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Naintva
Nmiuund de St. Gilles.
chen Nhaga od. Nhaga), eine alte Stadt Meistens,südl. am Eingang der Kaspischen Pässe, von Selen-kos I. vergrößert u. Enropos genannt, dann imfrüheren Mittelalter eine der bedeutendsten Städtedes Persischen u. später des Khalifen-Reiches, bis esim 13 . Jahrh.vondenMongolen zerstört wurde; weitansgedehmeTriimmernnweit des heutigen Teheran.
giaiatca, eine der Leewardinscln ans dem Archi-pel der GesellschastSinseln (südöstliches Polynesien),v>5 Km lang, mit Bergen (bis 650 w. hoch), sehrfruchtbar, von Korallenriffen umgeben, aber mitmehreren guten Häsen; zu dem Reiche des KönigsTamatoa V. gehörig, der in Utnmaoro residirt.
Nai Barcli (Nay Bareilli), 1) Div. der indo-brit. Prov.Andh, der sndöstl. Theil dieser, eine frucht-bare, mit Indigo, Mohn, Zucker, Reis angebanteEbene zwischen Gnmti im N. und Ganges im S.,durchflossen von mehreren, das Land befruchtenden,aber nicht schiffbaren Wasserläufen, 12,027 ssZicmn. 2,648,950 Ew., fast durchgängig Hindu. Sie zer-fällt in die Distr. Partabgarh, Snltanpnr n. R. B.(3496 siZIcm u. 782,874 Ew. 2) Hauptstadt davon,an dem Sai, über den eine schöne Brücke führt;11,544 Ew.
Naibolmi, Francesco, F-rancia genannt,Goldschmied (deshalb häufig Q-anoia aurikox), dannHistorienmaler, geb. in Bologna 1450, st. zwischen1517 u. 1535, Gründer der Bologncsischen Maler-fchule, bedeutend durch Ernst und Milde des Aus-drucks seiner Heiligen-Gestalten n. durch eine so klareFarbenbehandlung, daß keines seiner Werke bis jetztnachgednnkelt hat. Die Grundlage seines Wesensbildet innige religiöse Empfindung ohne Schwärme-rei n. Ekstase. Er liebte die Darstellung ruhiger Ge-müthszustände n. vermiedbewegteHandlung. Künst-ler, auch im Nielliren u. Stempelschneiden. Rafaelehrte ihn sehr u. übersandte ihm zur Aufstellung inBologna die Sta. Cacilia; daß er vor Schreck überdie Schönheit dieses Bildes gestorben, ist Fabel.Werke: NacioLna in irono zwischen sechs Heiligen(in der Pinakothek zu Bologna); eine andere in S.Giacomo Maggiore das.; Cäcilie (in der Pinakothekzu Bologna); Madonna im Rosenhag mit dem Kinde(in der Münchener Pinakothek); Madonna mit demKinde u. Johannes (in Dresden). Regnet.
Naigern (Groß-N,, czech. Najhrad), Marktfleckenim mähr.Bez.Auspiz (Österreich), anderSchwarzawa,Station der Kaiser Ferdinands-Nordbahn; berühm-tes Benedictinerstist (1048 gegründet, das älteste inMähren) mit Bibliothek von 20,000 Bdn., Nüben-znckerfabrikation; 1869: 1496 Einw. — Dabei dasDorf Nebeschowitz, merkwürdig durch die hier 1846anfgesnndcnen Gräber u. Urnen aus der heidnischenBorzeit Mährens.
Rail (engl.), Riegel, Querholz, Eisenstange,Schiene, Eisenbahnschiene. Das Wort ist auch insFranzösische übergegangen. Railroaci,
Eisenbahn.
kiailleris (sranz.), Spötterei, Neckerei.
Rainlar(Freimund),PseudonymfürFr.Rückert.
