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Nahe!
zurück; 1832 trat er als Kanonier iu Holland. Dienst,war bei der Vertheidignng von Antwerpen, wurdeschwer verwundet n. 1833 vom König von Hollandzum Hanptmann ä In 8uits befördert. 1836 nahmer seinen Abschied n. ging Ende dess. I. nach Spa-nien, wo er seitdem für Don Carlos mit hoher Bra-vour focht. Zuletzt Stabschef Cabreras n. Briga-dicrgeneral des Gcniecorps, verließ er 1840 Spa-nien u. kehrte nach Deutschland zurück, wo er nurliterarischen Arbeiten lebte u. zunächst ein Asyl beiderFllrstin vonSagan 1845—49 fand. 1849 wurdeer imSchleswig-hvlsteinischenFeldznge mitdemHer-zog Ernst von Kobnrg-Gotha bekannt, bei dem er,nachdem er noch gegen die badischeJnsnrreetion ge-fachten, fortan auf demSchlosseFriedensteininGothalebte, wo er 2. Nov. 1860 starb. Er gab heraus:Tableau von Antwerpen, Lond. 1839; Üsrirmsrin-Mn uit äs rvapsrnvsrslä, Breda 1836; Cabrera,Erinnerungen aus dem span. Bürgerkriege, Frkf.1840; Wanderungen eines alten Soldaten, Berl.1846—51, 3Thle.; Supplement dazu: Miguel Go-mez, ebd. 1859; Authentischer Bericht über das See-treffen bei Eckernförde, ebd. 1849. Kleinschmidt.
Rahel (hebr., so v.w.Schaf), 1) jüngste TochterLabans, durch ihre Schönheit ausgezeichnet, FrauJakobs (s. d.), Mutter Josephs n. Benjamins. 2)Vorname der Frau Barnhagen (s.d.) von Ense, un-ter welchem sie schrieb.
Rahl, Karl, berühmter Historienmaler, geb.13.Aug.1812 zu Wien, st. das. 9.Jnli1865; ward,wissenschaftlich vorgcbildct, Schüler seines Vaters,trat 1827 in die Akademie ein, gewann 1831 denReichelschen Preis u. damit ein Stipendium für Ita-lien , malte ein Altarbild für die Piaristenkirche inWien u. ging dann, da ihn den noch nicht Zwanzig-jährigen die Akademie noch nicht für reif hielt, nachItalien zu gehen, 1833 nach München und besuchtevon dort aus Wächter in Stuttgart. Nach Wienheimgekehrt, malte N. 1834 das Gottesgericht ausdem Nibelungenliede (im Belvedere) u. ging 1836nach Venedig, Bologna, Florenz u.Rom. Dort ent-stand: Hagen u. Volker an der Thür Krimhildens,Der Schwur auf dem Rütli, n. Manfred von Karlvon Anjou auf dem Schlachtfelds von Benevent ge-funden. Nach kurzem Aufenthalte in Wien kehrte R.1839 nach Rom zurück, wo er wieder dem klassischenAlterthum näher trat, ohne damit Anklang zu finden.Nun malte R. Genrebilder n. Porträts der Aristo-kratie u. auf Bestellung des vr.Absndroth in Ham-burg Die Christenverfolgung in den KatakombenRoms (1843). Darauf ging R. über Kopenhagenu. Brüssel nach Paris n. weiter nach Rom, vollen-dete dort sein zweites Manfredbild (Manfreds Ein-zug in Lucera), malte seinen Leopold den Tugend-haften auf den Mauern vonPtolemais, u. ging 1847wieder nach Holstein u. Kopenhagen, um dort Chri-stian VIII. zu malen. Nachdem er in Paris Zeugeder Februarrevolution gewesen, eilte er nach Hol-stein, um dort in die Reihen der Freiwilligen zu tre-ten, kam aber zu spät, kehrte nach Wien zurück undging von da nach München, wo er bis 1850 verblieb.Die ihm übertragene Professur an der Akademiedauerte nur 7 Monate, da seine Kunstrichtung undseine politische Gesinnung keinen Anklang fanden; ertrat zurück u. gründete eine Privatschnle. Währendder nächsten Jahre entstanden sein Moses, die Töchter
— Rai.
