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ment, vernünftiges Urtheil, Veruunstschlnß; Ver-nünftclei, Geschwätz: Raisonnenr, Vernünftler,Widerbellers Raisonniren, vernünftig urtheilcn;klügeln, schwätzen; kritisiren,bes.tade!nd,schelten überJemanden, ein unüberlegtes Gerede über Etwasführen.
Naih,(czech. Najec), Dorf rin mähr. Bez. BoS-kowitz (Österreich), an der Zwittawa, Station derÖsterreich, (nördlichen) Staatsbahn; fürstlich Salm-sches Schloß mit Gemäldesammlung, schönes Grab--mal des Grafen N. v. Salm (des Bertheidigcrs vonWien gegen die Türken), Rübenzucker- n. Spiritns-sabrik; 18K9: 1317 Ew.
Naizen, s. Rascia.
Raj .. Raja (indisch, so v. w. König), die hier-mit anfangenden indischen Worte s. unter Radsch ..,Radscha...
Raja, Fisch, s. Noche.
Najamundry, s. Radschainandri.
Najas (Rayas, v. arab. raüzall; Heerde), türk.Bezeichnung der tributpflichtigen Unterthanen derPforte, welche nicht Mohammedaner sind. Die Tür-ken unterscheiden nnier ihnen bes. 3 Klassen: Grie-chen (Weshirs), die früheren Besitzer des größtenThciles der Europäischen Türkei; armenische Unler-lhanen, welche sich nach u. nach im Türkischen Reicheniederließcn (daher auch alle Fremde, welche sich dort-hin begaben, in diesem Sinne als R. bezeichnet wer-den) n. Inden (Mansaphirs). Unterschieden hiervonsind die in Constantinopel und anderswo lebendenEuropäer, welche unter dem Schutze ihrer Consnlnstehen. Dro»le.
Najecz, Marktflecken im Ungar. Comitate Treu-csin, an der Zilinka; warme Bäder, namentlich ge-gen Lähmungen und Hautkrankheiten angewandt;1869: 5S75 Ew.
Najolen, Rijolen, die 0,g—1 w tiefe Umarbeit-ung u. Auflockerung der Acker- u. Gartenerde, wobeidie untere Bodenschicht nach oben kommt. Das R.geschieht theils mit Hacke u. Spaten, theils mit be-sonderen Gerüchen, den Rajolpflügen (s. u. Pflug).Zweck des R. ist Vertilgung der Unkräuter u. schäd-lichen Jnsecten, Vertiefung der Ackerkrume, Herauf-bringnng eines guten Untergrundes, Versenkung derfruchtbaren Ackerkrume beiBäumpflauzungen, Ent-fernung der Steine und Vermischung verschiedenerErdarten mit einander. Rhode.
Najpoots, s. v. w. Nadschputen.
Najshahye, s. Radschschahi.
Rakete, ein aus Indien stammcnderFenerwerkS-körper, der dort als Brandgeschoß in Verwendungwar u. dessen Gebrauch 1799 der englische OberstCongrcve kennen lernte. Dieser veranlaßte die Ein-führung der R-n in der englischen Artillerie n. nachihm haben sie die Benennung Congrevesche R-n er-halten. DieR.bestehtaus einermitlangsambrennen-dem sog. Treibsatz gefüllten Hülse aus Eisenblech od.Papier. Der Treibsatz ist bis nahezum vorderen Endedurchbohrt; diese Durchbohrung heißt die Seele, dervorderemassiveTheildesTreibsatzesdieZehrnug,dasHintere offene Ende der Hülse Brand- od. Mundloch.Durch dieses entzündet, werden Pulvergase entwickelt,die nach allen Seiten hin wirken, ein Theil wirddaher nach rückwärts ansströmen, während ein an-derer Theil vorne gegen die Zehrung drückt, wodurchHülse in der ihr durch ein Gestell gegebenen
- Rakete.