Naimondi, Marco Antonio, Kupferstecher,geb. um 1488 inBologna, st. 1534 daselbst; Schülerdes Raibolini, zuerst als Goldschmied, wobei er inNiello arbeitete und so zum Kupferstechen überging,copirte mehrere Kupfer- u. Holzschnitzwerke von A.Dürer, so das Leben der Maria u. die kleinePassion,
ging 1509 nach Venedig n. 1510 nach Nom, wo ereine große Anzahl Zeichnungen Rafaels stach, miteiner Treue in Zeichnung u. Ausdruck wie kein an-derer Meister. Nach Rafaels Tode durch Ginlio Ro-mano zum Stich von 20 von dessen lascivcn Dar-stellungen beredet, wnrde er nach Zerstörung derPlatte» durch Henkershand gefangen gesetzt und erstans Bitten des Cardinals Jppolito von Medici unddes Bildhauers Bacci Bandinelli befreit. Bei derEroberung Roms durch dieKaiserlichcn, 1527, verlorer seine ganze Habe u. flüchtete nach Bologna. Manschlägt die Zahl seiner Blätter ans 383 an, welcheaber in keiner Sammlung vollständig angetroffenwerden. Die vollständigsten Sammlungen sind zuParis, in der k. k. Bibliothek zu Wien. Der Werthdieser Blätter besteht in der treuen Auffassung desCharakteristischen in der Zeichnung des Meisters,vornehmlich im Umriß, welcher mir durch einfacheSchattenlagen verstärkt ist. Regnet.'
Raimund, ein altsranzösischer Name, eigentlichRaymond.
Raimund, Ferdinand, Schauspieler n. dra-matischer Schriftsteller, geb. 1. Juni 1790 zu Wien,lernte als Cvnditor, betrat aber, von unwidersteh-licher Neigung dazu getrieben, 1808inPreßburgdieBühne, spielte in Stein am Anger, Ödenburg, Raabu. kam 1813 als Darsteller localkomischer Rollen andas Josephstädtische Theater in Wien, wo er 1815u. 1817 auch im Theater an der Wien u. dem Leo-poldstädter Theater, dem er in letzterem Jahre dau-ernd gewonnen wurde, gastirte. 1823 brachte er aufdiese Bühne seine erste dramatische Arbeit, das Zau-berspiel: Der Barometermacher anf der Zanberiuselzur Aufführung und ließ, anfgemuntert durch dengroßen Erfolg dieser Erstlingsarbeit, bald den: Dia-mant Les Geisterkönigs, 1826 das sinnige Märchen-spiel: Der Bauer als Millionär u. Moisasnrs Zau-berfluch folgen. 1828 übernahm er ans 2 Jahre dietechnische Leitung des Leopoldstädter Theaters, schriebauch in diesem Jahre: Die gefesselte Phantasie, Al-penkönig u. Menschenfeind, 1829 das tragikomischeZanderspiel: DiennheilbringendeZanberkrone. Nach1830 gastirte N. außer in Wien, in München, Ham-burg, Berlin u. a. Städten, oder lebte zurückge-zogen auf einem idyllisch gelegenen Anwesen bei Gn-tenstein, 1833 schrieb er noch den Verschwender, 3Jahre später, 5. Sept., endete er in Pottenstein durchSelbstmord, zu dem ihn die Furcht, von einem tollenHunde gebissen zu sein, getrieb en halte. Das deutscheTheater verlor an R. mehr als den meisterhaft cha-rakterisirenden Schauspieler, es verlor in ihm denvielleicht sittlichsten Volksdichter, der die Kunst, dasmenschliche Herz zu rühren u. zu erheitern, wie we-nige verstand. Ein poetischer Hauch verklärte seineSchöpfungen, die Phantasie spielt in ihnen eine her-vorragende Rolle u. doch zeigt sich darin das wirk-liche Leben in voller Frische. Die Absicht zu rührenhat allerdings manchem Unwahren Len Eingang indie R-schen Stücke eröffnet, aber ihr süßer, bezau-bernder Dust, ihr liebenswürdiger Witz söhnt damitaus. I. N. Vogl hat R-s gesammelte Werke 1837,Wien, 4 Bde., 2. A. 1855, 9 Bde., Ad. Zeising seinedramat. Meister-Werke 1868—69, Stnttg., 4 Hefte,herausgegeben. Kürschner.
Raimund de St. Gilles, Grell von Toulouse,Sohn des Grafen Pons. Von seinem Vater erbte