Neguels schützend, sein Boreas, die Oreithyia ent-führend, n. sein Arion auf dem Delphin, sowie Bi-schof Colonits befreit die Christcntinder ans demTürkenlager vor Wien, ferner sein Simson bei De-lila, Orest von den Furien verfolgt, u. Odysseus beiden Phäaken. Dann folgten seine großen Cartonsfür das Arsenal zu Wien, zu deren Ausführung ersich in Rom 1856 vorbereitete. An entscheidenderStelle aber wurde die Bestellung wieder zurückge-nommen. N-s Bekanntwerden mit Baron Sina(1856) brachte dieGlanzepoche seines Kunstschaffens.Sie begann mit bcn Bildern für die neue griechischeKirche in Wien. Ihnen folgte derFries für die Uni-versität in Athen, der leider auch nicht zur Ausführ-ung kam. R. malte damals den König Otto u. seineGemahlin in Athen. Ans den folgenden Jahrenstammen: König Lear, Medea, Dionysos anfAndros,Sokrates beim Gastmahl des Platon rc., lauter Far-benskizzen. Entwurf blieb auch die Ausschmückungdes Festsaales der Residenz in Oldenburg. Dagegenvollendete N. 4 Bilder aus der griechischen Hcroen-zeit für den Festsaal des Baron Sina, den Carton:Sieg des Marius über die Cimbern 102, die Bilderans der Paris-Mythe für den Prunksaal im PalaisTodesco. Zu seinen letzten Arbeiten gehört seinVor-hang für die Wiener Oper. Das I. 1863 brachteR. eine Professur an der Wiener Akademie n. 1864malte er eine Anzahl Allegorien im Arsenal. Seingewaltiger Geist verlangte nach dem Gewaltigen,das Anmuthige lag ihm ferner. Im Colorit warendie Venetianer sein Vorbild. Regnet.
Nahm, die fettreiche Schicht, welche sich beimStehender Milch (s.d.) anfderen Oberfläche sammelt.
Nahmer,M o ritz, jüdischer Gelehrter,Rabbiner,geb. 16. Dec. 1837 in Oberschlesien, gehört zu denersten Schülern des i. I. 1854 eröffneten jüdisch-theologischen Seminars zu BreSlan, dessen Richtunggemäßigter Fortschritt auf Grund wissenschaftlicherErforschung ist. Er studirte mit Vorliebe biblischeExegese u. die orientalischen Sprachen, löste als Stn-dent i. I. 1860 die gestellte Preisanfgabs über Mai-monides' Mischnacommentar mit Berücksichtigungdes arabischen Originals, schr. 1861 sein: Die hebr.Traditionen in den Werken des Hieronymus, 1 . Thl.die Hnasstionss, u.später (inFrankelSMonatsschriftJhrg. 1865—68) den 2. Thl.: Die Lommsutarü.1862 wurde R. zum Rabbiner nach Thorn berufen.Dortveröffentl.er: Das Thargnm zur Chronik; 1867wurde er znm Rabbiner in Magdeburg gewählt. R.gehört zu den Mitbegründern der seit 1869 erschei-nenden Israel. Wochenschrift; er redigirt das Jüd.Literatnrblatt seit 1871 und das Israel. Predigt-Magazin. 1875 begründete er den Israel. Litera-turverein. Er schr. in jüd.Zeitschriften größere Wissen-schaft!. Aufsätze u. verf. mehrere hebr. Schulbücher.1876 wurde er zum Stadtverordneten auf 6 Jahrevon den Magdeburger Bürgern gewählt; der ersteFall, daß ein Rabbiner in Preußen ein solches com-munales Ehrenamt bekleidet.
Rahnis, Stadt, so v. w. Ranis.
Nahwah, Stadt im Union County des Nord-amerika». Unionsstaates New Jersey, zu beiden Sei-ten des gleichnamigen Flusses: Fabriken in Wolle,Baumwolle n. Eisen, Töpferei und bes. Wagenban;1720 gegründet; 6258 Ew.
Nai (in der pers. Keilschr. Raga, bei den Grie-