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Naffiniren
Nafsttliren, läutern, reinigen, verfeinern, ge-schieht bei vielen Stoffen durch Umschmelzen, wobeisich die Unreinigkeiten abscheiden lassen, so z. B. beiMetallen, oder durch Destillation, vorsichtiges Ans-waschen mit Wasser u. anderen Lösungsmitteln, Um-krystallisiren rc. vgl. Raffinade. Jungck.
Naffles, Sir Thomas Stamford, engl.Beamter, geb. 5.Jnli1781auf einem Schiffe, wurde1805 von der Englisch-Ostindischen Compagnie alsSecretär des Gouverneurs von Pinang angcstellt,nach der Eroberung von Batavia zum Gouverneurvon Java ernannt und als diese Insel an Hollandabgegeben wurde, Gouverneur von Benknlen,machte mehrere Reifen ins Innere von Sumatra,vermittelte 1818 den Frieden zwischen den Hollän-dern u. dem Fürsten von Palembang, gründete 1819die Niederlassung in Singapur zur Hebung desenglischen Handels in Ostindien, kehrte 1824 nachEngland zurück u. st. daselbst 5. Juli 1827 in High-wood-Hill. Er war der Gründer und erste PräsidentderLondonerZoologischenGesellschaftn.schr.: llistor/ok llava. etc., Lond. 1817, 2 Bde., 2. A. 1830.Bgl.das von seiner Wittwe heransgegebene Llsinolrot' tko Uta null pubUs ssrvioos ok 8ir '1'irams.sLtamkord u., Land. 1830. Bartling.
kisiklasia (Ä. Lr.), Pflanzengatt, ans der Fam.Raksiosiaeoas, auf Sumatra n. Java auf holzigenWurzeln n. Stänimen schmarotzend, fleischig Pilz-artig, die Vlüthentheile innerhalb großer, fleischigerSchuppen, zwcihänsig oder zwittcrig; Staubfädensänlensörmig verwachsen; Blüthenhülle fünftheilig;Fruchtknoten viersächerig, mit einem Griffel n. einerstrahligen oder schildförmigen Narbe, od. :nit vielengesonderten Griffeln u. nndcntlicher Narbe; Fruchteine lederartige Beere, mit zahlreichen Samen ineinemBreie; Art:R. L.rnoläi L. Ln. ans Sumatra,ohne Stiel; als Knospe von der Größe eines Kohl-kopfes, aufgebläht bis 1 nr breit, 3 ur im Umfang,an 5ic§ schwer; mehrere Deckblätter umschließen diefleischige, ziegelrothe, mit weißen Warzen besetzteBlüthe. Sie riecht wie verdorbenes Fleisch. Anderenicht ganz so große Arten: L. iUatwn u. D. klors-üsläii, ans Java. Eiigler.
Uasilesiaoono, Pflanzcnfani. aus der Klasse derRhizantheen; Blnthen einzeln ans oberirdischen Wur-zeln, Stämmen od. Zweigen anderer Gewächse ein-gewachsen u. auf diesen schmarotzend, zwitterig oderdurch Verkümmerung zweihänsig; Blüthenhülle ku-gelig od. glockig, mit fllnfspaltigem Saume; Staub-fäden säulenförmig verwachsen, frei oder an derBlnmcnröhre angewachsen; Staubbeutel zahlreich,geschieden, vielfächerig, ander Spitze in einem Locheausspringend; Fruchtknoten unterständig, einfächerig,mit vielen wandständigen, vieleiigen Samenträgern;die Gattungen: lsroslis., LruAinsnsls. (AppellsÄeLnb.) u. Rsktlssis. Engler».
Rafn, Karl Christian, nordischer Archäolog,geb. 16. Jan. 1795 zu Brahesborg auf Fünen;wandte sich dem Studium derAltnordischenGeschichteu. Poesie zu, wurde 1821 Unterbibliothckar an derUniversitätsbibliothek in Kopenhagen, Secretär dervon ihm 1825 gegründeten Gesellschaft sür nordischeAlterthumsknnde und später titulärer Professor undConferenzrath; er wirkte als Sammler u. Heraus-geber, so von: Lralcrunsl, Kopenh. 1826; IPrnal-cksr LöZnr Xorärlanüa, ebd. 1829 f., 3Bde.;
— Raglan.
ro/InFa-8a.M, ebd. 1832; hat theil an derAnsgabeder lsornma.nns.-8ö§nr, ebd. 1825 ff., der ^nligni-banos ainsrieanas, ebd. 1837, n. an den Lmtigni-tvs russss, ebd. 1850 ff.; mitMagnusen: DenkmälerGrönlands, ebd. 1838, 2 Bde., rc. Er st. 20. Oct.1864 in Kopenhagen. c.