.Richtung fortgetrieben wird. Nach den Seiten hinwirkt der Gasdruck gleichmäßig n. heben sich die ent-gegengesetzt wirkenden Kräfte daher auf, nur müssendie Wandungen des Treibsatzes so stark sein, daß dieHülse nicht zertrümmert werden kann. Der Druckder Gase auf die Zehrnug wird sich infolge des nurlangsam erfolgenden Abbrennens des Treibsatzes- solange vermehren u. daher die Bewegung der Hülseauch so lange beschleunigen, bis der Treibsatz durch-gebrannt ist. Befindet sich nun am vorderen Endeder Zehrung od. auch in derselben ein Geschoß odersonstiger Körper, so wird derselbe mit der Hülse fort-getrieben, sein Gewicht aber würde die sofortige Ab-lenkung der Hülse nach unten zur Folge haben, wennnicht dnrch ein am Hinteren Hülsende angebrachtesGegengewicht,denR-nstab od. die Ruthe, das Gleich-gewicht hergestellt wäre. Mit dem allmählichen Ab-brennen des Treibsatzes wird der vordere Theilleichter, der Schwerpunkt kommt daher mehr nachrückwärts zu liegen, wodurch sich sodann der vordereTheil nach abwärts neigt n. hiernach ziemlich steilzur Erde nicderfällt. Die nuläugbaren Vorzüge derR-n als Feuerwaffen, nämlich große Leichtigkeit desTransports, Unabhängigkeit vom Terrain sowol be-züglich der Aufstellung als auch der Flugbahn derGeschosse, verschaffte ihnen bald eine allgemeinereVerbreitung in der Artillerie n. vielfach befaßte mansich mit deren Verbesserung und VervollkommnungDurch den schon genannten englischen Oberst Con-greve, den dänischen Hanptmann Schuhmacher, denösterr. Feldzengmeister Augustin u. den AmerikanerHale wnroen verschiedene Systeme aufgestellt n. zurEinführung gebracht; in Österreich wurde ein be-sonderesR a ke teur-C orps, in England, Rußland,der Schweiz rc. wurden R-n-Batterien errichtet, dievorzugsweise für den Gebirgskrieg bestimmt werden.Die Hülsen wurden zugleich als Träger der Geschosseverwendet, als solche waren Vollkugeln und Kartät-schen, dann auch Granaten im Gebrauch, für letzterewar die Bezeichnung Granat-N. üblich, BrandR-nenthielten eine mit leicht entzündlichenSwffengefüll-tes Brandgeschoß. Auch hatte man versucht, dieLreff-fähigkeit derR-endurchRotationum ihreLängenachsezu erhöhen. Die großen Erfolge, welche man sichtheilweise von der Einführung der N-n als Kriegs-waffe versprach, haben indessen durch dis Einführungder gezogenen Geschütze nicht zur Geltung kommenkönnen. Die geringe Tragweite u. die gänzlich un-genügende Trefffähigkeit haben das Ausscheiden derR-n ans fast allen Feldartillerien zur Folge gehabtund sie werden gegenwärtig nur noch im Festungs-kriege als Signal- n. Leuchtfeuer verwendet. Diepreußische 8 om Leucht-R. hat eine Hülse von Eisen-blech, die mittels der sog. Stabgabel mit der Rutheverbunden wird. Am vorderen Ende der Hülse be-findetsich die mit cylindrischen u. sternförmigen Leucht-körpern gefüllte Leuchthanbe; der Treibsatz der Hülsebesteht aus comprimirtem Pulver und wird mittelseines im Hinteren Ende der Hülse befestigten Zün-ders entzündet. Die R. wird auf ein dreibcinigesGestell aufgelegt, dessen Mittelstlltze mit einer Leit-rinne, einer Führungsgabel u. einem Grenzblatteversehen ist u. hierdurch die feste Auflage der R. er-möglicht. Die Mittclstütze erhält gewöhnlich eineNeigung von 50 Durch den am Boden derHlllsebefindlichen Zünder wird der Treibsatz entzündet u.