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Ragiiarörr
Denkmal errichtet. Erbe seines Namens ist, nachdemder älteste Sohn als Major im Feldznge gegen dieSikh gefallen, der zweite Sohn Richard Henry,geb. 24. Mai 1817 in Paris.
Nagnarökr, s. Götterdämmerung.
Nagnit, 1) Kreis im prenß. Regbez. Gumbin-nen, von der Memel u. Inster durchflossen und vonder Tilsit-Jnsterburger Eisenbahn durchschnitten;1228,„dslcin (22,n iI>M) mit (1875) 53,299 Ew.2) Kreisstadt darin, an der Memel; altes Schloß,Landwirthschaftliche Lehranstalt, Provinzial-Öbst-baumjchule, Leinenweberei, Gerberei, Bierbrauerei,Dampsschneidemühle, Obstbau, Schifffahrt, Holz- u.Getreidehandel, Garnison; (1875) 3857 Ew. InderNähe die Domäne Neuhof mit Remonte-Depot.
Nsgout (sr.), aus Fleischstücken mit einer schmack-hastcn, meist etwas scharfen gewürzigen Brühe be-reitetes Gericht.
Nagnhn, Stadt im Kreise Dessau des Herzogth.Anhalt, auf einer Insel in der Mulde, Station derBerlin-Anhaltischen Eisenbahn; Wollenspinnerei,Tuch- u. Papierfabrikation; (1875) 1835 Ew.
Nagnsa, 1) ehemalige Republik, an das Adria-tische Meer u. Dalmatien grenzend, ca. 1980 Hsüm(36 s^M). mit aristokratischer Berfassnng. Schutz-herren derNepnblik waren nacheinander LieTürkei,Ungarn, Neapel, Venedig und der Papst. 2) (Dn-brovuik) Stadt und Hauptort in dem gleichnamigenLalmat. Bez. (Österreich), auf einer Halbinsel amAdrialifchen Meere u. am Fuße des Berges Sergio,mit terrassenförmig ansteigenden, meist engen Stra-ßen u. denBorstädtcnPille n.Plocce, nach altitalie-nischer Art befestigt. Bon den vielen stattlichen Bau-werken, welche R. besitzt, mögen erwähnt werden:der Palazzo (ehemaliger Regierungspalast), die Do-gana, das ehemalige Jesnitenkloster mit daran sto-ßender Kirche, der in neuerem italienischen Stile er-baute Dom (1713), die kleine Kirche S. Blasius, diebyzantinische Franciscaner- und die Dominicaner-kirche (letztere mit einerMagdalena vonTizian). N.ist Sitz eines Bischofs mit Domcapitel, hat Jesui-ten-Collegium, Dominicauer-Couvent, Diöcesan-Semiuar (damit verbunden eine theologische Lehran-stalt), Obergymnasimn, Lehrerinnen-Bildungsan-stalt, Nautische Schule, Spital mit Findelhaus undGebäranstalt und sonstige Wohlthätigkeitsanstalten,unbedeutende Industrie, kleinen, durch einen Mologeschützten Hafen (Gravosa ss. d.j ist der eigentlicheHafen von R.), Schifffahrt, Handel; (1869) 5305Ew. (Gem. 8678). Fast 4 Jahrhunderte lang warR. der Mittelpunkt der Industrie und des Handelsder slavischeu u. walachifchen Bevölkerung im S., u.seine Handelsmarine war einst von großer Bedeut-ung; gegenwärtig ist sein Handel mit der Türkeimehr Transite - und Speditions- als Activhandel.Vor der k?orta maritima findet 3ma! wöchentlichBazar ganz in türkischer Art statt. — R. ist 656n. Ehr. von Flüchtlingen gegründet, welche von denTrcburiern aus dem zerstörten Alt-Ragusa (R.Vec-chia, s. unt.) vertrieben wurden. Die Ansiedelung hobsich bald zu einerHandelsstadt n. bedeutendem Reich-thum (Eisenwerke u. audereGüter) und war im 10.Jahrh. Pflegestätte der slav. Literatur. 980 wurdedas Erzbisthum gestiftet n. das Staatswesen bildetesich nach dem Borbilde Venedigs zu einer aristokrati-scheuRepublikmit einemRectoranderSpitze. Nach-
— Nahdcn.