Naga (Rhagä), s. Nai.
Nagaz (Ragatz), Marktflecken im Bez. Sargansdes schweiz. Kantons St. Gallen, an der Mündungder Tamina in den Rhein, Station der VereinigtenSchweizerbahnen; ehemaliges Statthaltereigebändedes Klosters Pfäfers (seit 1840 Badehaus), großar-tigesHötelQncllenhof, nenesKurhaus, Concertsaal,Dorfbad rc.; (1870) 1825 Ew. Jm J. 1842 wurdeein Theil des Thermalwasscrs der Hanptguelle vonPfäfers (s.d.) durch eine 3,751cm lange Röhrenleitungnach R. geführt, wo das Wasser noch immer eineTemperatur von 28° U. hat. Hier siegten im März1446 die Eidgenossen über die Oesterreicher. Ans demKirchhofe Grabmal des Philosophen Schilling, wel-cher hier 20. Ang. 1854 starb. Vergl. Kaiser, DieThermen von R., 5. A., St. Gallen 1869. H- Berns.
RagewiN lebte, wahrscheinlich in Paris philo-logisch tresflich gebildet, am Hofe des Bischofs Ottovon Freising (s. d.), wurde 1147 sein Caplan undNotar, verarbeitete die von ihm erhaltenen Aufzeich-nungen u. setzte seine Ossta. lsrlcksrioi, zu denen erdurch längcrenAnfenthalt am Kaiserhose neuen Stoffsammelte, bis znmJ.1160fort; wahrscheinlich fügteer nachmals noch denAppcndix von 1160—70 hinzu.Sein Werk ist, obschon N. es nie wagt, eine selb-ständige Meinung über den Weltkampf zwischenKai-ser und Papst zu äußern, der beste Bericht über dieGeschichte seiner Zeit. Nachdem N. den Kaiserhofverlassen, lebte er als Propst von St. Beit in Frei-sing; hier st. er, auch als lateinischer Dichter bekannt,zwischen 1170 n. 1177. Wilmans gab die Chronikim 20. Bde. der Llonnrnsnts. Osrnmniss Iristoricsheraus. Vgl. Prutz, R-s Fortsetzung der Ossig.§riclsrioi, Danz. 1873. Klemschmidt.
Ragion(v. ital. rsAians), früher eine Compagnie»hanblnng, dann so v. w. Firma.
Raglan, Fitzroy James Henry Somerset,Lord, engl.General, geb. 30.L>ept. 1788; trat 1804in ein engl. Dragonerregiment, nahm als Capitänim Stabe des Herzogs von Wellington 1807 theilan dem Zuge gegen Dänemark, stand dann später alsSecretär n. Adjutant dem Herzog im HalbinselkricgezurSeite n. zog 1815 mit demselben nach Flandern,wo er an den Schlachten beiQuatrebras u. Waterlootheil nahm und in letzter seinen rechten Arm verlor.1816—19 war er Gesandtschaftssecretär in Paris,begleitete 1822 den Herzog Wellington zum CongressenachBeronan. 1826nachPetersbnrg. 1830 wurde erzumOberst des 53.Regiments u.1838 zumGeneral-lientenant ernannt, erlangte 1852 den Posten desLlasbrs ok llro Orcinsnos u. wurde Peer unter demNamen eines Baron R. Jm Febr.1854 übernahmer das Commando der Truppen für den Orient, lan-dete im Sept. ans der Krim, schlug mit St. Armanddie Schlacht an der Alma gegen die Russen und st.,nachdem er den Marschallstitel erhalten hatte, wäh-rend derBelagernng von Sewastopol an derCholera28. Juni 1855. Seine Leiche wurde nach Englandgebracht u. inBadminton beigesetzt; 1861 wurde ihmam Hanptportal der Westminsterabtei in London ein