Verwendung findet.

Ramassiren(v. Fr.),sammeln, zusammenraffen.

Ramassirt (v. Fr.), nervig, untersetzt.

Rambach, 1) Joh. Jakob, Dichter geistl. Lie-der, geb. 24. Febr. 1693 in Halle, stndirte seit 1712daselbst, ging dann nach Berlin, um bei Herausgabeder Hebräischen Bibel behilflich zu sein, u. 1719 nachJena, wo er Vorlesungen hielt; 1723 kehrte er nachHalle zurück, wo er erst Adjuncr an der theologischenFacultät u. 1726 Professor wurde; 1731 folgte cr-emen: Rufe als Superintendent und Professor nach

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