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Bd. 15 (1879) Radegast - Schießscharte
Entstehung
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13
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Rainrund da Pcnnafvrte linisou. IS

er die Grafschaften Ronergue, Nimes n. Narbonne,von seinem Älteren, söhnelosen Bruder Wilhelm IV.1088 Toulouse, so daß er einer der mächtigsten Für'sten seiner Zeit war. Er nahm 1095 als einer derersten das Kreuz u. führte 1096 das dritte Kreuz-Heer an. An den Erfolgen des ersten Kreuzzugeshatte er bedeutenden Antheil, u. eroberte 1103 Tri-polis. Dort st. er 28. Febr. 1105. Ausseinem Ge-schlecht sind Raimund VI. u. Raimund VII. , vergl.Albigenser. Löffler.

Raimund de Pennaforte, großer Kanonist,im letzten Viertel des 12.Jahrh., in Barcelona geb.,studirte u. lehrte 12041219 zuBologna, trat 1222in Barcelona in den Domiuicanerorden, in dessenAufträge er seine Lumina, easuunr poonitsntiasschrieb. Gregor IX. berief ihn 1230 nach Rom alsseinen Kaplan u. Beichtvater, u. beauftragte ihn mitAbfassung einer neuen Decretalensammlnng, der Os-crstalium OrsMrii IX. sompiiatüo (1234 promnl-girt), im Gegensatz zur weltlichen Gesetzgebung desKaisers Friedrich II., wobei sich jedoch R. viele Weg-lassungen und Interpolationen erlaubte. R. wurde1235 Erzbischof von Tarragona, zog sich daun insein Kloster in Barcelona zurück und wurde 1238Ordensgensral der Dominicaner. Nachdem er vondiesem Amt abgetreten war, widmete er sich der Be-kehrung der Mauren u. Juden u. gelehrten Studien.Er st. 6. Jan. 1275 n. wurde 1601 heilig gesprochen.Vgl. Theiner, Os Loni. Oontik. sxistolarnw äs-erst:. aubiguis eolisüb. eb äs OrsAorii IX. ooäios,Lpz. 1829. Ml-r.

Raimund de Sabunde, Scholastiker des Mit-telalters, aus Barcelona, im2.Vierteldes15.Jahrh.Lehrer der Naturwissenschaften, der Philosophie undTheologie in Toulouse, versuchte eineErhebnng überden Gegensatz zwischen Scholastik u. Mystik, indemer davon ausging, daß das Buch der Natur u. dasBuch der Heil. Schrift sich nicht widersprechen könnenu. von jenem alle Erkenntniß anheben müsse. Diehöchste Erkenntniß sei die Liebe Gottes, von welchemGedanken ans R. eine Religionswissenschast im Sinneeiner Gnosis vielmehr christlicher Mystik, als scho-lastischer und ecclesiastischer Dialektik (Niedner) con-struirte. Er sehr.: Oidsr srsatmraruw, 8. OrsoloZsiauaturalls, Straßb. 1496, Sulzb. 1852. Andere Be-arbeitung: Os natura, st obliAutions Iroininls s.vioia animas, Köln 1700. Vgl. über ihn Matzke,Die natllrl. Thsol. des R. v.L>-, Brest. 1846; Hutt-ler, Die Rel. Phil, des R. v. S., Augsb. 1851;Nitzsch, HnasstionW Raimuuäanas, Zeitschr. für hist.Theol., 1859. Li-ffl-r.

kiaimuuclus llullus, so v. w. Lnllns 2).

Rain, Stadt im Bez.-Amt Aichach des bayer.Negbez. Oberbayern, am Lech, unweit seiner Münd-ung in die Donau, Station der Bayer. Staatsbah-nen; Schloß, 4 Kirchen (darunter die vom HerzogLudwig dem Strengen erbaute); 1875: 1436 Ew. R. ist Geburtsort des Componisten Franz Lach-ner. In der Nähe viele römische Alterthümer.R., schon im 8. Jahrhundert ein bedeutender Ort,erhielt im 10. Jahrh. Stadtrechte und war ehedemeine wichtige Grenzfestnng. Hier 15. April 1632Treffen u. Übergang der Schweden über den Lech,wobei Tilly tödtlich verwundet wurde. Vgl. Fischer,Topographische Geschichte von R., Münch. 1860.