dem N. seit dem 12. Jahrh. abwechselnd Venedig,dsnByzantinern, Ungarn,Serbicn n. Bosnien tribut-pflichtig gewesen war, begab es sich 1526 untertürk. Schutzherrschaft n. zahlte als Republik bis 1713dem Sultan einen Tribut, zuletzt von 12,500 Duca-ten, wofür indessen die Ragnsaner im Türk. Reichegroße Handelsfreiheiten genossen; doch erkannte dieRepublik auch den Deutschen Kaiser und den Königvon Neapel als Schutzherren an u. zahlte an Letzte-ren einen Tribut von 12 Falken. 1548 und 1562wurde die Stadt von der Pest n. 1667, 1843 u. 14.April 1850 von Erdbeben schwer heimgesucht. Fort-während erregte ihr Schicksal Streitigkeiten zwischender Pforte, Frankreich und Österreich. Auf seinemZuge nach Ägypten erpreßte Napoleon 70,000 Dn-caten von der Republik. Am 27. Mai 1806 besetzteder sranz. General Lauriston die Stadt, angeblichum sie vor der nahenden rnss. Flotte zu schützen.Die darauf von den Russen seit 17. Juni belagerteu. bombardirte Stadt wurde 6.Juli von dem franz.General Molitor entsetzt, worauf die Pforte 1807ganz ans dieOberherrlichkeit verzichtete. 1811 wurdeR. dem Generalgouvernement Jllyrien einverleibt,1814 aber von Len Österreichern besetzt u. kam imFrieden von Paris mit Dalmatien an Österreich,bei welchem es seitdem geblieben ist. Vgl. Ans allenW-lttheilen VIll., S. 291 — 97. 3) R. Bccchia(Captat), Marktflecken ebenda, südöstl. von R., amEingänge der Bai Breno; Hafen, Landhäuser derRagnsaner, Alterthümer. Hier lag angeblich die589 v.Chr. von einer aus dem Peloponnes gekom-menen Kolonie gegründete Stadt Epidauros, welche164 V.Chr. römische Colonie(6oIcmia.Llarkia) wurde.Die von Slaven wahrscheinlich im 7. Jahrh. ans derStadt Epidauros verdrängten Bewohner erbautennördl. davon das heutige R. (Rhausinm). 4) Stadtin der ital. Prov. Siracusa; besteht aus 2 Gemein-den: R. Superiore mit 21,546 Ew. u. R. Inferioremit 6826 Ew.; verschiedene Kirchen in maurischemStil, Theater, große Banmwollenspinnerei. Bei R.soll die Lage des alten LMn Hsrasa sein. H- Berns.
Nagnsa, Herzog von R., s. Marmont.
Nagwnrz, so v. w. Oroiris.
Rahab, in der Bibel Name für Unter-Ägypten,oder das Delta, oder auch ganz Ägypten.
Nahbek, Knud Lyne, dän. Schriftsteller, geb.28.Dec.1760 in Kopenhagen;bildete sich zumTheilauf deutschen Universitäten, wurde 1790 Professorder Ästhetik in Kopenhagen n. st. daselbst 22. April1830. Er schr. dänisch: ProsaischeVersnche, Kopenh.1785—1806, 5 Bde. (deutsch von Sander unterdem Titel: Moralische Erzählungen, Kopenh. 1300bis1801, 2Bde.); Poetische Versuche, ebd. 1794bis1802, 2 Bde.; Schauspiele, ebd. 1809—13, 3Bde.;Selbstbiographie, 1824—29, 5 Bde. rc.
Rahden, Marktflecken im Kreise Lübbecke despreuß. Regbez. Minden; Lcinenweberei, Cigarren-fabrikation, Holzwaaren; 877 Ew.
Rahden, Wilhelm Baron von, geb. lO.Ang.1793 auf seinem väterlichen Gute bei Breslau; be-suchte dieKalischerCadettenschule, trat1809 in preuß.Militärdienst u. nahm als Lieutenant an den Feld-zügen 1813—15 theil, vielfach verwundet. 1829 er-hielt er als Hauptmann die erbetene Entlassung u>ging nach Rußland, wo er Capitän des Generalstabes! wurde; schon Aug. 1830 kehrte er aber nach Preußen