Rai», beraster Streifen Landes zwischen zwei

Fluren od. Äckern verschiedener Besitzer, welcher alsGrenze dient.

Rainald, Reinald von Dassel, Erzbischofvon Köln, s. Köln, S. 546.

Nainbeere, ist Otmmnns eabüartioa.

Rainer, Joseph Johann Michael Franz,Erzherzog von Österreich, 7. Sohn des Kaisers Leo-pold II., geb. 30. Sept. 1783, wurde militärisch er-zogen, 1818 Vicekönig des österreich. Italien, wo ervermöge seiner persönlichen Eigenschaften, namentlichseiner Milde, Gutes hätte leisten können, wenn ernicht durch das in Wien herrschende System überallgehemmt worden wäre, so daß er der Bewegung von1846 rathlos gegenüberstand, von den Männern derRegierung der Schwäche, von den Liberalen desEinverständnisses mit dem System geziehen wurde;als der Sturm im März 1848 losbrach, gab er seineL-tellnug anfu. lebte seitdem zurückgezogen in STirol;er st. 16. Jan. 1853 in Botzen. Aus seiuer Ehe mitPrinzessin Elisabeth, Schwester des Königs Albert vonSardinien, stammt neben 5 anderen Kindern der Erz-herzog R. Ferdinand Maria, geb. 11. Jan. 1827,selbst sehr tief gebildet, ein eifrigen Pfleger und Be-schützer der Wissenschaften. 1857 war er Präsidentdes ständigen Reichsraths, 186165 Präsident desMinisterraths, seit 1862 Curator der Kaisers. Aka-demie der Wissenschaften u. bei Errichtung der Land-wehr wurde er Commandant der cisleithanischenLandwehr; 1873 übernahm er das Präsidium derWeltausstellnngscommission. Lagai.

Rainfarn (Raingarbe, Rainfahl), dis Pflanzen-gatt.Ounaestum, bes. O. vulAars O. (Oiir/saublrs-mumOanaestumLri-se/r). Officinell sind die etwaswiderlich, abergewllrzhaftriechenden, bitterschmecken-den Blätter u. blühenden Spitzen (Asrba st 8um-mitatss tanaosti), sowie auch die balsamisch riechen-den, bitter, kampherartig schmeckenden, kleinen,läng-lichen, oben etwas breiteren Samen (Lsmina ta-naesti), als magenstärkendes, blähungtreibendes,krampfstillendcs, wurmtreibendes Mittel sehr geeig-net, den Zittwersamen zu ersetzen; auch als Futter-krant, bes. für Schafe, zur Ansaat empfohlen. R -ü l (Olsnm tanassti), gelbes, brennend gewürzhaftes,cubebenartig schmeckendes, durch Destillation der R-blüthen und Samen bereitetes, ätherisches, kräftigwurmtreibendes, innen u. außen wirkendes Öl.

Raintveide ist lÜAustrum vniMrs. Rain-weidenschwärmer, so v. w. Ligusterschwarmer.

Rainy Lake, See auf der Grenze des nordameri-kanischen Unionsslaates Minnesota n. von Canada,fließt durch den Rainy River in den Lake of theWoods ab.

Naiot, s, Ryot.

Raipnr (Rajapur), 1) Distr. der Div. Tschattis-garh der indobrit. Centralprovinzen; 67,390 Usirmn. 2,331,837 Ew., Mahratten u. Gond. 2) Haupt-stadt davon; 19,116 Ew.

Raisine (sranz.), eingedickter Weinbeersaft.

Naismes, Stadtim Arr.Valenciennes des franz.Dep. Nord, Station der Franz. Nordbahn; Hammer-werke, Hohöfen, Fabrikation von Eisenwaaren undZucker, Steinkohlengruben; 1877: 3138 Ew. (Ge-meinde 4702).

kaison (frz.), Vernunft, Einsicht; Ursache, Grund,vernünftige Vorstellung, Vernunstgründe; daherRaisonnable, vernünftig, billig; Raisonne-